Termin

Konferenz: Ghiberti teorico. Natur, Kunst und Geschichtlichkeit im Quattrocento

Tagungen und Symposien 30.11.2017–02.12.2017

Kunsthistorisches Institut in Florenz / Max-Planck-Institut, Florenz, Italien

Das skulpturale Schaffen des Goldschmieds und Bildhauers Lorenzo Ghiberti sowie die Strukturen und Probleme seiner Werkstatt sind in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt aufgrund glücklicher Restaurierungserfolge – wieder stärker in den Fokus kunsthistorischer Forschungen zum italienischen Quattrocento gerückt. Etwas anders stellt sich die Situation hinsichtlich des kunsttheoretischen Gehalts seiner Werke und insbesondere des Texts der Commentarii dar, obwohl deren außerordentliche Stellung und Bedeutung innerhalb der Gattung der frühneuzeitlichen Kunstliteratur unbestritten ist. Fast zwanzig Jahre nach der kritischen Neuausgabe der Commentarii durch Lorenzo Bartoli (1998), nahezu dreißig Jahre nach Klaus Bergdolts Edition des Dritten Kommentars (1988) und vier Jahrzehnte nach der letzten umfassenden Tagung zu Ghiberti (1978) soll das Potential seiner Schriften nun erstmalig wieder ausführlich sondiert und mit der 'gegossenen Theorie' seiner Werke, deren Tragweite jetzt besser vor Augen steht, verknüpft werden