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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 24. bis 30. Juli 2017

Design, Architektur und Kunsthandwerk, Blicke auf Künstler wie Max Mannheimer und Constantin Brancusi, aber auch auf das Phänomen Comic-Reportage, und noch so einiges mehr haben Rundfunk und Fernsehen in der letzten Juliwoche im Angebot.

Montag, 24. Juli

14:05 Uhr in Bayern2: Die Grundsatzfrage des Tourismus stellen heute die »Radioreisen«. Die Sendung stellt drei Städte vor, die unter den jährlichen Besucherzahlen ächzen und ihre Architekturen und ihr Flair trotz Touristenmassen erhalten wollen.

Dienstag, 25. Juli

00:25 Uhr auf Arte: »Auf der Suche nach der Schönen Unbekannten« von Stéphan Breton nimmt sich schwar-weiße Analogbilder her und setzt diese in Bewegung. Die Bilder hatten ursprünglich nichts miteinander zu tun, aber der Regisseur setzt sie zueinander in Beziehung und erzählt seine ganz eigene Geschichte.

22:05 Uhr auf MDR: Inzwischen Kult sind zahlreiche Alltagsgegenstände aus der DDR. Das hat auch einiges mit ihrem ganz speziellen Design zu tun. »Schwalbe und Plasteschüssel – Alltagsdesign in der DDR« widmet sich der Formsprache des Arbeiter- und Bauernstaates.

23:45 Uhr auf RBB: Vor inzwischen 55 Jahren wurde der Grundstein für die Gropiusstadt im Berliner Südwesten gelegt, damals galt ihr Entwurf als kühn. Die Dokumentation »Gropiusstadt – da leben wir« besucht die Siedlung, blickt in ihre Geschichte und porträtiert ihre Bewohner.

Mittwoch, 26. Juli

10:00 Uhr in SWR1: Christian Zott war erfolgreicher Unternehmer. Dann aber stellte er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens und wagte den radikalen Bruch: studierte Philosophie und plant nun Kunstprojekte. In »Leute« spricht er über seine Leidenschaft und wie sie sein Leben veränderte.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Max Mannheimer war einer der letzten Zeitzeugen des Holocaust, überlebte Auschwitz und Dachau und gab Malunterricht. Auch im hohen Alter war er noch künstlerisch aktiv. »Kunstraum« hat ihn besucht und bei seiner Arbeit beobachtet.

Donnerstag, 27. Juli

05:00 Uhr auf Arte: Nun haben sie es auch ins Museum geschafft. Die Musiker von Pink Floyd haben nicht nur Musikgeschichte, sondern sind ein echter Mythos, ihre Auftritte zelebrierten Klang als Kunstform und Licht als Magie. Im Mai 2017 wurden sie in London auch endlich musealisiert. Der Livemitschnitt »Pink Floyd P.U.L.S.E« macht deutlich, warum das gerechtfertigt ist.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Die Sendung »Stil-Epochen« stellt die wichtigsten Kunstepochen stets im Überblick vor. Heute widmet sie sich dem Klassizismus und er Kunst der Romantik.

Freitag, 28. Juli

00:05 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: »Every Time A Ear di Soun« präsentiert als Klangkunstausstellung parallel zur documenta eine besondere Ausstellung. Mit Marco Montiel-Sontos »The Origin of Everything« kann man sich heute auf eine akustische Reise durch Südamerika begeben.

19:30 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Die »Zeitfragen« widmen sich heute dem Phänomen Comic. Genauer gesagt: dem Comic in Deutschland, der allmählich auch die Reportage für sich entdeckt und Geschichten aus der Realität in knappen Bildern erzählt.

20:10 Uhr in Deutschlandfunk: Das Feature »Jozi-Stories« berichtet von Künstlern aus Johannesburg. Die südafrikanische Stadt beherbergt zahlreiche Künstler aller Couleur, darunter natürlich William Kentridge als den wohl berühmtesten, aber auch zum Beispiel die Textilkünstlerin Billie Zangewa.

Samstag, 29. Juli

00:30 Uhr auf ARDalpha: Eine lange Nacht der Kunst erwartet alle Schlaflosen heute. Der Sender zeigt zahlreiche Folgen der Serie »Kunstraum«, die Künstler bei ihrer Arbeit an jeweils einem bestimmten Werk begleitet und so einen Einblick in ihr Schaffen gibt.

19:45 Uhr auf 3sat: Wer mit aufmerksamen Augen die documenta besucht, der wird auch auf 400 Rentierschädel stoßen. Die Künstlerin Máret Ánne Sara ist die Schöpferin des Werkes und protestiert damit gegen den Umgang der norwegischen Regierung mit den Rentierherden der Sami. »Sami-Künstler auf der documenta 14« verknüpft Kunst und Politik.

Sonntag, 30. Juli

01:10 Uhr auf ARDalpha: Die Reihe »Der letzte seines Standes?« stellt Berufe vor, die vom Aussterben bedroht sind. Heute Nacht gibt es zahlreiche Folgen der Sendung, darunter Einblicke in die Arbeit von Buchbindern, Schriftsetzern und Steindruckern.

05:00 Uhr auf Arte: Constantin Brancusi schlug die künstlerische Brücke von Rodin zu Kandinsky – er scheute sich nicht vor Brüchen und Widersprüchen, wichtig war ihm nur seine Inspiration. Die Dokumentation »Skulpturen – Constantin Brancusi« widmet sich intensiv seinem Werk.

18:30 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Im Hörspiel gibt es heut »Crossing Map« Liliane Lijn zu hören. Lijn war Vorreiterin der Computerkunst und ist bis heute ein wichtiger Part der zeitgenössischen Kunst. Im Anschluss gibt »Glittering the Sun« eine Einführung in ihr Werk.