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Ai Weiwei an der Universität der Künste in Berlin

Studierende der UdK Berlin können sich freuen: bald werden sie vom chinesischen Künstler Ai Weiwei sie unterrichtet!

Ai Weiwei und Prof. Martin Renner machen ein Selfie. © Foto: UdK Berlin
Ai Weiwei und Prof. Martin Renner machen ein Selfie. © Foto: UdK Berlin

Ab dem Wintersemester 2015/16 soll Ai Weiwei nun also Mitglied der Universität der Künste in Berlin sein – als Gastprofessor. Die Idee ist dabei nicht neu: schon 2011 hatte die Hochschule dem Künstler wenige Tage nach seiner Inhaftierung eine Gastprofessur der Einstein Stiftung Berlin angeboten, die er aber freilich nicht hatte antreten können. Nichtsdestotrotz hat man den Plan im Auge behalten und kann ihn wohl nun bald umsetzen. Für drei Jahre soll Ai dann in Berlin unterrichten.

In einem ersten Gespräch am Dienstag diskutierten Ai Weiwei und der Rektor der UdK, Prof. Martin Rennert, die Idee einer offenen Klasse, die Studenten verschiedener Fachrichtungen zugänglich sein soll. Der Grund: »Ai Weiwei arbeitet in vielen Disziplinen und ist prominent etwa als Bildhauer, Performance-Künstler, Filmemacher und Architekt hervorgetreten, also wollen wir hier keine Schranken errichten«, so Renner. »Die Lehrveranstaltungen werden sich daher nicht nur an Studierende der Bildenden Künste, sondern etwa auch an Architektinnen, Medienkünstler und Studenten der Visuellen Kommunikation richten, sowie an die Stipendiaten der Graduiertenschule der UdK.“ Auch eine öffentliche Antrittsvorlesung steht zur Debatte.

Nachdem der Künstler am 22. Juli 2015 seinen Pass zurückerhalten hatte, war er nach Deutschland geflogen und hält sich seitdem in Berlin auf. Nachdem er 2011 inhaftiert worden war, lebte Ai Weiwei lange im Hausarrest. Während er in China bis vor kurzem keine Ausstellungen realisieren konnte, wurde er insbesondere in der westlichen Welt für seine Kunst gefeiert.

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