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KlangKunst im Japangarten Wolfsburg

In einem Kooperationsprojekt werden vom 20. Mai bis 1. Juli 2012 im Zen-Garten des Wolfsburger Kunstmuseums sechs Klangkunstwerke in wöchentlichem Wechsel zu hören sein.

Das Anliegen der Künstler ist es, Hören und Sehen auf spezifische Weise zu verknüpfen. Ebenso spielen Geräuschverdichtungen oder -verstärkungen eine Rolle sowie die örtlichen Verschiebungen von Geräuschkulissen. Die Konzentration auf die uns scheinbar bekannten Oberflächen der Dinge bietet dabei Raum für künstlerische Interventionen oder synästhetische Soundkompositionen.

Im Jahr 2006 initiierte Museumsdirektor Prof. Dr. Markus Brüderlin einen Zen-Garten im Hof des Wolfsburger Kunstmuseums. In den Proportionen des Ryo¯ an-ji-Gartens in Kyoto konzipierte der Architekt Kazuhisa Kawamura mit dem Japangarten einen geistigen Erfahrungsbereich, in dem die Eindrücke des Museumsbesuchs reflektiert werden können.

Spielzeiten

KlangZeit 16.05. - 18.05.2012
Georg Werner - Tiefpass
Georg Werner überträgt die Geräusche aus der Tiefgarage unter dem Museum simultan auf Lautsprecher im Japangarten. Parallel zum Konzept des Gartens, eine Möglichkeit zu bieten, über seine eigene Existenz nachzudenken, erinnert Werner an unsere Existenz in einer industrialisierten Gesellschaft und fördert das Nachdenken über dieses Dasein im Lärm.

KlangZeit 30.05. - 03.06.2012
Walter Zurborg u. Tamaki Watanabe - brought to you by helicopter
Die interaktive Installation von Zurborg und Watanabe animiert den Besucher dazu, mehrere Wurfapparate zu benutzen. Das Geräusch der auftreffenden Kieselsteine folgt dem Gedanken der japanischen Literaturgattung des Haiku.

KlangZeit 05.06. - 10.06.2012
Dennis Graf - Bunny Landing
In einer fünfzehnminütigen Komposition fließen stark verlangsamte, meditative Klänge und Außengeräusche des Japangartens ineinander. Der Titel verweist auf das Bild eines landenden Hasen, das beim Hören in der Vorstellung des Besuchers entstehen soll.

KlangZeit 12.06. - 17.06.2012
Jörg Hufschmidt - The Opposite of Silence is Silence
Alle im Japangarten wahrnehmbaren Geräusche werden aufgenommen und in einem kurzen Loop übereinandergeschichtet. Es entsteht ein ortsspezifisches Bild für den Garten als Ort der Stille.

KlangZeit 19.06. - 24.06.2012
Ingo Schulz - 56°23'55 N, 14° 15'90 E
Idiophone Skulpturen aus Black Ebony benötigen nur einen kleinen Impuls von außen, der sie auf spezielle Weise elektrisch anregt und dadurch erklingen lässt. Auf der hellen Kiesfläche des Gartens werden fünf schwarze Klangkörper platziert, um dort optisch wie akustisch mit dem Garten in einen Dialog zu treten.

KlangZeit 26.06. - 01.07.2012
Fritjof Mangerich - Subito
In der Stille des Japangartens lässt Mangerich in unregelmäßigen Abständen laute und kurze, deutlich störende Klänge ertönen, um Nacheffekte in der Wahrnehmung des Besuchers zu kreieren.