Meldungen zum Kunstgeschehen

Bevor es bei euch hell wird - Gastland Neuseeland auf der Frankfurter Buchmesse 2012

Neuseeland: Land der Maori, der Kiwis und der ... Kunst? Vielleicht liegt es an der Entfernung von fast 20.000 km Luftlinie, dass über neuseeländische Kunst in Deutschland eher wenig bekannt ist. Dieses Jahr bietet sich im Umfeld der Frankfurter Buchmesse nicht nur die Möglichkeit, mehr über Literatur aus Neuseeland zu erfahren, sondern auch über die Kunst.

Stephen Bambury ist ein Vertreter der zeitgenössischen neuseeländischen Kunst und im Rahmen der Buchmesse mit einer Ausstellung in Frankfurt bei der Olschewski & Behm Gallery zu Gast. Seit mehr als 35 Jahren führt Bambury seine abstrakte Suche in eine ästhetische Praxis über, die Bilder nicht nur als Objekte auffasst, denen man sich durch sinnliche Erfahrung und Kontemplation annähert, sondern auch als Räume, Formen, Farben und Oberflächen.

Im Pavillon in der Seilerstraße 36 zeigt Leonhardi Kulturprojekte e.V. mit der Ausstellung »Slowing down the light« kritische Auseinandersetzungen mit naturwissenschaftlichen Ansätzen in künstlerischen Positionen. Die sechs neuseeländischen Künstler Max Trevor Thomas Edmond, Matilda Fraser, Nik Geene, Samin Son, Lauren Redican und Matthew Ward werden dazu eine Versuchsanordnung schaffen.

Einen umfassenden Überblick zur zeitgenössischen Kunst in Neuseeland bietet der Frankfurter Kunstverein. »Contact. Artists from Aotearoa/New Zealand« vereinigt in einer Ausstellung malerische, fotografische, filmische und installative Werke von rund 20 Künstlern. Ausgangspunkt ist dabei Jim Allens gleichnamige Performance von 1974, die Kontakt als Konzept von mentalen, physischen und sozialen Wechselbeziehungen begreift.

Einer einzelnen Künstlerin widmet sich das Museum moderner Kunst Frankfurt. Die Filme und Filminstallationen der Neuseeländerin Alex Monteith sind durch eine starke visuelle und poetische Sprache von bemerkenswerter kompositorischer Klarheit geprägt. Unter dem Namen »Exercise Blackbird« spiegeln ihre Filme die Freiheiten der modernen Gesellschaft wider, deuten gleichzeitig aber auch Grenzen des menschlichen Handelns an der Schwelle geografischer, umweltpolitischer oder territorialer Extreme an.

Neben Frankfurt bieten Ausstellungen in Leipzig und Stuttgart ebenfalls Überblicke über Neuseelands Maori und Impressionen von der Insel.