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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 28. März bis 03. April 2016

Zum 125. Geburtstag und 40. Todestag des berühmten Dadaisten und Surrealisten Max Ernst wartet das Radio- und Fernsehprogramm auf mit Dokumentationen über den Künstler. Aber auch andere Künstler und einige Architekten kommen zum Zug in vielen interessanten Beiträgen und Dokus.

Montag, 28. März

18:15 Uhr auf Alpha: Wolkenkratzer wie der Burj Khalifa gelten als Weltwunder der Neuzeit. Doch die Grundprinzipien der Architektur wurden schon vor Jahrtausenden entdeckt und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Sendung »Antike Mega-Bauwerke« zeigt einen Beitrag zur »Notre-Dame de Chartres«.

22:30 Uhr auf Alpha: »Max Ernst – Ein Selbstporträt« zum 40. Todestag des Künstlers, der zusammen mit Hans Arp in Köln die "Dada"-Gruppe gründete. Ab 1922 in Paris lebend gehört er dort zu den Vätern des Surrealismus. In dem Doku-Porträt erzählt Max Ernst aus seinem Leben.

Dienstag, 29. März

09:00 Uhr auf Arte: Die Chinesische Mauer ist eines der größten Bauwerke der Menschheitsgeschichte. Sie erstreckt sich über Tausende Kilometer von der Küste am Pazifik bis zur Wüste Gobi. Für kein anderes Projekt brauchte man so viel Zeit, Arbeitskraft und Material. Der Film ergründet die Geheimnisse des »Welt größten Bauwerks – Chinas große Mauer«.

20:15 Uhr auf Phoenix: »Die Bernsteinstraße« folgt der Spur des Bernsteinhandels in der Bronzezeit von Ägypten bis zum südbayerischen Bernstorf. Die versunkene Siedlung war ein bronzezeitlicher Knotenpunkt auf der über 5000 Kilometer langen Route zur baltischen Ostseeküste. Ein Stein, der brennt, schwimmt und Millionen Jahre altes Leben konserviert: Bernstein.

Mittwoch, 30. März

11:15 Uhr auf SF1: »ArchitecTour de Suisse« zeigt in ihrer dritten Folge ein Porträt des Tessiner Architekten Raffaele Cavadini.

21:45 Uhr auf Alpha: Ein bald 96jahriger Überlebender von Auschwitz und Dachau gibt Malunterricht. Max Mannheimer ist einer der letzten Zeitzeugen aus der furchtbaren Zeit des so genannten Dritten Reiches, dessen Vergangenheit uns immer wieder einholt. Und er meldet sich besonnen, nicht anklagend zu Wort. Der »Kunstraum« versucht, Licht in dieses einmalige Werk zu bringen.

Donnerstag, 31. März

22:00 Uhr auf MDR Figaro: Zum 125. Geburtstag und 40. Todestag des Malers, bringt MDR Figaro »Das Selbstporträt. Der Maler Max Ernst«. Mit seinen Gemälden und Skulpturen, mit Zeichnungen und Collagen - mit seiner Kunst hat Max Ernst die Welt des Unter- und Unbewussten ergründet und so seiner eigenen und den nachfolgenden Generationen das Sehen neu gelehrt. Neben und mit Künstlern wie André Breton, Salvador Dalí und Luis Buñuel, neben Joan Miró und Alberto Giacometti entwickelt er sich zu einem der wichtigsten Vertreter der Surrealisten.

22:30 Uhr auf BR: Die Sendung LIDO zeigt »Ein Tag im Leben von Lydia Daher«. Einen Tag war das Filmteam unterwegs durch Augsburg mit der Lyrikerin, Sängerin und Collage-Künstlerin Lydia Daher. Lydia Daher präsentiert ihre Bilder und ihre Stadt, sie zeigt die lebendige Szene von Künstlern und Kreativen in Augsburg, denkt nach über das Scheitern, liest ihre Gedichte zu Hip-Hop-Beats im alternativen City Club, singt ein paar Songs im Bandproberaum und erklärt ihre Ausstellung im Augsburger Kunstverein.

Freitag, 01. April

06:05 Uhr auf ZDF neo: Die alte Burg Eltz wird saniert. Eine Dokumentation zur »Rettung für die Märchenburg« bringt ungeahnte Schätze zu Tage.

08:30 Uhr auf SWR2: Vor 20 Jahren entdeckten Höhlenforscher in der Schlucht der Ardèche Felsmalereien, die alles übersteigen, was bisher in Europa gefunden wurde: 425 Tierdarstellungen bevölkern die Wände der Chauvet-Grotte: Löwen, Bisons, Wollnashörner, Mammuts, Höhlenbären. Die Fresken sind 36.000 Jahre alt und zählen zu den frühesten und ausgefeiltesten Höhlenmalereien der Welt. SWR2 Wissen erzählt von »Die Geburt der Kunst. Die Chauvet-Grotte in der Ardéche« von Bettina Kaps.

Samstag, 02. April

08:15 Uhr auf SWR: Der Zeitraum von 1911 bis 1914 war denkbar kurz, der Austausch außergewöhnlich produktiv. Mit taumelnden Eiffeltürmen, vibrierenden Fensterbildern und farbsatten Kreisformen bringt Robert Delaunay Licht und Farbe in den Kubismus und beeinflusst nachhaltig die deutsche Kunstszene. Klee, Macke und Marc besuchen den französischen Kollegen 1912 im Atelier in Paris, sie bewundern seine innovative Farbtechnik, die wie ein Echo in den Bildern der Deutschen auftaucht: »Klee, Macke, Marc und Delaunay – Im Rausch der Farben«.

12:00 Uhr auf ZDF-info: Unterirdische Tunnelsysteme, deren Zweck niemand erklären kann. Schätze, die seit Jahrhunderten als verschollen gelten. Uralte Heiligtümer, die einem unbekannten Kult geweiht sind. Seit Generationen suchen Forscher nach Antworten auf die großen Rätsel der Geschichte. Heute liefern Techniken wie Georadar und DNS-Analysen neue Daten und überraschende Ergebnisse. ZDF-History analysiert sieben »große Rätsel der Archäologie«, die ungeklärt sind.

21:45 Uhr auf Alpha: Folge 9 von »Stilepochen« dieses Mal zum Thema »Stilpluralismus, Biedermeier und Gründerzeit (1790-1890)«. Es ist eine filmische Reise durch Europa an die wichtigsten Orte künstlerischen und architektonischen Schaffens, wo unterschiedliche Stile sichtbar in ihrem historischen Kontext dargestellt und an eindrücklichen Beispielen für den Zuschauer erfahrbar werden.

Sonntag, 03. April

08:10 Uhr auf HR: Hermann Henselmann (1905 - 1995) war der bekannteste Architekt der DDR. In Ostberlins Mitte hat er bedeutende bauliche Marken gesetzt. Exemplarisch für seine Arbeit sind das Hochhaus an der Weberwiese, der Platz der Vereinten Nationen (früher Leninplatz), sowie das Haus des Lehrers mit bcc (früher Kongresshalle) am Alexanderplatz. In der Sendung »Wohnen im DDR-Denkmal« stellt sich die Frage: Wie wohnt man in einem 50er Jahre Hochhaus?

17:35 Uhr auf Arte: Die Dokumentation »Der Maler Henri Rousseau oder Die Geburt der Moderne« begibt sich auf die Spuren des Pariser Malers, genannt "Le Douanier", der Zöllner (1844-1910). Seine Gemälde, in denen es meist um Träume, Fantasie und Kindheit geht, spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der modernen Kunst. Auf originelle Weise beschäftigt sich die Dokumentation mit den Inspirationsquellen, der Arbeitsweise und dem weitreichenden Einfluss des Autodidakten auf die moderne Malerei.

19:10 Uhr auf 3sat: Der berühmte Architekt Renzo Piano hat in Europa das bislang kleinste Minihaus geschaffen. Es ist nur sieben Quadratmeter groß. Die Schweizerin Tanja Schindler hat mit der Ökowohnbox Ökologie und Nachhaltigkeit auf 35 Quadratmetern umgesetzt und erprobt seit zwei Jahren selbst, wie es sich nach dem Motto »Weniger ist mehr« wohnen lässt. Der Kalifornier Jay Shafer, einer der Gründer der Minihaus-Bewegung, lebt seit Jahren in einem zehn Quadratmeter großen Häuschen.