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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 20. bis 26. Februar 2017

Mit Einblicken in die staatlichen Kulturinstitutionen, in das Werk zeitgenössischer Künstler wie Mark Lombardi und Ulrich Rückriem, Gespräche mit Philipp Demandt und Christoph Niemann und noch so einiges mehr erwartet Sie, wenn sie in der dritten Februarwoche Ihr Radio oder Ihren Fernseher anschalten.

Montag, 20. Februar

15:05 Uhr in Bayern2: »Punkt, Punkt, Komma, Strich«, unter diesem Motto steht die Sendung »radioWissen« Darin stehen Satzzeichen und konkrete Poesie ebenso im Mittelpunkt wie Eugen und Nora Gomringer, die sich als Lyrikerin und Performancekünstlerin einen Namen machte.

22:05 Uhr auf One: 1987 saß der Musiker Falco dem österreichischen Maler Ernst Fuchs Modell. Dabei entspann sich ein spannender Dialog, der für das Fernsehen aufgezeichnet wurde. In »Falco sitzt Modell beim Malerfürsten Ernst Fuchs« kann man ihn verfolgen.

Dienstag, 21. Februar

20:03 Uhr in Bayern2: »Rituale der staatlichen Kulturproduktion« stehen im Mittelpunkt des »Nachtstudios«. Denn auch im Kulturland Deutschland wird gespart, die Löhne sind schlecht, befristete Anstellungen der Regelfall. Die Sendung übt eine fundamentale Kritik.

Mittwoch, 22. Februar

11:15 Uhr auf 3sat: »Wo sich Himmel und Erde begegnen – Die Propstei St. Gerold« stellt Niederlassung der Benediktiner vor allem in ihren kulturellen Facetten vor. Der Architekt Arnold Stöckli hat hier ebenso seine Spuren hinterlassen wie der Maler Ferdinand Gehr mit dem Fresko »Menschwerdung Christi«. Obendrein gibt es jedes Jahr ein reichhaltiges Kulturprogramm.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Christian Schnurer und Tamar Mayar Sharabi brachten mit »Transport a Smell of Revolution« das ausgebrannte Privatfahrzeig eines tunesischen Polizisten mitten in die Münchner City. Ihr Ziel: Mit dem zerstörten Fahrzeug einen tieferen Eindruck des arabischen Frühlings zu vermitteln als Artikel und Fernsehberichte dies können. »Kunstraum« begleitete sie bei dem Projekt.

22:30 Uhr auf Arte: 2012 eroberten Dschihadisten den Norden Malis und hinterließen auch in Kunst und Kultur eine Spur der Verwüstung;sie zerstörten Mausoleen und verbrannten historische Handschriften. Doch die Mehrheit der Handschriftensammlung der Universität von Timbuktu konnte durch geheime Transporte gerettet werden. »Der Schatz von Timbuktu – Eine Rettungsgeschichte« erzählt von der mutigen Aktion.

Donnerstag, 23. Februar

03:00 Uhr auf Arte: Mark Lombardi thematisierte in seiner Kunst immer wieder die Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Terrorismus. So zeichnete er denn auch Netzwerke, die auf eigenen Recherchen beruhten und von gefährlichen Verknüpfungen erzählten. 2000 fand man ich erhängt in seinem Atelier. »Mark Lombardi – Kunst und Konspiration« widmet sich dem Künstler und dem Geheimnis um seinen Tod.

09:45 Uhr in WDR5: Die »ZeitZeichen« erinnern heute an den Todestag des englischen Malers Joshua Reynolds. Der begründete den englischen »Great Style«, der dem Repräsentationsbedürfnis aristokratischer und großbürgerlicher Schichten entsprach, machte sich aber auch als Kunstkritiker einen Namen.

12:05 Uhr in hr2-kultur: Philipp Demandt, seit Oktober 2016 Kopf von Städel, Schirn und Liebieghaus, ist heute zu Gast in »Doppelkopf«. Bisher hat er schon mehrfach Künstler wieder aus der Versenkung geholt – in der Sendung spricht er über seine bisherige, aber auch seine zukünftige Arbeit.

Freitag, 24. Februar

20:10 Uhr in Deutschlandfunk: Ulrich Rückriems Skulpturen zeichnen sich durch ihren Minimalismus aus – oft sind sie einfach nur Quader. Seit einigen Jahren zeichnet er auch. Das Feature »Der Moment ist die Ewigkeit« versucht eine Annäherung.

Samstag, 25. Februar

22:05 Uhr in Bayern2: Nachhaltigkeit ist das Thema des Bauingenieurs und Architekten Werner Sobeks. Der ist Initiator der Initiative Nachhaltiges Bauen und hat zahlreiche Bauprojekte begleitet. In »Eins zu Eins. Der Talk« spricht er über seine Arbeit.

Sonntag, 26. Februar

13:30 Uhr in Deutschlandfunk: Christoph Niemann zog direkt nach seinem Kunststudium nach New York, ergatterte prompt einen Job bei der New York Times – und hat heute weltweit Erfolg. Geradliniger geht kaum. In »Zwischentöne« begibt sich Moderator Joachim Scholl ins Gespräch mit dem Zeichner und Illustrator.

15:05 Uhr in BR Heimat: Alfred Kubin und Emmy Haesele stehen im Mittelpunkt der Sendung »Bayern – Land und Leute«. Beide waren verheiratet, als sie sich kennen lernten und eine merkwürdige Viererbeziehung begann. Die Sendung erzählt die Geschichte dieses »Liebesexperiments« der beiden Künstler und ihrer Ehegatten.

17:35 Uhr auf Arte: Im Iran schlummert ein kaum bekanntes Kleinod. Hier befindet sich die größte Sammlung zeitgenössischer Kunst außerhalb der USA und Europas. Aber gezeigt wird sie nicht, nein, sie schlummert in den Depots. »Der verborgene Schatz« stellt die Sammlung vor und erzählt ihre Geschichte.