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Kunst in Berlin Januar/Februar 2016

Trotz dunkler Winternächte leuchten die Berliner Galerien zu Beginn des neuen Jahres hell. Vor allem spannende Einzelausstellungen laden zum Verweilen und Betrachten ein.

Kunst in Berlin
Kunst in Berlin

Die Bilder von Sabina Sakoh kommen einem irgendwie bekannt vor und sind dennoch etwas ganz eigenes. Die Künstlerin zitiert mit ihrem klassischen Malstil, aber auch in ihrer Wahl der Bildmotive klassische Themen und setzt die in den Kontext der Gegenwart. So tummeln sich Affen neben klassischen Figuren, sitzen Adlerwesen im Götterhimmel herum und werden alle Teil von »Demokratia«. Bis zum 24. Januar sind die Werke noch in der Galerie Michael Schultz zu bewundern.

Fotografien von Anton Corbijns sind derzeit in bei CO Berlin zu erleben und zeigen vor allem Künstler und Stars aus einem ungewohnten Blickwinkel, nah und persönlich und vor allem in einer fast schon fragmentarisch anmutenden Ästhetik. Das erreicht Corbijn unter anderem dadurch, dass er das Studio verlässt und sich dabei auf seine Umgebung und natürlich sein Gegenüber einstellt. Bis zum 31. Januar sind seine Bilder zu sehen.

Mit Pfeilen schafft Alfredo Jaar Bilder, und illustriert dabei zugleich eindrucksvoll die Bewegung von Menschen auf unserem Globus: von Süden gen Norden. So thematisiert Jaar die aktuelle Flüchtlingsbewegung und ihren Einfluss auf uns und unsere Sichtweisen. In der Galerie Thomas Schulte können seine Bilder noch bis zum 16. Februar besichtigt werden.

Noch bis zum 20. Februar lassen sich in der Galerie Koal die neuesten Gemälde von Rebecca Michaelis erleben. Sie sind dominiert von Kreisformen, die sich vielfältig durchdringen und mit einer ebenso von Kreisformen dominierten Installation korrespondieren, und so Bewegung in die Galerie bringen.

Christian Tagliavini hat sich zwei Jahre lang mit dem Werk des Schriftstellers Jules Verne beschäftigt. Heraus kam die Serie »Voyages Extraordinaires«. In den Porträts vermischen sich Steam Punk, Science-Fiction und klassische Porträtaufnahme zu einer erstaunlichen Ästhetik – ein absolutes Must see, das noch bis Ende Februar zum Besuch einlädt.

Eine »L'amoureuse en secret« können die Besucher ab dem 16. Januar der Galerie Martin Mertens erleben. Hier stellt Katrin Bremermann aus, die von sich selbst sagt, sie sei eine Malerin, die wie eine Bildhauerin arbeitet. Ergebnis dieser Arbeitsweise sind sogenannte Wachszeichnungen, die aus der Ferne als klassische zweidimensionale Arbeiten erscheinen, von nahem aber Reliefs und Strukturen präsentieren, die elementarer Bestandteil der Bildwirkung sind.