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"eggy wax" Arbeiten von Hector Kirschtal. Galerie Melike Bilir Hamburg, bis 26. März 2010

Mit "eggy wax" präsentiert die Galerie Melike Bilir die Arbeiten des 1974 geborenen Künstlers Hector Kirschtal, der 2008 an der Hochschule für Bildende Künste sein Diplom bei Professor Werner Büttner und Professor Norbert Schwontkowski absolvierte. In seiner farbintensiven Malerei gelingt dem Künstler der Spagat zwischen experimentierfreudiger Abstraktion und verspielter Gegenständlichkeit, so dass der Betrachter zum genauen Hinsehen aufgefordert wird. Verena Paul hat die Ausstellung für PKG gesehen.

Mit \"eggy wax\" präsentiert die Galerie Melike Bilir die Arbeiten des 1974 geborenen Künstlers Hector Kirschtal, der 2008 an der Hochschule für Bildende Künste sein Diplom bei Professor Werner Büttner und Professor Norbert Schwontkowski absolvierte. In seiner farbintensiven Malerei gelingt dem Künstler der Spagat zwischen experimentierfreudiger Abstraktion und verspielter Gegenständlichkeit, so dass der Betrachter zum genauen Hinsehen aufgefordert wird. Verena Paul hat die Ausstellung für PKG gesehen.
Die Galerie Melike Bilir begann 2007 (damals noch \"Walk of Fame\") als Ausstellungsraum in leerstehenden Ladenräumen am Eingang zum Kino Metropolis in der Hamburger Innenstadt. Mit jeweils parallel laufenden Ausstellungen wurden dort innerhalb von eineinhalb Jahren über 20 Ausstellungen mit 40 überwiegend Hamburger KünstlerInnen organisiert. Nachdem sowohl die Räume des Kinos als auch die Ladengeschäfte einem modernen Komplex weichen mussten, etablierte sich Walk Of Fame 2009 in St. Georg.
2010 änderte sich der Standort erneut und aus Walk of Fame wurde die Galerie Melike Bilir. Mit dem Ortswechsel zum Klosterwall 4 rückte die Galerie in unmittelbare Nähe zum Hamburger Kunstverein, dem Kunsthaus Hamburg und den Deichtorhallen, dort treffen wir heute auch auf die Malerei und Objektkunst des 1974 in Eutin geborenen und gegenwärtig in Hamburg lebenden Künstlers Hector Kirschtal.
Kirschtals Malerei gibt sich farbenprächtig, ornamental verspielt und zugleich mit figürlichen Anklägen versehen. Dabei spielt der Künstler nicht selten mit dem Thema der Theaterbühne, die er mit Lichtspielen und pompösen Vorhängen wie einen Rahmen um seine Sujets aufbaut. So erwachsen ovale Formationen zu sich umarmenden Gestalten oder verschmelzen Farbtupfer zu einer Menschenmenge. Doch etwas irritiert den Betrachter bei jenen Arbeiten: Es ist nichts geschönt und keineswegs eine Hommage an \"die Bretter, die die Welt bedeuten\". Vielmehr wird ein ironisch gebrochener Blick auf den Bühnenraum geworfen, der sich nicht lustig macht, sondern mit kritischem Auge das Szenario beobachtet.
Fazit: Eine erfrischende und zugleich nachdenklich stimmende Ausstellung, die bei einem Hamburgbesuch auf jeden Fall eingeplant werden sollte!

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