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Kunst in Berlin September/Oktober 2017

Auf die Berlin Art Week freuen wir uns im September. Aber auch spannende Ausstellungen erwarten uns. Wir verraten ihnen, was alles los ist.

Kunst in Berlin
Kunst in Berlin

Noch bis zum 30. September ist die Ausstellung »Landkarte« von Michael Golz und Torsten Holzapfel in der Galerie Art Cru zu sehen. Beide Künstler beschäftigen sich intensiv mit Karten und schaffen dabei teils ausufernde Werke.

Futuristisch geht es im Haus der Kulturen der Welt zu, wo man sich dem Russischen Kosmismus unter dem Motto »Art without Death" widmet. Die Bewegung entstand aus dem Spiritismus des 19. Jahrhunderts und beschäftigte sich mit Reisen ins All und mit der Sehnsucht nach einem ewigen Leben, alles gepaart mit einem ungeheuren Optimismus in Bezug auf die Wissenschaft. Das drückte sich auch in der Avantgardekunst aus. Bis zum 3. Oktober ist die Schau noch zu sehen.

Robert Bosisios erste Einzelausstellung »Human« verlangt vom Betrachter eine ruhige und kontemplative Annäherung, denn erst aus der Distanz formen sich seine scheinbar abstrakten Bilder zu einem Gesicht oder einer Figur – je näher man kommt dagegen, umso abstrakter werden sie wieder. Bis zum 7. Oktober kann man als Betrachter dieses spannende Spiel in der Galerie Martin Mertens treiben.

Barbara Wolff präsentiert sich in der Collection Regard »In eigener Sache«. Die Ausstellung zeigt wichtige fotografische Zyklen und präsentiert dabei dadaistische Collagen bis hin zu Montagen. Ab dem 8. September ist diese Quasi-Retrospektive zu sehen.

Ungemütlich, aber nichtsdestotrotz spannend wird es in der Galerie Wagner und Partner. »Unease – Das Unbehagen« kommentiert das Zeitgeschehen, das dafür sorgt, dass wir uns immer ungemütlicher mit uns und unserer Welt fühlen – Klimawandel, Brexit, Populismus und Co. sorgen dafür. Vom 8. bis zum 16. September kann man sich das ganze anschauen.

Wilson Diaz wuchs in einem Koka-Anbaugebiet auf und so verwundert es kaum, dass die bewaffneten Drogenkonflikte seine Kunst prägen. Mit Malerei, Performance, Installation und Video beschäftigt sich der Künstler. Die Ausstellung »Chimera« zeigt ab dem 16. September die Installation »Quimeras«, in der er sich mit popkulturellen Kommunikationsformen von Staat, Drogenkartellen, Guerillas und Privatkonzernen.

Netzwerke werden im Art Laboratory zum Thema gemacht. »Nonhuman Networks« beschäftigt sich mit der Kommunikation zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen vom Einzeller bis zum Wald. Ab dem 29. September kann man sich in die Wunderwelt der Netzwerke begeben.