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DEMOCRATIC DESIGN - IKEA ( 3.4.2009 - 12.7.2009)

Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich - stellt in ihrer ersten großen Museumsausstellung sechs Jahrzehnte IKEA vor.

Democratic Design - IKEA

Eine Ausstellung in Kooperation mit Ikea

Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich stellt in Ihrer ersten großen Museumsausstellung das aus, was  wir alle kennen und, geben wir es zu, auch haben oder zumindest hatten: Billy, Lack, Ivar u. a. sind aus den Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken.
Interessant wird es, ob die Ausstellung neben dem "democratic design" auch etwas zu den Herstellungsbedingungen aussagt und wieweit sich das Wort demokratisch darauf anwenden lässt.

"Die schöne Form ist für alle da. Und nicht nur fürs Museum!"

Dieses Zitat aus dem Ikea-Katalog von 1979 steht programmatisch für die Designpolitik jenes Unternehmens aus Südschweden, das seit 1948 vom Einmannbetrieb zum größten Einrichtungskonzern der Welt wurde und die Vorstellung eines „demokratischen Designs“ prägte wie kaum ein anderes. Die Neue Sammlung widmet diesem Thema die erste große Museumsausstellung.
Im Wechselspiel mit der permanenten Ausstellung des Museums erhalten die ausgewählten Objekte aus sechs Jahrzehnten ihren designhistorischen Kontext.
Aufgezeigt werden Aspekte wie System Billy, Do-it-Yourself, Design Process, Inspirationen, Kinder-Welt, Material Change und Nachhaltigkeit, die Wurzeln im Schwedischen, aber auch in der klassischen Skandinavischen Moderne von Aalto bis zu dänischen Einflüssen der 50er und frühen 60er Jahre.

Design gehört für Ikea zu den zentralen Faktoren bei der Realisierung der Idee, funktionale, gut gestaltete Möbel für möglichst viele Menschen preislich erreichbar zu machen. Dahinter stehen unter anderem Konzepte wie „Schönheit für alle“ (Ellen Key 1899), die ihre Wurzeln in Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts besitzen, oder das „Schwedische Modell“ einer modernen, offenen, familien- und sozialorientierten Gesellschaft.

Ein entscheidender Aspekt dabei ist die Entwicklung einer spezifischen Formensprache und Produktpalette, die verschiedene gestalterische Richtungen verbindet: zum einen die skandinavische Moderne mit ihrer Vorliebe für das Material Holz, naturbelassene Oberflächen und organische Formen, zum anderen internationale Strömungen wie etwa der von Flower Power und „Demokratie von unten“ geprägte Stil der Sixties oder die Postmoderne. Dazu kommt das Bekenntnis zur „Swedishness“, das sich gestalterisch in einem Landhausstil manifestiert, der von heimischen Traditionen – man denke an die Aquarelle von Carl Larssen im 19. Jahrhundert – inspiriert ist, aber auch experimentelle Entwürfe junger schwedischer Entwerfer umfaßt.

Die Exponate stammen aus der permanent collection der Neuen Sammlung, ergänzt um Leihgaben aus dem IKEA Museum, Älmhult, und um private Leihgaben von IKEA-Mitarbeitern.

 

weiter Informationen
 

www.die-neue-sammlung.de