Meldungen zu Buch und Medien

Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 10. bis 16. Juli 2017

Einiges zu bieten haben die Sender in dieser Woche: Blicke auf das Werk von David Hockney, auf die Geschichte des Hauses der Kunst in München, spannende Video- und Klangkunst. Es wird nicht langweilig!

Montag, 10. Juli

17:00 Uhr auf ARDalpha: Die Reihe »Stil-Epochen« widmet sich schlaglichtartig der Entwicklung der Kunst. Heute ist mit der Gotik die Kunst des Hohen Mittelalters an der Reihe, die neben prächtigen Architekturen auch exquisite Buchkunst und Tafelmalerei zu bieten hatte.

19:30 Uhr auf 3sat: Wolfgang Beltracchi foppte mit seinen Fälschungen die Kunstwelt bis er 2010 schließlich aufflog. Das konnte er nur dank seines Könnens. In der Reihe »Der Meisterfälscher« porträtiert er bekannte Zeitgenossen im Stile großer Maler. Heute sind Niccel und Emil Steinberger an der Reihe, denen ein Werk im Stile Joaquin Sorollas zuteil wird.

Dienstag, 11. Juli

00:20 Uhr auf Arte: Robert Frank ist einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, aber auch einer der Väter des Independent-Kinos, obendrein wohl einer der wichtigsten Begleiter der Beat-Generation. Die Dokumentation »Blick in die Seele Amerikas – Der Fotograf Robert Frank« porträtiert ihn.

20:03 Uhr in Bayern2: Das »Nachtstudio« zeichnet heute nach wie der Mythos Walter Benjamin entstand. Unter dem Motto »Ein nicht ganz stubenreiner Marxist« sucht sie nachzuzeichnen wie aus dem eigentlich erfolglosen Intellektuellen vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zum intellektuellen Heilsbringer wurde.

Mittwoch, 12. Juli

08:05 Uhr auf Arte: In der Provence kann man sich wunderbar auf die Spuren Cézannes begeben – es gibt Wanderwege, sein Atelier Les Lauves kann man besichtigen und noch so einiges mehr. Die Sendung »Stadt Land Kunst« ist hier unterwegs und macht außerdem noch Abstecher nach Rom und Prora.

20:15 Uhr auf ARD: Maria Altmann ist eigentlich zufrieden. Doch dann erfährt sie, dass sie rechtmäßige Erbin einiger Werke Gustav Klimts ist, die ihre Familie auf der Flucht vor den Nationalsozialisten zurücklassen mussten. Der Spielfilm »Die Frau in Gold« erzählt von ihrem Kampf um die verlorenen Meisterwerke, darunter das berühmte Gemälde Adele Bloch-Bauers.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Unter dem Motto »Die Tage des Elektronischen Bewegtbildes« beschäftigt sich die Sendung »Kunstraum« mit dem Video als künstlerischem Medium. Die begleitet ein Ausstellungsprojekt des Galeristen Gottfried Düren, der 14 Künstlern und Künstlergruppen je eine Garage als Ausstellungsraum zur Verfügung stellte.

Donnerstag, 13. Juli

02:10 Uhr auf ARD: »Klimt« zeigt den Österreichischen Maler Gustav Klimt im Spielfilm. Mit hochkarätiger Besetzung, darunter John Malkovic als der Künstler, entwickelt Regisseur Raoul Ruiz seine Idee vom ausschweifenden Leben Klimts.

13:00 Uhr auf Arte: »Stadt Land Kunst« beschäftigt sich heute unter anderem mit dem Verhältnis des Malers David Hockney und Los Angeles. Als der Künstler sich hier als junger Mann niederließ, idealisierte er die Stadt der Engel in seinen Werken. Sie prägt ihn bis heute.

Freitag, 14. Juli

00:05 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Mwangi Hutter stellt heute das Werk »What Touches Us Most« in der »Klangkunst« aus. Die Radiokunstausstellung zur documenta wird auf mehreren Sendern weltweit ausgestrahlt.

Samstag, 15. Juli

05:05 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: »Aus den Archiven« strahlt heute das Feature »…lieber tot als ausgeliefert« aus dem Jahr 1992 aus. Es erzählt von der Flucht zahlreicher deutscher Intellektueller vor den Nationalsozialisten. Einer von ihnen war Walter Benjamin.

08:05 Uhr in Bayern2: Das Haus der Kunst in München feiert seinen 80. Geburtstag. Als architektonisches Vorzeigeprojekt der Nazis entstanden, überlebte es den Krieg und beherbergte ab 1946 wieder Kunst und mit den Künstlern, die im Dritten Reich als »entartet« galten wurde hier deren Demagogie im Nachhinein etwas entgegengesetzt.

09:05 Uhr auf 3sat: »Vom Winde verweht« kann Landart schnell sein – und genau das ist die Idee dahinter. Die Dokumentation begleitet drei Künstler – Jean-Yves Piffard, Sylvain Meyer und Niklas Göth – bei ihrer Arbeit und lädt dazu ein, diese Kunstform zu entdecken.

Sonntag, 16. Juli

17:20 Uhr auf Arte: David Hockney feiert in diesem Jahr seinen 80 Geburtstag. Die Dokumentation » David Hockney - Die wiedergefundene Zeit« porträtiert den Briten, der immerhin einer der wichtigsten englischen Maler der Gegenwart ist.

18:30 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Eva Hesse war eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Arte Povera und ist wohl auch dank ihres kurzen Lebens zum Mythos geworden. Im Hörspiel »alles, aber anders« nähert sich Ulrika Haage in zwölf Miniaturen der Künstlerin an.

22:10 Uhr auf ARDalpha: »Bildersturm im Dritten Reich – Es sprechen die Zeugen« erinnert an die Propaganda-Ausstellung »Entartete Kunst«, die die Nazis vor 80 Jahren eröffneten. Dabei kommen vor allem Künstler zu Wort, die ihre Bilder dort ausgestellt sehen mussten, darunter Ewald Mataré oder Otto Dix.

22:45 Uhr auf MDR: Günter Rössler war in der DDR einer der Starfotografen schlechthin. Seine Akte waren dabei stets fern jeder Pornografie und inszenierten den weiblichen Körper selbstbewusst und stolz. Die Dokumentation »Der Aktfotograf« lässt ihn ebenso zu Wort kommen wie seine Models.