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Kunst in Basel September/Oktober 2017

Der Herbst hält langsam, aber sicher Einzug in Basel und die Galerien öffnen ihre Tore mit neuen Ausstellungen. Claude Spiller zeigt Ihnen, was für Kunst es in der Stadt am Rhein zu sehen gibt.

Kunst in Basel
Kunst in Basel

Die Galerie Carzaniga präsentiert noch bis zum 14. Oktober eine Retrospektive der Künstlerin Susi Kramer. Farbenfroh und fröhlich kommen ihre Werke daher. Die Ausstellung das künstlerische Schaffen Kramers aus allen Schaffensperioden, von der frühen Malerei bis zu den aktuellen vegetabilen Acrylglasobjekten. »Ein Leben ohne Farbe kann ich mir gar nicht vorstellen. Sie ist mein Atem.«, bekennt die Künstlerin. Ein Besuch ist also gerade das Richtige an trüben und grauen Herbsttagen.

»Monopoli« heißt die Ausstellung der Künstlerin Renate Buser, welche die Galerie Gisèle Linder zeigt. In den Bildern geht es um eine fotografische Auseinandersetzung der Künstlerin mit Architektur. Die Werke sind Digitaldrucke auf Aluminiumplatten, die lackiert sind. Die dargestellte Architektur ist dabei nicht auf einen Zeitraum beschränkt, sondern präsentiert alle Epochen. Bis zum 21. Oktober ist die Schau noch zu sehen.

Unter den Titeln »Simply Harmony Triumphs Again« und »Notre héritage n’est précédé d’aucun testament« stellt die Galerie Stampa bis zum 21. Oktober die Werke der Künstlerinnen Valentina Stieger und Véronique Arnold aus. »Simply Harmony Triumphs Again« von Valentina Stieger besteht aus Metallgestellen, die als Display-Struktur für eine Serie von Wachsobjekten dient. Eine klare Formensprache, dezent eingesetzte Farben und eine Reduzierung auf das Wesentliche zeichnen die Werke aus, die auf einen aktuellen Trend in der Wohngestaltung Bezug nehmen. Véronique Arnold stickt Gedichte von Hannah Arendt und verwebt diese mit figürlichen Szenen. Das Zitat »Notre héritage n’est précédé d’aucun testament« stammt vom französischen Schriftsteller und Widerstandskämpfer René Char und ist das Leitmotiv ihrer Werke.

Werke des Berliner Künstlers Sven Drühl zeigt die Galerie Tony Wüthrich noch bis zum 21. Oktober. Landschaften, vor allem die Bergwelt und Baumkronen, sind sein großes Thema. Als Materialien verwendet Drühl Silikon und Autolack, oft in Verbindung mit Ölfarbe. Die dargestellten Landschaften bilden dabei keineswegs reale Berge oder Gesteinsstrukturen ab. Vielmehr kommen die Vorlagen aus der digitalen Welt, nämlich aus hoch entwickelten Computerspielen!

Noch bis zum 24. September sind im Kunstmuseum Basel Werke von Paul Cézanne zu sehen. Im Fokus steht dabei das zeichnerische Schaffen Cézannes. Das Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel besitzt 154 Blätter des großen Künstlers, was die weltweit umfangreichste und bedeutendste Zeichnungssammlung von Paul Cézanne ist.