Termin

Kulturbilder aus China -100 Jahre deutsche Sinologie. Sammlungen und Werke von Otto Franke (1863-1946)

Ausstellung 15.01.2010–05.04.2010

Museum für Asiatische Kunst, Berlin, Deutschland

Im Mai 1909 wurde am Hamburger Kolonialinstitut der erste deutsche
Lehrstuhl für „Sprachen und Geschichte Ostasiens“ eingerichtet und mit dem
Sinologen Otto Franke (1863-1946) besetzt, der seine Tätigkeit am 1. Januar
1910 aufnahm. Dies war die Geburtsstunde der institutionellen Chinawissenschaft in Deutschland. Die Ausstellung aus diesem Anlaß ist dem Leben und Werk des Nestors der deutschen Sinologie, Otto Franke gewidmet, der zu der ersten Generation deutscher Chinawissenschaftler gehörte, die China aus
eigener Anschauung kannten.

Der Lebensweg von Otto Franke in ‚Zwei Welten’ wird im ersten Teil der
Ausstellung durch zahlreiche Exponate vorrangig aus Familienbesitz
nachgezeichnet. Dazu zählt auch eine wissenschaftshistorische Würdigung
Frankes, die vor allem sein Lebenswerk, die fünfbändige Geschichte des
chinesischen Reiches einschließt.

Im Nachlaß von Otto Franke fanden sich auch zahlreiche Fotoalben und
Tagebücher zu seinen Reisen durch Ostasien, von denen eine Auswahl im
zweiten Teil der Ausstellung zu sehen ist.

Im dritten Teil wird eine Auswahl jener von Otto Franke als ‚Kulturbilder’
bezeichneten, mit Tusche und Farben auf Papier ausgeführten chinesischen
Malereien präsentiert, die vielfältige Motive des chinesischen Alltagslebens
zum Gegenstand haben und jeweils mit erläuternden Texten versehen sind.
Solche Serien wurden meist in Werkstätten von anonymen Künstlern
angefertigt. Variabel einzusetzende Schablonen und Zeichenvorlagen
vereinfachten die Herstellung in größerer Stückzahl.

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