Meldungen zum Kunstgeschehen

iiZ KMax - Medienwerkstatt Inter@ktiv im ZKMax in München

Das ZKMax in München empfängt den Besucher vom 15. bis 27. Juni 2009 mit einem reichhaltigen Angebot: kurze Videogeschichten, Klanginstallationen mit elektronischen Instrumenten, Video- und Lifeperformances sowie Medienkunstworkshops für Groß und Klein, die von renommierte Münchner Medienkünstlern, wie Manuela Hartel, Nassermann und Kathrin Thalmann geleitet werden. Die begleitenden Abendveranstaltungen bieten die Möglichkeit zum Gespräch mit den bekannten Pionieren der Medienkunst Klaus vom Bruch und Ernst Mitzka oder mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin zum Diskurs Medien und Philosophie. Darüber hinaus beschäftigt sich Walter R.W. Staufer, Referent der Bundesprüfstelle, mit dem Thema Medienschutz und Cybermobbing.

Den Besucher erwarten beispielsweise der „Multimedia-Fitness-Parcours“ mit spannenden Medienstationen zum Entdecken, Staunen, Hören und Sehen oder die „Medienkunstworkshops“, bei denen man Münchner Medienkünstlern, wie Manuela Hartel, Nassermann und Kathrin Thalmann und Comiczeichnern über die Schulter schauen kann und dabei gezeigt bekommt, wie mit Medien experimentiert und gestaltet wird. Unter dem Titel „Evolution rocks“ gibt es Angebote und Zeichentrickfilme rund um das Thema „Charles Darwin und Evolution“. Beim „Geocaching“ kann man Schatzsuche mal anders erleben, nämlich per GPS mitten in der Stadt. Ob in der Video- oder Handyclipwerkstatt, ob als Reporter in der Onlineredaktion oder als Teilnehmer der „Spielenacht“ kommen auch die älteren Kinder und Jugendlichen auf ihre Kosten. Mehrere Stationen und die Plakatausstellung „Du und das Internet“ informieren über den sicheren Umgang mit dem Internet.

Die feierliche Eröffnung von iiZ Kmax findet am 16. Juni ab 17 Uhr statt, bei der Stadtrat Herr Lippstreu vom Kulturreferat das Grußwort spricht.

Die Abschlussveranstaltung am 27. Juni, ab 17 Uhr eröffnet der Stadtrat und AG Inter@ktiv-Sprecher Haimo Liebich. Es werden Workshopergebnisse präsentiert und die Plakatausstellung „Du und das Internet“ - Plakatentwürfe der städtischen Berufsfachschule für Kommunikationsdesign zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Abgerundet wird dieser Abend durch die große iiZ Kmax-Party mit einer LivePerformance von Judith Egger und dem VJ-Projekt LMUEmotions.

Weitere Informationen
iiZ KMax bietet zwei Wochen lang vom 15. bis 27. Juni 2009, täglich von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende von 14 bis 18 Uhr, eine multimediale Erlebniswelt im ZKMax an, in der Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche, Familien, Schulklassen und Horte Münchner Medienkünstlern über die Schulter schauen können und gezeigt bekommen, wie mit Medien experimentiert und gestalten wird.

Die medienpädagogischen und medienkünstlerischen Angebote, Workshops, Spielestationen und Medien-Events für junge Erwachsene finden in dem als Ausstellungsort für Medienkunst bekannten Ort in der Fußgängerunterführung Maximilianstraße / Ecke Altstadtring statt. Informationsveranstaltungen, Workshops und Salons zum Themenfeld „Kulturelle Medienbildung 2.0“ für Multiplikatoren, PädagogInnen, Eltern, Kunst – und Kulturinteressierte, die Fachöffentlichkeit und Politik vertiefen die Beschäftigung mit aktueller Medialität. Hörspiel-, Filmpräsentationen und die Ausstellung sechs Münchner Medienkünstler begleiten das Programm.

Der Eintritt für alle Angebote außer das Schulklassenprogramm ist frei. Eine Anmeldung ist nur für Horte, Schulklassen und extra ausgewiesene Programme erforderlich.
 

Veranstalter sind das Netzwerk AG Inter@ktiv für Medienkompetenz in Kooperation mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der pädagogischen Aktion/Spielkultur e.V. und weiteren Partnern.

Medienworkshops im ZKMax
„Time to make it real“: Alltagsgegenstände mit Nassermann und Shinn Maeda zum Sprechen bringen. 19./26./27. Juni, 14-18 Uhr
„Wahr oder erfunden“: Kurze Videogeschichten aus alten und neuen Fotos mit Kathrin Thalmann. 20./21. Juni, 14-18 Uhr
„Gesang der Schaltkreise“: Klanginstallation mit elektronischen Instrumenten mit Naomi Steuer und Sarah Bogner. 23./24. Juni, 14-18 Uhr
„Interaktive Videoperformance“: Zum Video bewegen mit Manuela Hartel. Videoperformance mit Tanz, Poetry Slam, Rap und Breakdance. 25./26./27. Juni, 14-18 Uhr
27. Juni, 19 Uhr Liveperformance mit Judith Egger 

Plakatausstellung „Du und das Internet“
Die Ausstellung der Plakatentwürfe der Klassen G2A, G2B und G2C der städtischen Berufsfachschule für Kommunikationsdesign sollen zum Nachdenken über das Thema Internet anregen. Im Anschluss werden ausgewählte Exemplare zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien in Münchner Schulen und Kinder – und Jugendeinrichtungen auffordern. Die Ausstellung ist eine Kooperation der städtischen Berufsschule für Kommunikationsdesign, dem Pädagogischen Institut und der AG Inter@ktiv.
Inter@ktiv-Salon „Von Paik zu Pipilotti – Videokunst aktuell“ Klaus vom Bruch und Ernst Mitzka im Gespräch

Die Medienkünstler Klaus vom Bruch und Ernst Mitzka laden am 16. Juni, um 19.30 Uhr zu einer Diskussion über aktuelle Medienkunsttendenzen und -entwicklungen der letzten Jahrzehnte ein. Mit dreißigjähriger Erfahrung geben die beiden Kenner der Medienkunstszene einen ganz persönlichen Einblick in das Schaffen ausgewählter Künstlerinnen und Künstler, zeigen Tendenzen auf und spannen den Bogen zur aktuellen Medienkunstlandschaft. Das ZKMax, Ausstellungsort für Medienkunst in München, bietet die geeignete Atmosphäre für die Abendveranstaltung. Christian Gögger, der als Kurator selbst für zahlreiche Ausstellungen im ZKMax verantwortlich zeichnet, moderiert das Gespräch.

Klaus vom Bruch gilt als einer der „Pioniere der Videokunst“ in Deutschland und war auf zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten, u.a. der „documenta 8“ und der „Biennale“ in Venedig. Er lehrt heute an der Akademie der Bildenden Künste in München. Die Auseinandersetzung mit politisch-historischen Zusammenhängen steht im Zentrum seines künstlerischen Schaffens, so gehören das „Duracell Tape“ und das „Schleyerband“ zu seinen bekannten Werken.

Der  Medienkünstler Ernst Mitzka lebt und arbeitet in Hamburg. Der „Künstler-Ethnologe“ Mitzka realisierte verschiedene raumbezogene Arbeiten in Ausstellungshäusern bundesweit und international, seine Auseinandersetzung mit örtlichen Kontexten geht bis zu Aktionen im öffentlichen Raum.

KS:Muc-Salon „Pl@tons Cave 2.0?“
Am 22. Juni 2009, um 19. 30 Uhr referiert der Philosoph Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, der an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrt, über Sein und Schein im Horizont der Medienkultur und im Wandel der Zeit. Von Platons Höhlengleichnis vor über 2000 Jahren bis zum Cyberspace z.B. als Web 2.0. zieht sich die Frage des Spiels von Sein und Schein als abendländisches kulturelles und philosophisches Diskursmotiv: Was ist wirklich wirklich in der Spannung von Idee und Welt, realen und medialen Phänomenen? Angesichts der technologischen Mediendynamik verändern sich Wahrnehmung und Kommunikation. Fragen der menschlichen Existenzbedingungen stellen sich neu, dazu bietet die philosophische Reflexion einige Antworten und Orientierungen.
 

Mehr Informationen zum genauen Programm finden sich im Internet unter http://www.iiz-kmax.de, telefonisch unter 089/2609208 oder per E-Mail: info@spielkultur.de