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Buchtipp: Ina Mittelstädt: Wörlitz, Weimar, Muskau. Der Landschaftsgarten als Medium des Hochadels (1760–1840), Böhlau Verlag 2015

Der traditionsreiche Böhlau Verlag legt mit Ina Mittelstädts Untersuchung neue Erkenntnisse zur repräsentativen Bedeutung des Landschaftsgartens im 18. und 19. Jahrhundert vor. Entstanden in einer Zeit, in der fürstlicher Herrschaftsanspruch und bürgerliche Emanzipation aufeinandertrafen, spiegeln die drei Gärten nicht nur das Gartenideal ihrer Zeit wider, sondern sind auch Paradebeispiele dafür, wie der Hochadel über Landschaft und Architektur den eigenen Anspruch untermauerte.

Wörlitz Weimar Muskau © Cover Böhlau
Wörlitz Weimar Muskau © Cover Böhlau

Die Parks von Wörlitz, Weimar und Muskau gehören zu den bedeutendsten Landschaftsgärten in Deutschland. Dieses Buch zeichnet ihren historischen Sinn im Spannungsfeld zwischen Fürstenherrschaft und bürgerlichen Emanzipationsbestrebungen nach. Es rekonstruiert die in die Parks ›eingeschriebenen‹, auf Legitimation abzielenden Selbst- und Weltinszenierungen ihrer Besitzer Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach und Hermann von Pückler-Muskau und beleuchtet die Gründe für ihren historischen wie gegenwärtigen Erfolg. Der Vergleich der drei zwischen 1764 und 1845 entstandenen Gärten eröffnet dabei einen panoramatischen Blick auf die sich wandelnden Selbstverständnisse, Werte und Bezugsrahmen von Fürsten und ihren Untertanen zwischen Aufklärung und Revolution.

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