Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in Frankfurt am Main Februar/März 2014

Die ersten Sonnenstrahlen geben eine Vorahnung auf den kommenden Frühling und lassen die Frankfurter Skyline im neuen Glanz erstrahlen. Den Frankfurter zieht es dann raus ins Grüne und natürlich an den Main. Aber nicht nur das frühlingshafte Wetter, die Grüne Soße und der Apfelwein locken den Frankfurter hinaus in Freie – auch die Kunst in den hiesigen Museen und Galerien erweisen sich im ersten Drittel des Jahres mit ihren interessanten Ausstellungen als Publikumsmagnet. Anett Göthe hat die spannendsten zusammengestellt.

Kunst in Frankfurt
Kunst in Frankfurt

Jaaa, es ist endlich wieder Februar! Und wie in jedem Jahr findet vom 14.-16.2.2014 die Jahresausstellung der Studierenden der Städelschule, kurz: Städelrundgang, statt. In den drei Atelierhäusern der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt in der Dürerstraße 10 und 24 und der Daimlerstraße 32 präsentieren die Kunststudenten ihre Arbeiten. Los geht das Städelwochenende am Freitag, den 14.2.2014 mit der Eröffnung um 18 Uhr in der Dürerstraße 10. Die Rundgang-Party steigt am selben Abend ab 22 Uhr in der Daimlerstraße 32. Am Sonntag, den 16.2.2014 kann man sich nach seinem Rundgang in der Mensa der Daimlerstraße von 12 - 15 Uhr bei einem Brunch stärken. In der Dürerstraße 10 (Lichthalle) findet ebenfalls am Sonntag ab 14 Uhr eine Performance von Mike Bouchet & Paul McCarthy statt.

Am 17.1.2014 beging die neue Galerie Philipp Pflug Contemporary in der Frankfurter Innenstadt ihre erste Eröffnung. Bis zum 7.3.2014 präsentieren elf junge Künstler (u.a. Jagoda Bednarsky, Tobias Donat und Lena Henke) ihre Werke. Der Titel der Ausstellung »First exhibition« ist sowohl ein Hinweis auf die erste Ausstellung von »Philipp Pflug Contemporary« als auch eine Hommage an den italienischen Kunsthändler, -sammler und Galeristen Leo Castelli, der seine Galerie in New York 1957 mit einer Ausstellung gleichen Namens startete.

Unter dem Titel »Digital. Abstraktion im digitalen Zeitalter« zeigt die Galerie Appel ab dem 15.2.2014 aktuelle Arbeiten von Leena van der Made. Die Künstlerin hinterfragt in Ihren Arbeiten die Möglichkeiten und die Bedeutung der Malerei in unserer heutigen Zeit, die zunehmend von gegenwärtigen Medien und digitaler Photographie geprägt ist. Die Vernissage dieser Ausstellung findet am Freitag, den 14.2.2014 um 19 Uhr in der Galerie Appel statt.

In den auf weißes Papier gesetzten Objekten der Künstlerin Astrid Köppe unterliegt der Betrachter immer wieder der Versuchung, diese mit etwas Bekannten und Vertrauten zu assoziieren. Köppes Arbeiten sind noch bis zum 15.3.2014 in der Galerie Arte Giani zu sehen.

Am 5.2.2014 um 19 Uhr eröffnet der KunstRaum Bernusstraße in Bockenheim die Ausstellung »Max Baur. Fotografien 1925 - 1960 im geist des bauhaus.« Max Baur (1898-1988) begann seine fotografische Tätigkeit in den 1920er Jahren in Wernigerode. Seit seinem Umzug nach Potsdam 1934 war er dort und in Berlin sowie darüber hinaus einer der bekanntesten und gefragtesten Fotografen seiner Zeit. Neben seinen eigenwilligen Fotografien war auch die Baur Kunstpostkarte ein Begriff. Frühe Landschaftsaufnahmen sowie seine Stillleben, Architektur- und Sachaufnahmen waren für die damalige Zeit wegweisend.

Die Bilder von Jerry Zeniuk, die die Galerie Bernhard Knaus Fine Art noch bis zum 20.3.2014 zeigt, sind das Ergebnis seiner Auseinandersetzung mit der amerikanischen Malerei der 1960er und 1970er Jahre. Zeniuks Arbeiten sind nicht gegenständlich, nicht figurativ, nicht dekorativ – aber sie geben Farbräume frei, in denen sich der Betrachter bewegt, sofern er sich auf die Bilder von Zeniuk einlässt. Zeniuk legt in seiner Malerei große Bedeutung auf die Farbe und vor allem auf das Zusammenspiel der Farben. Die erste Farbe, so sagt er, sei noch zufällig, die zweite müsse man schon begründen. So setzt er etwa einen Punkt in einer leuchtenden Primärfarbe auf eine nicht grundierte Leinwand, dann den nächsten und den übernächsten, bis schließlich ein großformatiges Bild entstanden ist.

Die aktuelle Ausstellung der Galerie Kai Middendorff zeigt Arbeiten des türkischen Künstlers Ekrem Yalçindağ. Der Künstler zählt mit seinen Werken, die in der Tradition der geometrischen Abstraktion und der Konzeptkunst stehen, wohl zu den bekanntesten türkischen Vertretern der Gegenwartskunst. Nach seinem Kunststudium in der Türkei studierte er bis 1999 bei Hermann Nitsch an der Städelschule Frankfurt. Aus abstrakten, oft geometrischen Formgebilden schafft Ekrem Yalçindağ durch kunstvolle, sich ornamental wiederholende Arrangements beeindruckende Werke. Seine Arbeiten sind noch bis zum 28.3.2014 zusehen. Wer sich noch näher mit den Werken von Ekrem Yalçindağ beschäftigen möchte oder konkrete Fragen zum Schaffen des Künstlers hat dem sei ein Künstlergespräch empfohlen, das am Sonntag den 23.2.2014 um 15 Uhr in der Galerie Kai Middendorff stattfindet.
Vom 6.-9.2.2014 wird die Galerie Kai Middendorff auf der Art Rotterdam mit den Künstlern der Galerie Ekrem Yalçindağ, Markus Weisbeck, Bernhard Schreiner, Mark Schreiber, Roee Rosen, Franziska Kneidl und Michel Klöfkorn vertreten sein.

Das MMK Zollamt präsentiert die Preisträger des renommierten ars viva-Preises für Bildende Kunst: Björn Braun, John Skoog und Adrian Williams. Die Eröffnung findet am Freitag, den 7.2.2014 um 19 Uhr statt. Im Rahmen der Ausstellung findet am Samstag, den 8.2. und Sonntag, den 9.2.2014 sowie am 5.4. und am 6.4.2014 die Performance »Once Removed / Einmal Entfernt« von Adrian Williams im MMK Zollamt statt, jeweils um 16 Uhr.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt eröffnet am Abend des 6.2.2014 ihre neue und spektakuläre Ausstellung »Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900«. Die umfangreiche Sonderschau zeigt etwa 200 Werke von sowohl bedeutenden als auch zum Teil in Vergessenheit geratenen Künstlern, die um 1900 am Montmartre in Paris lebten und wirkten und mit ihren einzigartigen Arbeiten die Kunstgeschichte des ausgehenden 19. und beginnenden 19. Jahrhunderts entscheidend prägten. Wie der Titel der einzigartigen Schau in der Schirn bereits verrät, steht das Pariser Stadtviertel Montmartre mit seinen Geschichten und Künstlern im Mittelpunkt. Mit Gemälden und Arbeiten auf Papier, historischen Fotografien, Plakaten und Grafiken u.a. von Pierre Bonnard, Ramon Casas, Edgar Degas, Kees van Dongen, Vincent van Gogh, Max Jacob, Marie Laurencin, Pablo Picasso, Henri de Toulouse-Lautrec oder Suzanne Valadon wird in der Ausstellung die historisch einmalige Atmosphäre am Montmartre um 1900 erlebbar.