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Berliner Kunstgewerbemuseum feiert Wiedereröffnung

Nach zwei Jahren Schließung feiert das älteste Kunstgewerbemuseum Deutschlands am 21. November 2014 seine Wiedereröffnung mit einem neuen Ausstellungsschwerpunkt: Mode.

130 Kostüme in schlichten Vitrinen hat Sabine Thümmler, seit 2010 Chefin des Museum, laut Berliner Morgenpost für die Modegalerie im Eingangsbereich ausgesucht. Man flaniert wie an Schaufenstern entlang, vorbei an den berühmten Couturiers Paul Poiret, Elsa Schiaparelli und Christian Dior. Hinzu kommen die passenden Accessoires. Dem Design widmet das Museum künftig eine eigene Ausstellungsebene im Basement, wo Bauhausklassiker ebenso vertreten sind, wie Entwürfe von Stardesignern, beispielsweise Ettore Sottsass, Philippe Starck oder Konstantin Grcic. Wechselnde Sonderausstellungen rund um die Themen Mode und Design sollen zudem Berlins Ruf als Modestadt unterstützen und die Metropole in die ersehnte „erste Reihe“ der Haute Couture bringen, so die Pressemitteilung.

Dazu wurde ein neues Wegeleitsystem im Innern des Hauses ersonnen. Superzeichen und detaillierte Hinweise lassen den Besucher auf einem Blick erkennen, an welcher Stelle er sich befindet und wohin er gehen möchte. Im Haus werden verschiedene Rundgänge angeboten: Im Basement Design, im Erdgeschoss die Schatzkunst des Mittelalters und der Renaissance, im Eingangsgeschoß die Mode und im Obergeschoß die luxuriösen Objektgruppen der Renaissance, des Barocks und Rokoko bis hin zum Historismus, Jugendstil und Art Déco. Das mit der Renovierung beauftragte Architekturbüro Kuehn Malvezzi hat nur minimalistisch in das Innere des 1966 nach Entwürfen von Rolf Gutbrod gebauten Hauses eingegriffen. Neben einem vereinfachten Eingangsfoyer mit kubischen Elementen wurde auch das Treppenhaus durch die großzügige Ummantelung der waagerechten Treppenelemente vereinheitlicht. Neue Präsentationsmöglichkeiten für die Bestände der Abteilungen bieten raumbildende Einbauten im Untergeschoss und Bühnen in den Möbel-Kabinetten.