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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 8. bis 14. August 2016

Ob eine Moschee aus Isfahan, ein Weltkulturerbe in Virginia oder die NS-Bauten in München: Kühne Konstruktionen und steinerne Altlasten bilden einen Schwerpunkt der zweiten Augustwoche. Abseits dessen vervollständigen Sendungen über Otto Dix oder Fotografie das Programm.

Montag, 8. August

12:45 Uhr auf 3sat: Traditionsreich und doch modern: Die Freitagsmoschee in Isfahan ist eines der größten und ältesten Gotteshäuser des Iran. Die Reportage aus der Reihe »Schätze der Welt – Erbe der Menschheit« beleuchtet Geschichte, Kultur und Architektur dieses beeindruckenden Bauwerks.

14:00 Uhr auf ARDalpha: Die Sendung »Der letzte seines Standes« stellt fast ausgestorbene Handwerke und ihre Vertreter vor. Heute ist sie zu Gast bei Karl Fröhlich, der als einer der letzten Pergament in aufwendiger Arbeit herstellt und so den Bedarf für Instrumente, aber auch für edles Buchmaterial deckt.

14:05 Uhr in Bayern 2: Vom Mökki, dem ur-finnischen Ferienhaus in der Natur, bis zu den bedeutenden modernen Bauten der Hauptstadt Helsinki. Moritz Holfelder macht in »radioReisen« unter anderen Themen auch einen Streifzug durch die finnische Architektur.

Dienstag, 9. August

07:35 Uhr auf SWR: Errichtet nach Plänen von Thomas Jefferson, gehört das Landgut Monticelli in Virginia seit 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe. In »Monticelli: Die konkrete Utopie« geht Dieter Moor diesem und weiteren von Jefferson kreierten Baukunstwerken nach.

08:30 Uhr in SWR 2: 2016 ist Hieronymus-Bosch-Gedenkjahr und am 9. August feiern nicht nur die Niederlande den 500. Todestag ihres großen Malers. Die mit Dämonen und Fabelwesen bevölkerten Bilderwelten faszinieren heute immer noch. Martina Conrad gibt unter dem Titel »Der Maler Hieronymus Bosch - Meister der Fantasiewelten« einen Einblick in sein Schaffen.

20:15 Uhr auf ARDalpha: Adelheid Otto, ihres Zeichens Archäologin und Expertin für den Vorderasiatischen Raum, blickt besorgt auf das, was derzeit in der Region um Euphrat und Tigris geschieht. In »alpha-Forum« spricht sie über den Islamischen Staat und seine Rolle bei Plünderungen, Zerstörungen, aber auch beim illegalen Verkauf von Kulturgut auf dem Schwarzmarkt.

Mittwoch, 10. August

11:45 Uhr auf 3sat: Pablo Picasso war ein Ausnahmekünstler und beschäftigte sich neben seiner Malerei mit Grafiken und Bildhauerei. Das Ehepaar Judith und Axel Milberg gehen mit einer Kunsthistorikerin und einem Schauspieler durch Museen, um dort über die Kunst Picassos zu sinnieren und zu diskutieren. Der elfte Teil aus der Reihe »Mit Milbergs im Museum«.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Jorge Delgados und Francisco Gordillos »Art Car« steht im Mittelpunkt von »Kunstraum« Die beiden kubanischen Maler waren Gäste der Münchener Villa Waldberta und haben Auto kreativ umgestaltet. Dabei thematisieren sie sowohl das Verhältnis der Kubaner zum Automobil als auch die Bedeutung der Kunst im immer noch wirtschaftlich abgeschlagenen Kuba.

Donnerstag, 11. August

01:15 Uhr in SWR 1: Vor über dreißig Jahren besuchte der Regisseur Daniel Schmidt die Casa Verdi an der Piazza Buonarroti in Mailand. Aus Dank an die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne gründete der Komponist Giuseppe Verdi ein Heim für all jene, die nach ihrem letzten Auftritt in Vergessenheit gerieten und ohne finanzielle Mittel ihren Lebensabend verbringen mussten. In restaurierter Fassung ist die Dokumentation »Il Bacio di Tosca - Der Kuss der Tosca« nun erneut zu sehen.

07:35 Uhr auf SWR: Victor Hortas Verdienste um die Architektur waren nicht gering und brachten ihm neben internationalem Ansehen sogar den Titel eines Barons ein. In Brüssel finden sich zahlreiche seiner Bauten, darunter das Hôtel Tassel. »Schätze der Welt - Erbe der Menschheit« widmet sich dem Verhältnis von Horta und Brüssel.

Freitag, 12. August

10:45 Uhr auf SRF 1: Wolfgang Beltracchi hat bis zu seiner Verhaftung 2010 sein Talent eingesetzt, um Gemälde anderer Künstler zu kopieren. Hundert namhafte Maler soll er gefälscht haben, jetzt aber zeigt er in der zweiten Folge der Sendung »Der Meisterfälscher« sein Talent in einem Porträt der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

20:15 Uhr auf 3sat: Erbaut nach Plänen von Werner March, hat das Quartier für die männlichen Athleten der XI. Olympischen Spiele 1936 in Berlin eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Die Dokumentation »Das Olympische Dorf« zeichnet die unheilvolle Verbindung von Sport und Militär im NS nach und geht auch auf die Nachgeschichte des Gebäudekomplexes ein.

Samstag, 13. August

05:15 Uhr auf Arte: Lange galt das Foto als getreues Abbild von Realität. Heute muss der Stellenwert des Fotos jedoch neu verhandelt werden. Die Sendung »Photo« widmet sich unter der Regie von Stan Neumann und Alain Nahum diesen Problemen und gibt einen Abriss zur Geschichte der Pressefotographie.

Sonntag, 14. August

12:15 Uhr auf Arte: Stan Neumann und Alain Nahum widmen sich in der Sendung »Photo. Intimität in der Photographie« einer in den 60er Jahren erstmals auftretenden Tendenz, abseits der reinen Äußerlichkeit das Innenleben der fotografierten Objekte abzubilden. Die Dokumentation stellt berühmte Fotografen vor, die sich dieser subjektiven Innenschau verschrieben haben, unter anderem Jacques Henri Lartigue, Nan Goldin oder Lee Friedlander.

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