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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 4. bis 10. Januar 2016

Von Barock bis Gegenwart, von Europa bis in den Iran, von Malerei bis Stadtplanung geht in dieser Woche die Reise der Sender rund um die Welt der Kunst. Dabei stehen bedeutende Künstler wie Meret Oppenheim und Wassily Kandinsky im Mittelpunkt, aber auch Händler wie Paul Cassirer.

Montag, 4. Januar

16:00 Uhr auf EinsPlus: Die Zeit des Barock ist bekannt für ihre üppigen Architekturen, ihre Musik und ihre Malerei, aber auch für ihre prächtigen Gärten. »Planet Wissen« nimmt in » Das Barock - Epoche großer Widersprüche« die Kulturgeschichte, aber auch die Ereignisse der Zeit und ihren Einfluss auf die Kunst unter die Lupe.

17:00 Uhr auf ARDalpha: Hannah Arendt prägte mit ihren Theorien zur »Banalität des Bösen« die Diskussion um den Nationalsozialismus und seine Aufarbeitung entscheidend mit. Ihr ist eine kleine Dokumentationsreihe gewidmet. Im letzten Teil von »Hannah Arendt — Das Mädchen aus der Fremde« geht es aber nicht um das Böse, sondern um die »Amor Mundi«.

Dienstag, 5. Januar

13:00 Uhr auf SRFinfo: »Die Abenteurer der modernen Kunst: Libertad!« erzählt von der Kunst zwischen Faschismus und Kommunismus um 1930 herum. Intellektuelle, aber auch Künstler geben sich ein Stelldichein und illustrieren die Geschichte und Kunst der Zeit.

16:15 Uhr auf ARDalpha: Die Metropole München hatte Wilhelm Leibl enttäuscht, also zog der Maler 1873 einfach auf’s Land — und fand dort ausdrucksstarke Motive in den Gesichtern der Bauern und Bäuerinnen. Doch der Masler porträtierte sie nicht nur, er lebte mit seiner Umgebung und blieb bis 1900 in der Gegend um Aibling ansässig. »Ich bin der Leibl — Ein Maler unter Bauern« erzählt von dieser Begegnung.

Mittwoch, 6. Januar

11:20 Uhr auf SRF1: Kurt Thut ist eigentlich Architekt, entwarf aber seit den 1950er Jahren auch Möbel für den väterlichen Betrieb, den er schließlich selbst übernahm. Sachlich und funktionell sind seine Möbel, als Vorbilder dienen ihm Designer wie Mies an der Rohe oder Max Bill. »DesignSuisse« stellt ihn vor.

15:55 Uhr auf Arte: Ausgerechnet der Iran besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst weltweit — die aber kaum ausgestellt wird. Auch die Kunstszene des Landes kann sich eigentlich sehen lassen. In der Reihe »Iran im Herzen« erkunden Elnaz Sadoghi und Sarah Doraghi diese beiden Pole der Kunstwelt des Landes.

23:10 Uhr auf 3sat: Frida Kahlo ist nicht nur bis heute die bekannteste Künstlerin Mexikos, sondern verkehrte auch mit großen Namen und fasziniert durch ihr bewegtes Leben. Genug Stoff für einen Spielfilm! Und als ein solcher setzt »Frida« 1926 mit dem lebensverändernden Verkehrsunfall der Künstlerin ein und erzählt ihre Lebensgeschichte bis zu ihrem Tod.

Donnerstag 7. Januar

09:05 Uhr in Deutschlandfunk: Vor 90 Jahren starb Paul Cassirer an den Folgen eines Selbstmordversuchs. Als Kunsthändler, Galerist und Verleger hatte er sich einen Namen gemacht und war der erste Anlaufpunkt der Weimarer Republik, wenn es um den französischen Impressionismus ging. Das »Kalenderblatt« erinnert an ihn.

09:50 Uhr auf Arte: Vor einem Jahr erschütterte das Attentat auf die Redaktion Charlie Hebdo die Welt. Doch was provoziert eigentlich an den Karikaturen? Dieser Frage widmet sich die Dokumentation »Die Karikatur: Kunst und Provokation!« anhand der Geschichte der Karikatur.

Freitag, 8. Januar

00:05 Uhr in Deutschlandradio Kultur: 2016 wird zweifellos das große Jahr des Dada. Auch in Sachen Klangkunst ist dabei einiges zu erleben, wie das Hörspiel »Dadaphon. Hommage à Dada« beweist. In der Reihe »Klangkunst« fragen sich Paul Pörtner und Manfred Niehaus, was Dada heute (noch) bedeutet.

07:40 Uhr auf ZDF Kultur: Alfred Sisley gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Impressionismus und hängt in den Museen der Welt, doch seine Zeitgenossen kannten ihn entweder gar nicht erst oder lehnten seine Werke ab. Der Künstler starb verarmt. »Alfred Sisley — Maler des flüchtigen Augenblicks« würdigt ihn und seine Kunst gebührend.

20:01 Uhr in Deutschlandfunk: »Frühstück im Pelz« ist legendär, sie selbst wohl eine der wichtigsten und zugleich interessantesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Meret Oppenheim. Das Feature »Frühstück im Pelz. Die Welt der Meret Oppenheim« nimmt sie und ihre Kunst unter die Lupe.

Samstag, 9. Januar

05:15 Uhr auf Arte: »Hundert Meisterwerke und ihre Geheimnisse« widmet sich in der letzten Folge einem, der auch noch heute fasziniert: Wassily Kandinsky. In seinem Gemälde »Das bunte Leben« (1907) verbindet er traditionelle Motive der russischen Malerei mit neuen Elementen, die eine Revolution der Kunst erahnen lassen. Die Dokumentation setzt das Werk in den Kontext.

Sonntag, 10. Januar

09:30 Uhr in Deutschlandfunk: Thilo Hilpert ist Architekturhistoriker und setzt sich seit 50 Jahren mit den Anforderungen auseinander, die moderne Stadtplanung erfüllen muss und wie sich Schönheitsempfinden und Funktionalität ergänzen. In der vierteiligen Reihe »Die Stadt planen« erzählt er aus seinen Erfahrungen und stellt einige der zahlreichen Fragen, die sich Stadtplaner stellen.

11:30 Uhr auf Arte: In »Ateliergespräche« können sich die Zuschauer mit einem der einflussreichsten Kuratoren in die Tempel der Kunst begeben: mit Kasper König. In der ersten Folge geht es nach Paris, wo er mit Künstlern ins Gespräch kommt und in ihren Werkstätten ihre Kunst erkundet.

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