Meldungen zum Kunstgeschehen

Das neue Augustinermuseum: Schaufenster zur Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert

Am 21. März 2010 öffnet das neue Augustinermuseum seine Pforten und präsentiert Höhepunkte der Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Nach mehrjähriger Teilschließung war das Haus Anfang 2009 komplett geschlossen worden, um eine grundlegende Sanierung und Neugestaltung zu ermöglichen. Jetzt geht der erste, spektakulärste Teil des Hauses in Betrieb.

Das vom Frankfurter Architekten Christoph Mäckler eindrucksvoll gestaltete neue Augustinermuseum wird allen Anforderungen eines modernen Museums und einer zeitgemäßen Präsentation gerecht. Klimatisierte, barrierefrei erreichbare Räume bieten überraschende Ein- und Ausblicke: Balkone, Galerien und Stege, Nischen und Fenster ermöglichen eine Annäherung an die Kunst aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und machen den Besuch zum Erlebnis.

Das Augustinermuseum wurde 1923 als erstes Freiburger Museum gegründet. Es geht auf ein langjähriges bürgerliches Engagement für eine stadtgeschichtlich und kunsthistorisch ausgerichtete Sammlung zurück, das bereits vor 1850 begann. 1932 wurden die Sammlungsbestände des Erzbischöflichen Diözesanmuseums in das Haus integriert und formen im Kontext mit den städtischen Beständen und den ebenfalls als Leihgabe im Haus befindlichen Werken der Adelhausenstiftung und Heiliggeistspitalstiftung einen bedeutenden Bestand christlicher Kunst. 2002 beschloss der Gemeinderat der Stadt Freiburg den Umbau des gesamten Museums. Große Unterstützung durch die Bevölkerung wird dem Haus auch heute zuteil, viele Förderer leisten einen Beitrag zur Erweiterung der Sammlung, zur Restaurierung der Objekte und zur Sanierung des Gebäudes. Das Projekt wurde vom Land Baden-Württemberg, von der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Erzdiözese Freiburg finanziell unterstützt.

Gegenwärtig zählt das Augustinermuseum zu den bedeutenden kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands. Es beherbergt neben der Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert eine Graphische Sammlung mit rund 70.000 Blättern und einen umfassenden volkskundlichen Bestand zu Stadt und Region, die derzeit nicht gezeigt werden können. In den nächsten Jahren werden die übrigen Teile des Museumsgebäudes umgestaltet. Alle momentan magazinierten Sammlungsfelder erhalten dann einen passenden Rahmen.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr

Eintritt:
regulär: 6 Euro
ermäßigt: 4 Euro