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Baumgarten, Alexander Gottlieb: Ästhetik. Lateinisch-Deutsch, 2 Bände; übers. und hrsg. von Dagmar Mirbach, Felix Meiner Verlag, Hamburg 2007

Bücher

erschienen 28.11.2007 | Franz Siepe

»Alexander Gottlieb Baumgarten ist nur noch dem Namen nach bekannt«, bedauerte 1984 der Germanist Hartmut Scheible (»Wahrheit und Subjekt«, Bern und München, S. 72) und fuhr dann fort: »Es ist Teil der philosophiehistorischen Minimalausstattung zu wissen, daß er den Begriff der Ästhetik zuerst im modernen Sinne gebraucht und ihn zur Benennung einer neuen philosophischen Disziplin verwandt hat.«

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Und vor zehn Jahren noch schrieb Brigitte Scheer in ihrer »Einführung in die philosophische Ästhetik« (Darmstadt 1997, S. 53): »Baumgarten (1714 – 1762) ist ein in der philosophischen Literatur oft erwähnter, aber gleichwohl selten gelesener Autor. Das mag zum Teil daran liegen, daß seine Schriften in einem etwas spröden Latein geschrieben sind und bis heute noch nicht vollständig ins Deutsche übersetzt worden sind.«

Rund 250 Jahre hat die deutschsprachige wissenschaftliche Welt also darauf warten müssen, dass Baumgartens »Aesthetica/Ästhetik« (unvollendet; erster Teil 1750, zweiter Teil 1758) endlich komplett übersetzt vorliegt. Zu danken ist das der Tübinger Philosophin Dagmar Mirbach, die nach achtjähriger Arbeit an diesem Projekt nun bei Felix Meiner zwei stattliche Bände vorlegt, die dem Desiderat abhelfen (bislang war auf die achtbare Auswahl H. R. Schweizers zurückzugreifen) und mit ihrem reichhaltigen wissenschaftlichen Beiwerk eine überaus solide Forschungsgrundlage liefern. In der über sechzigseitigen Einführung, die man zur Vorbereitung auf die wahrlich anspruchsvolle Lektüre der 904 Paragraphen der »Ästhetik« unbedingt studieren sollte, skizziert die Herausgeberin und Übersetzerin Mirbach ihr Vorhaben wie folgt: »Es ist zu wünschen, daß die hier vorliegende vollständige lateinisch-deutsche Ausgabe der ›Aesthetica‹ mit den zur Verfügung gestellen Anmerkungen, der Übersetzung der Referenzstellen in der ›Metaphysica‹ und der ›Ethica philosophica‹ und dem Baumgartens eigenen Sprachgebrauch dokumentierenden Glossar dazu beitragen kann, das Werk auch in deutscher Übersetzung ›lesbar‹ und damit der weiteren Erforschung zugänglich zu machen.« (S. XXV)
 

Seiten: 1 2 3 4

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Alexander Gottlieb Baumgarten Aesthetica - Ästhetik

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Letzte Änderung: 18.11.2008, 16:19

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