Meldungen aus der Forschung

Digitale Kunstgeschichte und die akademische Lehre

Der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte ist sich einig: In Zukunft werden Kunsthistoriker verstärkt mit digitalen Methoden arbeiten. Das Problem dabei ist aber, dass diese in der Lehre bisher keine Rolle spielen. Auf dem Deutschen Kunsthistorikertag stellte er seine Erklärung hierzu vor.

Die Mainzer Erklärung mahnt an, digitale Themen in die akademische Lehre einzubinden. Sowohl digitale Kunstwerke als auch die steigende Zahl digitalisierter Bild-, Text- und Filmarchive mache dies notwendig. Auch betont die Erklärung, dass Digitale Kunstgeschichte an der Schnittstelle zwischen Kunstgeschichte und Digital Humanities steht – interdisziplinäres Arbeiten ist also notwendig, und das bedeutet auch den Umgang mit digitalen Methoden. Sie sieht sich als Fortschreibung der Zürcher Erklärung zur digitalen Kunstgeschichte.

Daher fordert sie die Integration digitaler Themen in die Lehrprogramme und die Einrichtung von Master- und Promotionsstudiengängen und entsprechenden Lehrstühlen sowie Infrastrukturen, die eine entsprechende Forschung ermöglichen.

Auch der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit ist dem Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte wichtig: Sie stellen die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit mit Museen und anderen Einrichtungen, ebenso von Open-Access-Publikationen und die Förderung neuer Initiativen beispielsweise in den universitären Gründerbüros heraus.

Die Mainzer Erklärung zur Digitalen Kunstgeschichte steht für weitere Unterzeichner offen.