Buchrezensionen

Bernd Roeck: Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance. C.H. Beck 2017

Titel können in die Irre führen. Denn anders, als es der Untertitel verspricht, ist das sehr umfangreiche Werk des Zürcher Historikers Bernd Roeck keine Geschichte der Renaissance, sondern allenfalls eine Geschichte vieler Renaissancen. Stefan Diebitz hat mehr als tausend Seiten eifrig studiert.

Was erwartet der Leser von einer »Geschichte der Renaissance«? Ganz gleich, ob der Humanismus oder die Religion, die politische Geschichte oder die Kunst im Mittelpunkt steht, auf jeden Fall muss und wird er denken, dass sich der Focus ganz und gar auf die Achsenzeit um 1500 richtet. Oder richten sollte. Und eben das ist bei dem Folianten Bernd Roecks keineswegs der Fall. Von seinem Leser fordert dieser Autor enorm viel Geduld und ordentlich Sitzfleisch, denn erst auf Seite 450 nähert er sich seinem eigentlichen Ziel, wenn die Erzählung sich endlich mit dem 15. Jahrhundert und damit der Vor-Renaissance beschäftigt. Und der Behandlung der eigentlichen Renaissance folgt auf den letzten zwei-, dreihundert Seiten die Behandlung der frühen Neuzeit, die fast bis zur Moderne reicht.

Das Büchlein hat 1181 Seiten Text, und das Literaturverzeichnis, obwohl in einer kleineren Type gedruckt, umfasst immer noch 56 Seiten. In der »Zeit« hat Herfried Münkler angesichts des gewaltigen Umfangs in seiner Rezension ein, wie ich finde, ziemlich vergiftetes Lob ausgesprochen, als er mit der Bemerkung schloss, man brauche das dicke Buch ja nicht unbedingt von vorne bis hinten durchzulesen, sondern könne »aus ihm auch Gewinn ziehen, wenn man […] sich auf einzelne Kapitel konzentriert.« Dieser Ratschlag spricht dem Buch die innere Geschlossenheit ab und stuft es damit zu einem Nachschlagewerk herab.

Der so viel schmalere Klassiker Jacob Burckhardts, schon 1860 erschienen und bis heute in billigen Ausgaben weit verbreitet, gilt Italien und der italienischen Renaissance; Deutschland, ja selbst Frankreich oder Spanien kommen allenfalls am Rande vor. Und das lässt sich auch leicht begründen, denn nicht allein, dass die bedeutendsten Kunstwerke der Epoche in Italien entstanden, sondern sie sind auch von grundsätzlich anderer Art. Man kann natürlich Renaissancebauten in Krakau, ja noch in Vilnius und sogar in Moskau entdecken, aber die bildende Kunst hat sich deutlich unterschieden.

Sowohl zeitlich als auch geografisch hat der Autor das Gebiet der Renaissance also weit und vielleicht über Gebühr ausgedehnt. So lässt er tatsächlich zunächst das gesamte Altertum unter dem Titel »Eurasien und das griechisch-römische Erbe« Revue passieren und vergisst auch nicht die arabische, ja sogar die chinesische Kultur, bis er sich ab Seite 166 unter dem Titel »Entfaltung der Möglichkeiten« der Geschichte des hohen Mittelalters zuwendet. Roeck ist nicht allein sehr gelehrt, sondern auch ein begabter Autor, der flüssig und interessant zu erzählen weiß, und weil das Buch mit auffallender Sorgfalt lektoriert wurde, ist die Lektüre auf weiten Strecken ein Vergnügen. Trotzdem stellt sich hier eine Frage:

War oder ist ein derartiger Anlauf wirklich notwendig, um die Vorgänge der Renaissance verständlich zu machen? Muss man – zum wievielten Mal eigentlich? – die Positionen der ionischen Naturphilosophie aufgezählt bekommen, um sich mit dem Humanismus und den Anfängen der modernen Naturwissenschaft beschäftigen zu können? Und wenn das wirklich notwendig sein sollte: Wäre dann nicht eine andere Darstellung angebracht gewesen, eine weniger lineare, die ganz am allerersten Anfang beginnt, um sich dann über fast zwei Jahrtausende im Schneckentempo auf die Epochenschwelle zuzubewegen, auf die es dem Autor wie dem Leser ankommt? Wäre es nicht geschickter gewesen, Reminiszenzen auf Früheres einzuflechten, falls sich die Notwendigkeit eines Rückgriffes ergibt? Auf die Naturphilosophie der allerersten Zeit geht Roeck übrigens später an keiner Stelle ein – er braucht sie überhaupt nicht.

Wie weit der Begriff der Renaissance vom Autor gefasst wird, zeigt dieses Zitat aus seinem »Epilog«: »Erste Beschwörungsversuche des Alten […] unternahmen die Karolinger, zaghafte die Ottonen, kräftigere die Staufer; spätestens mit dem 12. Jahrhundert war der antike Wiedergänger so gut wie omnipräsent in Europa, um nun zu riesenhafter Dimension aufzuwachsen.«

Auch räumlich sieht sich das Gebiet der Renaissance über alle Maßen ausgedehnt – sogar China und Japan kommen vor, ebenso wie der islamische Raum. Ganz unbegründet ist ein solches Vorgehen natürlich nicht, denn ein Vergleich mit diesen Gebieten kann ja vielleicht zeigen, warum das technische Wissen in Europa explodierte und es der europäische Imperialismus war, der die Welt eroberte, nicht etwa das Reich der Mitte, das nur wenige Jahrhunderte zuvor noch dem Westen überlegen gewesen war. Am Ende seines Werkes kommt Roeck unter dem Titel »Archäologie des Neuen« eben auf diese Fragen ausführlich zu sprechen. Offensichtlich gilt das Interesse des Historikers vor allem dieser Frage. Eben deshalb ist es eine Weltgeschichte Europas, keine Geschichte der Renaissance. Die Abschlusskapitel sind eine Tour d’Horizon, in welchen der Autor zu erklären versucht, warum Afrika oder Fernost nicht die Vormachtstellung Europas zu erreichen vermochten. Auch in diesen Kapiteln kommt der Begriff »Renaissance« immer wieder vor, aber es gibt tatsächlich keinerlei Zusammenhang mit der gleichnamigen europäischen Epoche. Im Grunde ist das Buch eine extrem ausschweifende Reflexion über die Voraussetzungen der europäischen Moderne, und die Renaissance ist darin nur eine Episode.

So ist der Untertitel geradezu verkehrt und irreführend, und er wäre es selbst dann, wenn man die weltpolitischen Kapitel streichen würde. Wenn der Autor, um ein Beispiel zu bringen, über die Kirche »Il Gesú« in Rom schreibt und sie als »Europas erstes Ensemblekunstwerk« bezeichnet, dann verschweigt er, dass es sich um eine barocke Kirche handelt, ja so etwas wie die Mutter aller Barockkirchen, und deshalb kann sie nicht ernsthaft »in der Geschichte der katholischen Renaissance einen besonderen Stellenwert beanspruchen« – allenfalls in der Geschichte der Gegenreformation, denn es handelt sich schließlich um eine Art Stammhaus des Jesuitenordens.

Eine bemerkenswerte Studie zum Ost-West-Vergleich hat 2008 im selben Verlag Hans Belting unter dem Titel »Florenz und Bagdad« vorgelegt. Eine wichtige Adresse in seiner Studie ist der Araber Alhazen, dessen Theorie des Sehens den europäischen Theorien entgegengestellt wird. In seinem Buch analysiert Belting sorgfältig die Rolle der Perspektive und zeigt an ihr die gewaltigen Unterschiede zwischen Orient und Okzident, die sich keinesfalls auf die bildende Kunst beschränken, wohl aber in ihr zum Ausdruck kommen. Seine sehr focussierten Überlegungen könnten als ein Fundament für weiterführende Überlegungen dienen, denn sie legen den Gedanken nahe, dass es entgegen unserem Vorurteil gar nicht das Altertum war, auf das es der Renaissance ankam, sondern dass es sich um die Entdeckung der zeitlichen und räumlichen Tiefe handelt, die paradoxerweise in die Aufwertung des Individuums und der Nation mündet.

Die Künstler und Literaten der Zeit hätten also auch eine andere Vorgeschichte ins Auge fassen können, und wirklich wird bei manchen deutschen Bildern dieser Zeit nicht etwa eine glanzerfüllte römische Vergangenheit beschworen, sondern aus germanischen Urwäldern tauchen »wilde Leute« auf, und auch die Landschaften lassen an eine ganz andere Tiefe als die der antiken Vergangenheit denken. Wenn Dürer von »wiedererwaxung« spricht, weiß man deshalb gar nicht so genau, auf welche Epoche dieser Begriff zielt. Roeck dagegen ist hier ganz entschieden: »Renaissance«, so stellt er eingangs fest, »das heißt: Antikes in Fülle aufgreifen, es weiterdenken, Neues daraus entwickeln, schließlich das Alte überwinden.« Später zitiert er den englischen Dichter Geoffrey Chaucer, der Renaissance als »new science« definierte, die aus »old bokes« stamme. Aber griechisch oder römisch mussten sie vielleicht gar nicht sein, und in weiten Teilen Europas waren sie es auch nicht. Überspitzt ausgedrückt: Eine andere als eine italienische Renaissance gab es gar nicht.

An nicht wenigen Stellen möchte man tatsächlich einen Missbrauch des Begriffes tadeln, zum Beispiel, wenn Roeck über ein »Stück seltsamer russischer Renaissance« schreibt und zur Illustration die Leibwächter Iwans des Schrecklichen schildert, die Opritschniki: »Von den Zügeln ihrer Pferde baumelten Hundeschädel, und Reisigbündel umwanden ihre Peitschen gleich den Herrschaftszeichen altrömischer Liktoren«. Wie man hier sieht, war auch Russland darum bemüht, sich auf eine (wahrscheinlich erdichtete) Vergangenheit zu berufen, nur war diese Vergangenheit natürlich eine ganz und gar andere als jene der italienischen Renaissance. An späterer Stelle schreibt Roeck selbst, dass den Russen die »antike Überlieferung […] fast völlig unbekannt geblieben« war. Deshalb macht es unter seinen eigenen Voraussetzungen überhaupt keinen Sinn, von einer russischen Renaissance zu sprechen. Den Russen wie den Italienern und anderen Nationen ging es um den Ausdruck »uralter Identität«, und mit Blick auf die Schweden schreibt Roeck, dass das, was »anderen ihre Trojaner, Germanen oder Bataven«, für sie die Goten waren. Griechische und römische Antike war bedeutend für die Länder des Mittelmeers, zunächst natürlich für Italien, für die anderen Nationen aber kaum; und so sollte man mit Blick auf sie auch nicht von einer Renaissance sprechen.

Fortsetzung von Seite 1

Es ist der Mangel dieses Buches, dass es über die gigantischen Unterschiede selbst in Kerneuropa hinwegtäuscht. Bereits Mitteleuropa und die Mittelmeeranrainer lassen sich kaum auf eine Formel bringen. Anlässlich eines Treffens des englischen mit dem französischen König und seiner Beschreibung eines alle Maßstäbe sprengenden Festes schreibt Roeck: »Wir sind im Zeitalter des Cortegiano«. Aber lebte auch der Wüterich Martin Luther im Zeitalter der höfischen Kultur? Nur drei Seiten nach dem Fest spricht Roeck die »wüste Polemik« an, mit der Hans Sachs dem Reformator zur Seite sprang: Lebten diese alle wirklich in derselben Welt? Doch wohl nicht.

Es war Florenz, wo sich der Kapitalismus zusammen mit der Renaissancekunst entwickelte. So spielt nach Roeck das kaufmännische Rechnen eine überragende Rolle, wenn es um die Entdeckung von Proportion und Perspektive geht, aber diese Grundthese deutet Roeck nur als Möglichkeit an: »Mag sein, daß das in Florenz und anderen Brutstätten des Kapitalismus eingeübte rechnerische Denken auch in den Künsten Spuren hinterlassen hat: in den ausgeklügelten Proportionen etwa, denen manche Bilder und Bauten gehorchen, später in der Zentralperspektive.« Die Fortschritte der Mathematik sollten nicht allein in der Abbildung, sondern auch in dem Entwurf von (Stadt-) Landschaften wie in den zahllosen Projekten ernsthafter Philosophen wie reisender Scharlatane eine Rolle spielen; wenn man die Idealstädte auf Ölgemälden des 16. Jahrhunderts sieht, mag man auch an die »Utopia« eines Thomas Morus, an Campanellas barocken »Sonnenstaat« (der bereits in eine spätere Zeit gehört) oder an die buchstäblich hochfliegenden Gedankenspiele und Entwürfe eines Leonardo denken. Es ist das große Verdienst dieses Buches, derartige Zusammenhänge immer wieder darzustellen.

Überhaupt nicht hoch genug kann die Entwicklung der optischen Wissenschaften eingeschätzt werden, auf die Roeck wiederholt eingeht; dabei ist es zunächst das Fernrohr, das die Astronomie beflügelte und das Weltbild buchstäblich revolutionierte, selbstverständlich auch das Mikroskop, sodann aber die vielleicht nicht immer genug gewürdigte Erfindung der Brille, welche die Lebensarbeitszeit eines lesenden und schreibenden Menschen um ein bedeutendes Maß verlängerte. Über die Rolle des Buchdrucks dagegen braucht man kaum ein Wort zu verlieren, so offensichtlich ist sie und so oft wurde sie dargestellt; Roeck allerdings stellt auch seine Vorgeschichte sehr schön dar und zeigt außerdem, wie weit die Chinesen bereits gekommen waren, ohne dass das gedruckte Buch in irgendeinem Land außerhalb Europas jemals eine so große Rolle gespielt hat wie bei uns. Der Buchdruck ist ihm auch deshalb so wichtig, weil es ihm, wenn er die Überlegenheit der europäischen Kultur darstellen will, immer auf die Betonung des »großen Gesprächs« ankommt. Deshalb betont er auch die Rolle der Rhetorik selbst in den Naturwissenschaften.

Roecks Buch ist eine Universalgeschichte, die zunächst die politische Geschichte erzählt, aber auch die hohe Kultur, die Wirtschaft oder die Eroberungen und Entdeckungen der Zeit nicht aus dem Auge verliert. Was generell zu kurz kommt, ist die Schilderung des normalen, des einfachen und alltäglichen Lebens – Kleidung, Ernährung, Liebesleben und so weiter –, wie sie sich schon bei Burckhardt findet und dessen geradezu unfassbar lebendige und farbige Darstellung den Leser vor allem in der »Kulturgeschichte der Neuzeit« des unsterblichen Egon Friedell gefangen nimmt. Dessen Begabung, die verschiedensten Aspekte in einem gigantischen schillernden Gemälde zusammenzufassen und mit funkelndem Witz vorzutragen, findet sich seither bei keinem anderen Autor auch nur annähernd wieder.

Immerhin, in einigen Momenten zeigt Roeck in einer selbstverständlich weniger subjektiven Weise, dass er Zusammenhänge darzustellen weiß. Besonders gelungen scheinen die Passagen, in denen er die Fortschritte der Medizin schildert und dabei auch auf die Rolle der Kunst zu sprechen kommt, die mal in der Illustration medizinischer Werke bestand, mal von dem Geschehen in den »anatomischen Theatern« profitierte: »Inmitten des Saals, der wie ein Amphitheater aufgebaut war, lag die Leiche auf einem erhöhten Tisch. Auch Künstler, Bildhauer zumal, griffen zum Seziermesser.«

Natürlich ist Bernd Roeck nicht allein ein qualifizierter Historiker, sondern auch ein beeindruckend gebildeter Autor; kompetent wirkt er immer und überall, und besonders – und mit Recht – wird seine Affinität zur bildenden Kunst gerühmt, zu der er wiederholt publiziert hat; unter anderem war er einer der beiden Herausgeber eines großzügigen Sammelbandes, der »Das Bild der Stadt in der Neuzeit 1400 – 1800« behandelte. Wenn er auf dieses Thema oder überhaupt auf die großen Künstler der Renaissance eingeht, ist sein Urteil stets fundiert und in seiner Akzentuierung oft genug eigenwillig. Dazu ist er ein begabter Autor, dessen Text offensichtlich mit allergrößter Sorgfalt lektoriert wurde: Da gibt es nichts zu meckern, zumal das Buch mit seinen Vorsatzblättern und Illustrationen auch auffallend schön gemacht ist.

Andererseits ist Roecks Darstellung wenig originell, sondern fast überall nur dem Mainstream verpflichtet. An keiner Stelle deutet er an, dass er die Zweifel am Gang nach Canossa, der Existenz Karls des Großen und anderer umstrittener Figuren oder Geschehnisse teilt. Auch Shakespeare war der Kaufmann aus Stratford, etwas anderes wird gar nicht erst zugelassen. Nun, vielleicht wäre das bei einem Ordinarius an einer renommierten Universität auch ein wenig zuviel verlangt; aber Hinweise darauf, dass manche Epochen und Biografien doch sehr im Dunkeln liegen und in jüngster Zeit zunehmend anders gesehen werden, wären schon angebracht gewesen.

Den Umschlag des Buches schmückt ein Ausschnitt aus Albrecht Altdorfers »Alexanderschlacht«, also einem Gemälde von 1529/30, das als einziges großes Werk dieses Meisters ein antikes Thema aufgreift und auf eine geradezu ungeheuerliche Weise präsentiert; vielleicht mehr als jedes andere Bild kann es den Anspruch erheben, eine weltgeschichtliche Perspektive zu visualisieren – gar nicht einmal deshalb, weil es mit der Schlacht bei Issos ein epochales Ereignis darstellt, sondern wegen des ungeheuren Raumes, den es eröffnet, der fantastischen Weite, in die es uns schauen lässt, der Tiefe der Zeit, die wir dank seiner erahnen. Schließlich stellt es dem Betrachter nicht weniger vor Augen als den gesamten Mittelmeerraum! Und im Hintergrund steigt die Sonne empor.

Leider hat man den Eindruck, dass das Gemälde nur deshalb ausgesucht wurde, weil es mit dem Sieg Alexanders über Darius den Sieg des Westens über den Osten, Europas über Asien darstellt – eben darum geht es dem Autor in den letzten Passagen seines Buches, in denen er die Defizite Chinas, Indiens und anderer asiatischer Reiche aufzählt. Der Sonnenaufgang Altdorfers ist so die Illustration des Buchtitels – es ist »Der Morgen der Welt«, den wir hier zu sehen bekommen, wenngleich paradoxerweise dieser Morgen im Westen lokalisiert wird. Es ist der Aufgang des Okzidents.

Es handelt sich bei dem »Morgen der Welt« um das faktengesättigte Buch eines hochkompetenten Autors, das gerne ein wenig schmaler und weniger ausgreifend hätte ausfallen dürfen. Eine Geschichte der Renaissance ist es nicht, sondern eine Geschichte von der Entdeckung der Tiefenzeit, die in die Entdeckung von Individuum und Nation mündete.