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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 23. bis 29. Januar 2017

Von Maria Sibylla Merian über die ikonischen Fotografien Dorothea Langes bis hin zu aktueller Architektur und Aktionskunst reicht die Bandbreite dessen, das sich in dieser Woche im Äther tummelt.

Montag, 23. Januar

15.05 Uhr in Bayern2: Maria Sibylla Merians künstlerisches Talent als Malerin von Pflanzen, aber auch Insekten und Tieren, fiel ihrem Stiefvater schon früh auf. Er förderte sie und so wurde aus ihr die bedeutende Naturforscherin und Künstlerin, die wir heute kennen. In »radioWissen am Nachmittag« ist sie Thema.

15:40 Uhr auf Arte: El Argar heißt die Stadt, die mutmaßlich der Überrest des ersten Staates des Okzidents ist. Im Gegensatz zum antiken Rom und Griechenland aber ist diese Kultur vergessen, die heute dank Archäologen wiederentdeckt wird. »Abenteuer Archäologie – El Argar, eine vergessene Kultur« stellt den aktuellen Forschungsstand dar.

Dienstag, 24. Januar

13:00 Uhr auf SRF Info: Die Amerikanerin Dorothea Lange brachte ihre Landsleute dank ihrer ikonischen Fotografien dazu, das Land realistisch zu sehen und nicht nur als Traumwelt. Mit ihrer »Migrant Mother« schrieb sie wahrscheinlich Geschichte. Im Film »Dorothea Lange – einen Funken Ewigkeit einfangen« nähert sich ihre Enkelin ihrer Arbeit an.

17:05 Uhr in SWR2: Hochhäuser erleben gerade wieder einen Boom in zahlreichen Innenstädten. Unter dem Motto »Höher, teurer, klüger« diskutieren der Architekturkritiker Nikolaus Bernau, die Architektin Regine Leibinger und der Direktor des Deutschen Architekturmuseums, Peter Cachola Schmal.

20:00 Uhr in NDR Kultur: Das Selfie ist wohl eines der am meisten umstrittenen Phänomene der Gegenwart. Seine Vorläufer hat es in den Selbstbildnissen zahlreicher Künstler seit der Renaissance. Damals bildeten sich die ersten Künstler selbstbewusst ab. Die Sendung »Kulturforum» nähert sich dem Phänomen unter dem Motto »Hauptsache Ich« an.

Mittwoch, 25. Januar

11:25 Uhr auf SRF1: »Die Schweiz bauen« stellt wichtige Architekturen des Alpenstaates vor. In der aktuellen Ausgabe können Sie die Kapelle Saint-Loup kennen lernen, eine Kapelle auf Zeit, denn

21:45 Uhr auf ARDalpha: Jozek Nowaks Vater war Waldarbeiter, und so verwundert es kaum, dass er schon in frühen Jahren seine Spielzeuge selbst schnitzte und baute. Sein Weg führte ihn von da aus gerade zur Bildhauerei. »The Messengers« ist sein Denkmal für dreizehn Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. »Kunstraum« stellt Künstler und Werk vor.

Donnerstag, 26. Januar

05:30 Uhr auf ZDFinfo: Lange genug hat es immerhin gedauert bis die Hamburger Elbphilharmonie endlich eröffnete. Entstanden ist trotz aller Querelen ein Bauwerk mit spektakulärer Fassade und einem einzigartigen Klang im Innern. In der Dokumentation »Die Elbphilharmonie – Hamburgs Jahrhundertbauwerk« begibt sich das Filmteam an den letzten drei Tagen vor der Eröffnung hinter die Kulissen.

19:30 Uhr auf ZDFinfo: In der Reihe »Geschichte der Technik« steht heute ein Material im Fokus, das für die Wissenschaft und Technik, aber auch für die Kunst eine große Bedeutung hat: Glas. Ob als Linse, als Fenster oder als Glaskunst hat es die Welt verändert.

Freitag, 27. Januar

00:00 Uhr in Deutschlandradio Kultur: Der zweite Teil des »Arts Birthday« ist heute in der »Klangkunst« zu hören. Lautpoesie, aber auch experimentelle elektronische Musik erwartet die Radiohörer dabei.

Samstag, 28. Januar

12:25 Uhr auf SRFinfo: In »Josephsohn – Stein des Anstoßes« porträtiert Jürg Hassler seinen Künstlerfreund Hans Josephsohn. Damit schuf er einen Klassiker des Schweizer Kinos, bestehend aus Gesprächen zwischen den beiden Herren und der Beobachtung seines Freundes im Atelier.

Sonntag, 29. Januar

11:25 Uhr auf Arte: Statt Sonntagsbraten gibt es auf dem deutsch-französischen Sender wieder einen künstlerischen »Augenschmaus«. Jiro Taniguchi lässt in »Der Gourmet – Von der Kunst allein zu genießen« seine Hauptfigur verschiedene traditionelle Gerichte probieren. In der Sendung setzt ein Küchenchef diese um.

13:05 Uhr in Bayern2: Wolfram Kastner, seines Zeichens Aktionskünstler, ist rein thematisch ein unangenehmer Zeitgenosse, denn er wird nicht müde, an die Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern, etwa mit der jährlichen Erinnerung an die Bücherverbrennung in München. »Bayern – Land und Leute« stellt ihn vor.

14:04 Uhr in hr2-Kultur: »Kaspar Hauser oder die Goldene Freiheit« entstand nach einer Drehbuch-Vorlage Meret Oppenheims, die die Künstlerin 1942 schuf. Noch einmal überarbeitet wurde diese 1970. Heute ist es als Madrigal zu hören.

20:05 Uhr in Bayern2: Den Mythos rund um das Künstlerhaus erkundet die Reihe »Bayerisches Feuilleton« mit »Home is where the art is«. So stellt die Sendung etwa die Villa Franz von Stucks vor oder Gabriele Münters »Russenhaus« vor.