Termin

Marlene Dumas – Skulls

Ausstellung 17.10.2017–14.01.2018

Albertinum, Dresden, Deutschland

n ihrem Schaffen konzentriert sich Marlene Dumas immer wieder auf die, wie sie sagt „Grundbedingungen des Menschlichen" und große Themen wie Sexualität, Geburt, Tod und Geschlechterverhältnis ziehen sich durch ihr vielschichtiges Werk. Die Vorlagen zu ihren Bildern findet sie oft in Zeitschriften und den populären Medien, übersetzt dann aber die fotografische Darstellung in Malerei. Ihre oft bleichen Menschenbildnisse berühren unmittelbar und Assoziationen, Erinnerungen und Erwartungen, die bei der Betrachtung entstehen, formen einen Teil der Arbeit Dumas mit. Somit fügt sie der Welt Empfindungen und subjektive Wahrnehmungen hinzu, nicht einfach nur mehr Bilder. Anlässlich der Gestaltung des Altarbilds in der Annenkirche in Dresden zeigt das Albertinum 36 Werke ihrer Serie „Skulls“ (2013-2015), die auf der vergangenen Venedig Biennale zu sehen waren. Teilweise geht diese Serie auf Charlotte Corday zurück, die während der französischen Revolution den Politiker Jean Paul Marat ermordete, daraufhin guillotiniert wurde und deren Schädel zu verschiedenen Experimenten herangezogen wurde. Der Mord an Marat ist ein vielfach in der Kunst aufgegriffenes Motiv, welches durch Dumas Bearbeitung in eine neue Bildsprache überführt, und kontextuell erweitert wird.