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Buchtipps Kunst und Religion

Zur besinnlichen Vorweihnachtszeit haben wir ein paar Bücher aus unserem Shop ausgewählt, die sich mit der Wechselwirkung von Kunst und Religion in den Werken verschiedener Künstler beschäftigen.

Tapies © Cover VDG
Tapies © Cover VDG

Damian Dombrowski: Die religiösen Gemälde Sandro Botticellis. Malerei als ›pia philosophia‹, Deutscher Kunstverlag 2010

Weder die gedankliche Tiefe von Botticellis religiösen Gemälden noch ihre Bedeutung innerhalb der italienischen Malerei sind bisher ausreichend gewürdigt worden. Diese Studie analysiert zum ersten Mal sämtliche Bilder sakralen Inhalts im Œuvre des Renaissancemalers. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie in diesen Werken intellektuelle Sachverhalte zu anschaulichen Formen werden. Dabei zeigt sich, dass der Neuplatonismus, die dominierende Denkschule im Florenz des späten Quattrocento, Bildkonzeption und Stil Botticellis offenbar in entscheidender Weise beeinflusst hat. Das sinnstiftende Potential seiner Altarbilder nähert sich dem Ausdrucksvermögen der kirchlichen Liturgie, ihr geistiger Anspruch steht dem der philosophischen Spekulation nicht nach. Sogar mit der Entstehung eines idealen Figurenstils sind Botticellis religiöse Gemälde ursächlich verknüpft. In der Geschichte des Bildes scheint ihnen – so das Fazit – eine Schlüsselstellung zuzukommen. weiterlesen

Wirklich? Michael Triegel - Malerei und Arbeiten auf Papier, hrsg. v. der Kunstsammlung des Bistums Regensburg, Verlag Schnell + Steiner 2010

Michael Triegel, Schüler der jungen "Leipziger Schule", geboren 1968, behauptet in seinen Werken mit gegenständlicher Malerei in perfekter Technik nur auf den ersten Blick den Alten Meister. Seine Gemälde sind fast pure Schönheit. Provozierend traditionell, wirken sie wie virtuose Zitate aus dem Bildvokabular eines Bellini oder Caravaggio. Michael Triegel aber stellt nicht einfach scheinbar bekannte Motive wie Kreuzigung, den Auferstandenen oder Ophelia mit Blumen dar, sondern malt Zweifel und Sehnsüchte. Das Vertraute wirkt plötzlich seltsam unvertraut. Der Katalog zeigt in meist ganzseitigen Abbildungen über 50 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen des Künstlers, die vom 16. April bis 20. Juni im Museum St. Ulrich am Domplatz in Regensburg zu sehen sind, mit einem einleitenden Text von Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Würzburg. weiterlesen

Verena Tintelnot: Tàpies im west-östlichen Dialog. Kunst als Erfahrung: Tàpies‘ Kunst und Kunsttheorie im hermetisch-gnostischen und zen-buddhistischen Kontex, VDG Weimar 2009

Das vorliegende Buch untersucht die Wechselwirkung von Kunst und Religion, ästhetischer und religiöser Erfahrung im Werk des katalanischen Künstlers Antoni Tàpies (geboren 1923). Die Bilder des Künstlers sind von einer europäisch hermetisch-gnostischen (mystischen) und einer zen-buddhistischen Tradition geprägt. Die Autorin erklärt den internen Zusammenhang dieser Traditionen mit Tàpies’ Denken und mit seiner Kunst, wobei sie zeigt, worin immer noch die inspirierende Kraft dieser Traditionen liegt. weiterlesen