Meldungen zum Kunstgeschehen

Garten - Vom Blumenbild zum digitalen Garten - Ausstellung im Staatlichen Museum Schwerin

Diese Ausstellung anlässlich der Bundesgartenschau 2009 gibt einen Einblick in die Geschichte der Parks, Schlossgärten und Kunstsammlungen des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Acht Ausstellungsprojekte in den Kunstsammlungen Schwerin und in den Schlössern und Gärten Schwerin, Güstrow und Ludwigslust ermöglichen anlässlich der Bundesgartenschau 2009 eine Zeitreise von der Renaissance bis ins aktuelle Kunstschaffen ebenso wie eine Reise von Ort zu Ort.

Mit zwanzig Werken aus eigenem Besitz und Leihgaben aus berühmten Sammlungen wird die Ausstellung Blumenpracht – Niederländische Stillleben des 17. Jahrhunderts vom 25. April bis 30. August 2009 in den Kunstsammlungen Schwerin die bedeutendsten Meister des Genres zeigen, darunter Jan Brueghel d. Ä., Jan Davidsz de Heem, Rachel Ruysch, Daniel Seghers und Jan van Huysum.

Das Ausstellungsprojekt "Digitale Gärten" lässt reale mit digitalen Gärten in einen Dialog treten und erörtert die Frage, was zeitgenössische, im Bereich Neue Medien arbeitende Künstler an diesem Thema interessiert. Vorgestellt werden Werke von Künstlern aus der Schweiz, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Japan, Estland und Deutschland. Neben renommierten Künstlern wie Pipilotti Rist, Fischli & Weiss, Hans Haacke und AK Dolven sind auch bisher noch unbekannte Namen vertreten. Flowered, ein speziell für die Ausstellung entwickeltes, interaktives Internet-Projekt eröffnet einen open space, der ermöglicht, überall auf der Welt als ‚Gärtner’ gestalterisch tätig zu werden.

Die Gartengemälde des Malers der Schwaaner Künstlerkolonie Rudolf Bartels (1872-1943) zeigen die einschneidenden Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die auch mit einer radikalen Veränderung der Bildsprache einhergingen.
Die Gartenbilder von Bartels stellen eine mecklenburgische Position der klassischen Moderne dar und verbinden Natur und Kunst in unverwechselbarer Weise.

Auf Schloss Güstrow wird die Bepflanzung eines Gartens in der frühen Neuzeit und seine Funktion im höfischen Alltag gezeigt.
Der Schweriner Schlossgarten als herausragendes Beispiel für die Gartenkunst des 19. Jahrhunderts ist in besonderer Weise vom Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné geprägt worden.

Die Ausstellung Kinder-Garten ist ein begrenzter Raum, der zur sinnlichen Wahrnehmung der Natur in Form von Blumen, Kräutern und Hecken einlädt. Innerhalb des Gartens finden sich farbige Impressionen der Künstlerin Ines Hock, die sie auf keramische Platten gemalt hat und Farbpoesie der Flora widerspiegeln: Leichtigkeit und Kraft, Bewegung und Stille, Struktur und Chaos.
In museumspädagogischen Veranstaltungen können Kinder Kunst und Natur so eng verbunden erleben und in diesem Raum selbst künstlerisch wirksam werden.