Meldungen zum Reisen

Kunst in Basel Februar/März 2017

Lange hatte der kalte Winter Basel fest im Griff. Nun herrschen wieder angenehmere Temperaturen. Zeit also, die warme Stube zu verlassen und Ausstellungen in Galerien und Museen zu besuchen. Basel bietet nämlich auch im Frühjahr 2017 vielfältige Kunst. Claude Spiller weiß, welche Highlights Sie erwarten.

Kunst in Basel
Kunst in Basel

Die Galerie Carzaniga zeigt bis zum 4. März Kunst von Alberto Zamboni und Peter Vogel. Die Ölbilder von Zamboni sind oft monochrom und haben Bezüge zur Fotografie. Sie halten einen Augenblick im Alltag fest, in denen die Figuren gemäß Zamboni die Hauptgestalten sind. Der Künstler bezeichnet seine Bilder als »erfundene Visionen«. Auch bei Peter Vogel ist der Augenblick, hier allerdings der Moment des Betrachtens seiner Objekte, wichtig. Denn seine Kunst ist interaktiv. Die Objekte bestehen aus Schaltkreisen, Lautsprechern, Lämpchen und Flügel. In der Regel mit Sensoren ausgestattet, reagieren sie auf Schall und Licht.

Sehenswerte Werke der 2010 verstorbenen Basler Künstlerin Helen Dellers präsentiert die Galerie Eulenspiegel. Ihre künstlerischen Arbeiten haben keine glatten und glänzenden Oberflächen. Indem Helen Dellers Alltagsobjekte wie rostige Nägel oder Blechdosen mit einem pastosen Farbauftrag verbindet, haften ihren Bildern etwas Raues und Widerborstiges an. Noch bis zum 25. Februar kann man sie bewundern.

Mit einer großen Monet-Ausstellung wartet anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens die Fondation Beyeler auf. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeit nach 1880, als für Monet eine Phase der Neuorientierung begann. 1879 war seine Frau Camille gestorben und seine Zeit als Pionier des Impressionismus abgeschlossen. Zu sehen sind vor allem Landschaften und am Schluss der Ausstellung, gleichsam als Höhepunkt, die Gemälde der Seerosenteiche.

Noch bis zum 12. Februar sind in der Kunsthalle Basel die Bilder von Lynette Yiadom-Boakye zu betrachten. Gezeigt werden nur figurative Darstellungen. Keines der Gemälde porträtiert einen realen Menschen, weder eine historische noch eine zeitgenössische Figur. Es sind anmutige Darstellungen schwarzer Menschen. Die Gemälde Lynette Yiadom-Boakyes stellen eine Form von sozialem Porträt dar, das selten in der Kunstgeschichte berücksichtigt wird. »A Passion To A Principle« ist die erste Schweizer Einzelausstellung der in London geborenen Künstlerin mit ghanaischen Wurzeln.

Das Kunstmuseum Basel zeigt in einer Kabinettsausstellung Bilder des Schweizers Cuno Amiet (1868-1961) und des Russen Alexey Jawlensky (1864-1941) aus der Sammlung »Im Obersteg«. Cuno Amiet schloss sich in Paris gemeinsam mit Félix Valloton der Künstlergruppe »Nabis« an. Er war einer der wegweisenden Schweizer Künstler. Später lernte er die Mitglieder der expressionistischen Künstlervereinigung »Die Brücke« kennen, der er auch beitrat. Alexey Jawlensky ist in der Ausstellung mit 15 Werken vertreten. An ihnen lässt sich die Entwicklung von den ersten Gemälden bis zum Alterswerk nachvollziehen.