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Altarbild junger KünstlerInnen wird in der Kölner Kirche Sankt Gereon am Ostersonntag feierlich enthüllt.

Das größte Altarbild der Gegenwart mit Szenen aus der Kölner Nachkriegszeit wird während der Ostermesse am Ostersonntag in der Kirche Sankt Gereon vorgestellt.

Fringsaltar©nws
Fringsaltar©nws

Berühmte Kölner wie Kardinal Frings, Heinrich Böll und Willy Millowitsch erfahren zum ersten Mal im kirchlichen Rahmen eine monumentale bildliche Würdigung. Ort und Zeit der Handlungen auf den 10 Bildtafeln des "Fringsaltar" (5 x 4,5 m) sind Köln und seine frühe Nachkriegszeit, wobei ebenfalls die oft vergessenen Leidtragenden des Krieges, die trauernden Mütter, Schwestern und die Trümmerfrauen dargestellt und endlich gewürdigt werden. Die Bildtafeln variieren das österliche Thema der Vergebung und Auferstehung und inszenieren die Tugenden der Güte, Milde und Nachsicht.

Das Altarbild ist nach dem Vorbild eines klassischen Triptychons komponiert, in seinem Zentrum steht die zertrümmerte Kirche Sankt Gereon, umrahmt von Darstellungen des zerbombten Bahnhofs, der Eifel, der Kirche Sankt Alban, die aus den Trümmern erbaut wurde, sowie des Traditionsbrauhauses Päffgen, das trotz seiner Zerstörung schon 1948 wieder eröffnet wurde.

Die Bildtafeln werden von Balken einer kürzlich eingestürzten mittelalterlichen Burg getragen, der Wasserburg in Niederroßla bei Weimar. So ist der Altar selbst ebenfalls ein Neubau aus den Trümmern der Vergangenheit.

Der Altar wurde von den jungen Weimarer Künstlern Julia Langer, Jasmin Kleingärtner, Egor Romanov und Katja Triol - der Künstlergruppe "Neue Weimarer Schule"  geschaffen, mit diesem Großgemälde treten sie erstmals ins Licht einer großen Öffentlichkeit. Spiritus Rektor dieser Gruppe junger KünstlerInnen ist Achim Preiß (Bauhaus Universität).