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Ausstellung Land in Sicht

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen

Institut für Kunstgeschichte

Lage

Das Institut befindet sich in der neu renovierten Orangerie des Erlangener Schlossgartens.

Fachbereich

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie

Studiengang

Bachelorstudiengang


Der Bachelor of Arts (B.A.) der Kunstgeschichte ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, der nach drei Studienjahren (sechs Semestern) erworben wird. Ab dem Wintersemster 2011/12 beteiligt sich das Fach Kunstgeschichte auch am Teilzeitstudium der Zwei-Fach-Bachelorstudiengänge an der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie. Im modularisierten Zwei-Fach-Bachelorstudiengang ist die Kunstgeschichte entweder als erstes Fach (Hauptfach) oder als zweites Fach (Nebenfach) wählbar. Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester.

  • Die Studierenden beschäftigen sich mit dem Inhalt und der Bedeutung künstlerischer Objekte aller Gattungen (Architektur, Plastik, Malerei, Graphik, Kunstgewerbe, Fotografie, Neue Medien) und aller Epochen vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Darüber hinaus stehen die Kunstschaffenden, die Kunsttheorie und die Rezeptionsgeschichte im Fokus der Lerneinheiten.

  • Das Hauptfach unterscheidet sich vom Nebenfach durch die Abfassung einer Bachelorarbeit. Damit sind im Hauptfach neun und im Nebenfach acht Module (=zeitlich und inhaltlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten mit studienbegleitenden Prüfungen) zu absolvieren.

  • Eine mindestens viertägige Exkursion und ein vier- bis sechswöchiges Praktikum sind nachzuweisen. Außerhalb des Fachstudiums werden weitere, auf Praxiskompetenzen abzielende Studienleistungen erbracht (= Schlüsselqualifikationen).

ERASMUS-Austauschprogramm

Das Institut für Kunstgeschichte unterstützt Studienaufenthalte im Ausland. Partnerschaften im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS bestehen mit folgenden Universitäten:

Université de Poitiers
Universität Bern
Universidad de Oviedo
Universidad de Córdoba
Università Cattolica Milano
Universiteit Leiden

Masterstudiengänge


Der Master of Arts (M.A.) der Kunstgeschichte ist ein wissenschaftlich ausgerichteter Studiengang von viersemestriger Dauer, der sowohl im Winter- wie auch im Sommersemester aufgenommen werden kann und auch als Teilzeitstudiengang angeboten wird. Er gliedert sich in einen verpflichtenden Kernbereich und in die zwei Schwerpunkte „Museumsarbeit“ sowie „Bild- und Medienwissenschaft“, zwischen denen im Sinne einer spezifischen berufsqualifizierenden Orientierung gewählt werden kann.


Kernbereich
Im Kernbereich erwerben die Studierenden vertiefende fachliche Kenntnisse auf dem Gebiet der Geschichte und Analyse der Kunst und der Neuen Medien sowie im Bereich der Quellen, Theorien und Methoden der Kunstgeschichte. Auf Exkursionen ins In- und Ausland werden Schlüsselwerke der Bildenden Kunst in ihrem Kontext diskutiert. Die praxisbezogene Vermittlung künstlerischer Techniken erfolgt in den Werkstätten der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Lerneinheiten zur kunsthistorischen Medienkompetenz und Berufsfeld-Orientierung, zur Kunstkritik und zu aktuellen Forschungsfragen binden die Ausbildung zusätzlich an die Praxis an.
In beiden Schwerpunkten bereitet der Erwerb von Grundlagenkenntnissen der Informatik und von Kompetenzen in den Bereichen der Datenbanken und Multimediasysteme auf die Berufsausübung vor.


Schwerpunkt „Museumsarbeit“
Im Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt „Museumsarbeit“ erhalten die Studierenden berufsorientierte Kenntnisse auf dem Gebiet des Sammlungs- und Ausstellungswesens sowie der Kunstvermittlung. Als exklusiver Kooperationspartner bietet das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg durch Übernahme eines Schwerpunktmoduls Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten eines großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museums. Im Rahmen des durch das Institut vermittelten, vertiefenden Praktikums in einem der namhaften Museen der Region sind die Studierenden aktiv in Routineabläufe und aktuelle Projekte eingebunden.


Schwerpunkt „Bild- und Medienwissenschaft“
Das Schwerpunktstudium „Bild- und Medienwissenschaft“ zielt auf eine theoretisch fundierte Profilierung in den Gebieten Bildmedien und Ästhetik. Untersucht wird die gesamte Bandbreite von der Ur- und Frühgeschichte bis hin zu neuzeitlichen und gegenwärtigen Mediensystemen. Anhand historisch-kritischer und erkenntnistheoretischer Ansätze behandeln die Studierenden fächerübergreifende Fragestellungen. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Lehreinheiten integriert Fachbereiche wie Philosophie, Buchwissenschaft, Theater- und Medienwissenschaft und ermöglicht dadurch eine individuelle Spezialisierung.

Promotionsstudiengang


Die Promotion zum Dr. phil. erfolgt am Institut für Kunstgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg nach einer individuell erbrachten wissenschaftlichen Leistung, bei der die Promovierenden ein strukturiertes Studienprogramm durchlaufen und dabei persönlich von einer Betreuerin/einem Betreuer begleitet werden. Im Zuge dessen werden bestimmte Veranstaltungen besucht, in welchen die Promovierenden unter anderem die Möglichkeit erhalten, ihre Forschungsthemen und -ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Darüber hinaus besteht die Aussicht einer gezielten Förderung durch die Aufnahme in ein Promotionsprogramm der Graduiertenschule der FAU.

Detaillierte Informationen zur Aufnahme und zum Ablauf der derzeitig zur Auswahl stehenden Promotionsprogramme finden Sie unter:

- Promotionsprogramm „Kunstwissenschaftliches Kolloquium“

- Promotionsprogramm „Medien-, Buch- und Bildwissenschaft“ des „Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrums“ an der FAU

- Kolloquium des „Interdisziplinären Zentrums Ästhetische Bildung“

- Kolloquium im Interdisziplinären Zentrum für Mittelalter- und Renaissancestudien

Zulassungsvoraussetzung zum Promotionsstudium ist in der Regel ein erfolgreicher Magister- oder Masterabschluss im Fach Kunstgeschichte. Die Magister- bzw. Masterarbeit muss mindestens mit der Note „gut“ bewertet worden sein. Die Promovierenden suchen mit einem selbst gewählten Dissertationsthema eine Betreuerin bzw. einen Betreuer, mit der/dem die Fragestellungen konkretisiert werden. Nach erfolgreicher Abfassung der Dissertation ist deren Veröffentlichung erforderlich.

Die Einschreibung als Promotionsstudentin/Promotionsstudent ist für die Dauer von bis zu drei Jahren ohne Erhebung von Studienbeiträgen möglich, jedoch nicht verpflichtend. Unabhängig von der Immatrikulation sollten alle Promovierenden ihr Promotionsvorhaben in der Promovierenden-Datenbank der FAU registrieren lassen.

Einzelheiten zu Vorraussetzungen, zur Prüfungsordnung und Verfahren finden Sie in der Promotionsordnung der FAU Erlangen-Nürnberg.

Voraussetzungen

Die Kunstgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg ist ein Fach ohne Zulassungsbeschränkungen. Daher genügt für die Aufnahme des Bachelorstudiengangs die Allgemeine Hochschulreife, durch die auch die Kenntnis zweier Fremdsprachen nachzuweisen ist.

Den Zugang zum Masterstudiengang Kunstgeschichte ermöglicht sowohl ein Studienabschluss in einem kunsthistorischen als auch in einem wissenschaftlich verwandten Fach. Hierzu zählen zum Beispiel Kunstpädagogik, Freie Kunst, Theater- und Medienwissenschaft, Design oder Architektur. Ist der erste Studienabschluss nicht Kunstgeschichte, sind gegebenenfalls bestimmte Vorkenntnisse nachträglich zu erwerben.
Die Gesamtnote des qualifizierenden Abschlusses sollte mindestens 2,5 betragen. BewerberInnen, deren Abschluss in einer anderen Fachrichtung erfolgt ist oder deren Gesamtnote zwischen 2,51 und 3,0 liegt, haben die Möglichkeit, an einem Auswahlgespräch teilzunehmen. Die zur Zulassung vorausgesetzte Kenntnis zweier Fremdsprachen kann durch das Abiturzeugnis nachgewiesen werden. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Portal „Move In“ unter: http://www.master.uni-erlangen.de

Struktur

  • 3 Professuren
  • 1 Honorarprofessor
  • 2 Außerplanmäßige Professoren
  • 1 ½ Assistenzen
  • 2 Lehrpersonen für besondere Aufgaben
  • 2 wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Lehrbeauftragte
  • 1 Mediengestalterin
  • 1 Sekretärin
  • 1 wissenschaftliche Hilfskraft
  • ca. 10 studentische Hilfskräfte
  • ca. 200 Studierende im Haupt- und Nebenfach
  • Fachschaft

Profs

  • Prof. Dr. Karl Möseneder
  • Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks
  • Prof. Dr. Hans Dickel
  • Prof. Dr. Sibylle Appuhn-Radtke (Privatdozentin)
  • Prof. Dr. Doris Gerstl (außerplanmäßige Professorin)
  • Prof. Dr. Christian Hecht (außerplanmäßiger Professor)
  • Prof. Dr. Vincent Mayr (Honorarprofessor)

Lehrende

  • Dr. Anja Grebe
  • Dr. Bettina Keller
  • Dr. Thomas Schauerte
  • Dr. Eva Wattolik
  • Dipl.-Ing. Thomas Wenderoth
  • Dajana Böhm M.A.
  • Maren Dembski M.A.
  • Ingrid Nirschl M.A.

Schwerpunkte

Das Studienfach Kunstgeschichte umfasst die abendländische Kunst vom Übergang der Spätantike zum Frühen Christentum bis in die Gegenwart. Die drei am Erlanger Institut bestehenden Professuren decken diese zeitliche Spanne mit Schwerpunkten in den Bereichen Mittelalter, Renaissance, Barock und Moderne ab. Andere Schwerpunkte wie Neue Medien, Fotografie, Film- und Medienkunst, Methodologie und Museologie, die das besondere Profil der Kunstgeschichte am Erlanger Institut ausmachen und sich auch in der Schwerpunktbildung des Masterstudiengangs abzeichnen, kommen hinzu. Traditionell ist eine besondere Ausrichtung auf die deutsche und österreichische, italienische und französische Kunst gegeben. Der Schwerpunkt auf der deutschen Kunst liegt vor allem auch in den herausragenden Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg begründet. Institut und Museum kooperieren über Lehraufträge und Forschungsarbeiten.

Bei der Wahl der Nebenfächer, die aus dem ganzen Spektrum der Philosophischen Fakultäten gewählt werden können, bietet die Universität Erlangen-Nürnberg einige Besonderheiten So ist hier das Fach Buchwissenschaft vertreten und die Theater- und Medienwissenschaft, mit denen die Kunstgeschichte im Department Medienwissenschaften und Kunstgeschichte vereint ist und die das Fach auch im Hinblick auf das angestrebte Berufsziel in verschiedenen Richtungen ergänzen und bereichern.

Projekte

  • Interdisziplinäres DFG-Projekt (Ra 410/9-1): „Die ‚Melusine’ des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von ca. 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert. Buch, Text und Bild“
  • "Nordeuropäische Zeichnungen der Spätgotik in der Universitätsbibliothek Erlangen" gefördert von der Getty-Foundation, Los Angeles
  • Zwischen Dürer und Raffael - Bildserien Nürnberger Kleinmeister in der Graphischen Sammlung der Universitätsbibliothek Erlangen
  • Paracelsus und die Bilder. Über Glauben, Magie und Astrologie im Reformationszeitalter
  • Edition und Kommentierung von Adalbert Stifters „Schriften zur Kunst“

Ausstattung

Die ca. 20.000 Bände umfassende Bibliothek, die auch Zeitschriften und Jahrbücher laufend bezieht, ist eine Präsenzbibliothek, welche die Ausleihe der Bücher unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Umfassende Ergänzungen bietet darüber hinaus die unweit gelegene Universitätsbibliothek, die in ihrem Altbau zudem eine bedeutende Sammlung von Druckgraphiken (siehe hierzu die Publikationen des Instituts: Kat. Ausst. Zeichnen vor Dürer. Die Zeichnungen des 14. und 15. Jahrhunderts in der Universitätsbibliothek Erlangen. Hrsg. v. Hans Dickel. Petersberg 2009 und Kat. Ausst. Zwischen Dürer und Raffael – Graphikserien Nürnberger Kleinmeister. Hrsg. v. Karl Möseneder. Petersberg 2010). beherbergt. Die Diathek mit etwa 190.000 Diapositiven, die Photothek mit etwa 50.000 Photographien und Abbildungen und die Digitalisierungsabteilung stehen den Studierenden für Ausleihen und Scannbestellungen ebenso zur Verfügung wie „Prometheus“, das digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre.

Geschichte

Das kunsthistorische Seminar der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Bereits kurz nach der universitären Etablierung des Faches im Jahre 1900 wurden die Räumlichkeiten im Ostflügel der Orangerie im Schlossgarten bezogen, die bis heute der Sitz des Institutes sind. Derzeit hat Prof. Dr. Karl Möseneder als Ordinarius das Instituts für Kunstgeschichte inne.