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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 25. bis 31. Juli 2016

Ob Gerhard Richter oder Jeff Koons, Pablo Picasso, Marcel Duchamp oder Le Corbusier – die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts prägt in dieser Woche das Radio- und Fernsehprogramm. Aber auch für Fans von Arnold Böcklin, von ungewöhnlichen Künstlern oder dem Louvre ist etwas dabei.

Montag, 25. Juli

02:10 Uhr auf Arte: »Der Tick als Kunst« stellt sechs Künstler vor, die ihre kleine Macke zur Kunst erhoben haben: Yayoi Kusama zum Beispiel gilt als Königin der Punkte, die alle ihre Bilder dominieren, während Hans-Jörg Georg den Traum von einem riesigen Arche-Luftschiff träumt.

10:05 Uhr in BR Heimat: Sozialer Wohnungsbau vor 500 Jahren, das war die Augsburger Fuggerei. Die einflussreiche Familie stiftete aber nicht nur Wohnungen, sondern verwandelte ihren Reichtum auch in Kunst und Kirchenausstattung. Ihre Spuren sind in ganz Augsburg zu entdecken. Die Sendung »BR Heimat – Habe die Ehre« spricht mit dem Experten Martin Kluger.

Dienstag, 26. Juli

10:50 Uhr auf Arte: Der Louvre ist ein Museum der Extraklasse und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Und genau diese erzählt die zweiteilige Dokumentation »Die Louvre-Saga«. Der erste Teil erzählt von der »Zeit der Verwandlungen« und der zweite berichtet über »Die Zeit der Revolutionen« und zahlreichen Veränderungen am Gebäude und in seinen Sammlungen.

13:00 Uhr auf Arte: Seit 1929 beheimatete das Bernische Historische Museum eine ganz besondere Figur. Der sogenannte Ekeko ist der Gott des Glücks und der Fruchtbarkeit des Andenvolks der Aymara. Der Film »Der Geist ruft aus der Ferne – Kulturraub im Berner Museum« berichtet von der Rückgabe der kleinen Statue an den Staat Venezuela.

Mittwoch, 27. Juli

10:05 Uhr in Bayern 2: Die Sendung »Notizbuch« fragt sich, ob die Kreativwirtschaft eine »Brotlose Kunst« ist. Kultur und Kreativität boomen nämlich, aber u welchen Bedingungen? Wovon leben Street-Artists, was machen Opernsänger außerhalb der Spielzeiten, kann man mit Malerei den Lebensunterhalt bestreiten ohne ein Olafur Eliasson zu sein? Die Sendung widmet sich diesen Fragen

23:55 Uhr auf Arte: Kürzlich wurden einige seiner Bauten zum Welterbe erhoben, aber auch so ist Le Corbusier eine der herausragendsten Gestalten der Architektur des 20. Jahrhunderts, denn mit seinen klaren und nüchternen Entwürfen hat er unsere Vorstellung vom kollektiven Wohnung nachhaltig verändert. »Das Jahrhundert des Le Corbusier« erklärt, wie er das geschafft hat.

Donnerstag, 28. Juli

00:55 Uhr auf WDR: Gerhard Richter ist wohl jedem ein Begriff und gilt als das Aushängeschild der deutschen Kunst der Gegenwart. Der Film »Gerhard Richter Painting« geht vom Gesamtwerk des gebürtigen Dresdners aus und untersucht, was hinter Richters kraftvollen Bildern steckt.

15:50 Uhr in Bayern2: An den 28. Juli 1887 erinnert das heutige »Kalenderblatt«. An diesem Tag nämlich wurde der spätere Maler und Objektkünstler Marcel Duchamp geboren, der vor allem mit seinen Ready-mades, aber auch mit einzelnen Werken wie »Akt, eine Treppe herabsteigend Nr. 2« Maßstäbe setzte und die Kunst des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägte.

22:55 Uhr auf SRFinfo: Arnold Böcklins »Die Toteninsel« ist Kult und war wohl aus keinem bürgerlichen Wohnzimmer um 1900 wegzudenken. Damit ist der Maler einer der bekanntesten Künstler des Symbolismus. Die Sendung »NZZ Format« widmet sich unter dem Motto »Arnold Böcklin – der Traum vom Tod« seiner oft düsteren Bildwelt, in der sich die Sehnsucht nach dem Ende mit seiner Liebe zu seiner Wahlheimat Italien mischte.

Freitag, 29. Juli

00:05 Uhr in Deutschlandradio Kultur: »Klangkunst« vom feinsten zu später Stunde bietet das Soundporträt der Klangkünstlerin Maryanne Amacher, geschaffen von Alvin Curran. »Hello, How Are You« ist inspiriert von einem gemeinsamen Aufenthalt in einer Künstlerkommune, der gemeinsame Betrachtungen über Klang und Kunst anregte.

17:00 Uhr auf ARDalpha: Die Sendung »Kunstraum« stellt heute das sogenannte Adler-Universum vor. Die Künstlerin Adler A.F. hat hier einen Skulpturenpark entstehen lassen und damit einen ungenutzten Ort zu einem Kunstraum gemacht – und das, obwohl die Villa aus den 1930er Jahren jederzeit abgerissen werden könnte. Die »Lange Nacht« erkundet ihr Werk.

Samstag, 30. Juli

00:05 Uhr in Deutschlandradio Kultur: Gertrude Stein war Verlegerin, Schriftstellerin und natürlich auch Kunstsammlerin. Sie gilt als eine »Mutter der Moderne«, kannte Picasso, Matisse und andere Künstler persönlich und war überhaupt eine der großen Figuren der Kulturszene des 20. Jahrhunderts.

Sonntag 31. Juli

10:10 Uhr auf SWR: Das sogenannte Haus Tugendhat im tschechischen Brno gilt als Meisterwerk der Klassischen Moderne und als der bedeutendste Bau Mies van der Rohes auf europäischem Boden. Zur Zeit der Erbauung war die Stadt ohnehin ein Zentrum der architektonischen Avantgarde der 20er. »Schätze der Welt« widmet sich dem Haus Tugendhat und seinem Umfeld.

13:10 Uhr auf Arte: »Picasso im Blick der Fotografen« zeigt, dass und warum der spanische Künstler der wohl am meisten fotografierte Künstler des 20. Jahrhunderts war und erklärt auch, warum er selbst von der Technik der Fotografie so fasziniert war.

17:35 Uhr auf Arte: Jeff Koons ist ein Phänomen! Ob »Balloon Dog«, »Tulips« oder auch mal ein von ihm gestalteter BMW – der Amerikaner scheut sich nicht, die Grenzen zwischen Kitsch und Kunst verschwimmen zu lassen. Die Dokumentation »Jeff Koons – Alles ist schön« versucht zu ergründen, was hinter dem Erfolg steckt.