Institut für Kunstwissenschaft und Medientheorie
Die HfG ist im Herzen der Stadt in einem historischen Industriebau untergebracht. Der 320 Meter lange Hallenbau ist nicht zu übersehen. Im gleichen Gebäude ist auch das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) untergebracht. Eingänge befinden sich an der Westseite (Lorenzstraße) und Ostseite (Brauerstraße).
Wegbeschreibung auf der HfG-Webseite
Öffnungszeiten
Semesterzeit: Mo bis Fr 08-22 Uhr, Sa 08-13 Uhr
Vorlesungsfreie Zeit: Mo bis Fr 09-19 Uhr
Sekretariat Kunstwissenschaften und Medientheorie
Ellen Mai, Helga Immer
Tel.: 0721-8203-2275
Fax: 0721-8203-2276
Sprechzeiten: Mo bis Fr 09-11 Uhr
Kunstwissenschaft und Medientheorie
Magisterstudiengang (M.A.) und Promotionsmöglichkeit.
Der an der HfG erworbene ‚Magister Artium’ ist dem universitären Abschluss ‚Master of Arts’ gleichwertig und wird heute und in Zukunft international anerkannt. Der Magisterstudiengang ‚Kunstwissenschaft und Medientheorie’ umfasst eine Regelstudienzeit von 9 Semestern und ist in zwei große, etwa gleichlange Abschnitte geteilt: Grundstudium und Hauptstudium. Beide Etappen werden mit einer Prüfung abgeschlossen – der Zwischenprüfung und dem Magister. Aufbauend auf dem Magisterexamen ist die Promotion (Dr. phil.) in den Fächern ‚Kunstwissenschaft und Medientheorie’ sowie ‚Philosophie und Ästhetik’ möglich.
Allgemeine Hochschulreife. Die HfG Karlsruhe ist keine Fachhochschule. BewerberInnen mit Fachhochschulreife können deshalb leider nicht zur Aufnahmeprüfung zugelassen werden.
Aufnahmeprüfung
Abgabe eines Essays zu einem beliebigen kunstwissenschaftlichen Thema im ersten Schritt; persönliches Vorstellungsgespräch im zweiten Schritt.
Hauptfach 'Kunstwissenschaften und Medientheorie'
+ praktisches Nebenfach
+ theoretisches Nebenfach
praktisches Nebenfach
Ein struktureller Unterschied des Kunstwissenschaftsstudiengangs an der HfG zur Kunstgeschichte an der Universität besteht in der Wahl eines praktischen Nebenfachs aus den Bereichen Medienkunst, Kommunikationsdesign, Produktdesign oder Ausstellungsdesign/ Szenografie. Ob das Studium der Kunstwissenschaft in Verbindung mit Ausstellungsdesign auf eine kuratorische Tätigkeit hin erweitert wird, ob es in Kombination mit einem Bereich der Medienkunst auf eine spezialisierte Auseinandersetzung mit Film, Fotografie oder der Kunst der Neuen Medien hinführt oder ob sich eigene gestalterische Ambitionen in der Wahl eines Design-Nebenfachs ausdrücken… Dies zu entscheiden und aus solchen interdisziplinären Bezügen ein ganz persönliches Studienprofil zu entwickeln bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen.
theoretisches Nebenfach
Neben einem praktischen Nebenfach sieht das Studium der Kunstwissenschaften an der HfG außerdem die Wahl eines Theorienebenfachs vor. Der an der HfG vertretene Fachbereich 'Philosophie und Ästhetik' bildet durch seine kunstphilosophische, medientheoretische Ausrichtung eine ideale Ergänzung zum Studium der Kunstwissenschaft. Mit seinem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Philosophie und Ästhetik stellt der Philosophie-Studiengang an der HfG in Deutschland eine Besonderheit dar. Alternativ zur Philosophie kann aber ebensogut ein geisteswissenschaftliches Nebenfach an der Universität Karlsruhe (KIT) gewählt werden, mit der die HfG einen Kooperationsvertrag unterhält.
Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Prof. Dr. Beat Wyss
Dr. Daniel Hornuff, Sebastian Baden (M.A.)
Da das Konzept der HfG den Einsatz von wechselnden GastprofessorInnen und LehrbeauftragtInnen vorsieht, entnehmen Sie die aktuelle personelle Besetzung bitte unserer Fachbereichs-Website.
Der Studiengang ‚Kunstwissenschaft und Medientheorie’ an der HfG ähnelt dem Fach Kunstgeschichte an den Universitäten. Es bestehen jedoch wesentliche inhaltliche und formale Unterschiede.
Eine Besonderheit des Studienfachs Kunstwissenschaft gegenüber der klassischen Kunstgeschichte liegt in ihrem Schwerpunkt auf der Kunst der Moderne und Gegenwart. Aufbauend auf ein kunsthistorisches Fundament richtet sich das Hauptaugenmerk des Studiengangs auf die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts (von den frühen Anfängen der künstlerischen Moderne, über die Avantgarden bis zur Postmoderne). Das Studium vermittelt auf diesem Wege Kompetenzen und Methoden, mit denen sich auch die jüngsten Phänomene der zeitgenössischen Kunst kunstkritisch erfassen lassen.
Ergänzend bilden kunstsoziologische und kunstökonomische Themen einen großen Anteil im Lehrangebot. Von der wachsenden Bedeutung der Massenmedien ausgehend können auch Phänomene jenseits von Kunst und ‚Hochkultur’ untersucht werden (wie zum Beispiel die Bildwelten der Massenmedien oder die Warenästhetik der Konsumkultur) und medientheoretische oder bildwissenschaftliche Fragen behandelt werden. Im Unterschied zu den meisten kunsthistorischen Instituten nimmt in den Kunstwissenschaften der HfG außerdem die Ideen- und Toposgeschichte der Kunsttheorie einen deutlich höheren Stellenwert ein.
Informationen zu 'News' und Projekten finden Sie auf der allgemeinen Website der HfG und unserer Fachbereichs-Website.
Die HfG Karlsruhe verfügt über neuestes technisches Equipment und bietet insbesondere mit der benachbarten Mediathek des Zentrums für Kunst und Medientechnologie sehr gute Literatur-Recherchemöglichkeiten.
Die 1992 von Heinrich Klotz gegründete Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe ist eine interdisziplinäre Reformhochschule. Die seit jeher renommierte Professorenschaft der Hochschule steht für eine ausgezeichnete Qualität der Lehre. Einerseits sorgt ein kleiner Stamm langfristig gebundener Professoren für die notwendige Kontinuität. Andererseits wird das Lehrangebot der Hochschule durch zahlreiche Gastprofessuren und die Einladung internationaler Künstler und Theoretiker zu Gastvorträgen und Workshops immer wieder durch neue Impulse bereichert. Dies fördert die internationale Netzwerkbildung von Lehrenden und Studenten auch über die Hochschule hinaus.
Mit rund 400 Studierenden ist die HfG vergleichsweise klein. Das spricht für ausgezeichnete Studienbedingungen und eine ideale Betreuungsquote: Nur selten teilen sich mehr als 30 Studenten die Aufmerksamkeit eines Professors. Diese Nähe zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglicht eine intensive Betreuung, fördert den persönlichen Austausch und bietet die besten Voraussetzungen für ein produktives Studium.
Ebenso einmalige Voraussetzungen für eine kunsttheoretische Auseinandersetzung mit der jungen Gattung ‚Medienkunst’ sind ferner durch die enge Zusammenarbeit der Hochschule für Gestaltung mit dem namhaften Zentrum für Kunst und Medientechnologie | ZKM gegeben, die beide unter demselben Dach angesiedelt sind: Eine Kooperation, die Heinrich Klotz als gemeinsamer Gründungsdirektor von HfG und ZKM in der Konzeption der Hochschule verankert hat und von der unsere Studenten bis heute profitieren – nicht nur wenn es um die Realisierung großer gemeinsamer Studienprojekte geht, sondern auch hinsichtlich der zahlreichen internationalen Konferenzen, die jedes Jahr Größen aus Kunst, Philosophie und Technologie an das Karlsruher ZKM lockt.
Dies sind einige der Gründe weshalb der Wissenschaftsrat in seinem Evaluationsbericht des Jahres 2008 der Hochschule für Gestaltung ein „ausgezeichnetes Ausbildungskonzept“ bescheinigt hat.
Die Forschungsschwerpunkte der Kunstwissenschaft auf moderner und zeitgenössischer Kunst, sowie auf massenmedialen Phänomenen sind an deutschen Hochschulen eine Besonderheit. Zusammen mit der Gestaltungsfreiheit des Studiums und dem sehr guten Betreuungsverhältnis durch eine renommierte Professorenschaft bietet die Kunstwissenschaft an der HfG Karlsruhe einmalige Studienbedingungen.