Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 4. bis 10. Dezember 2017

In der neuen Woche erwarten die Zuhörer und Zuschauer einige Meisterwerke, die Sender begehen den Geburtstag Johann Joachim Winckelmanns, blicken auf die Filmgeschichte und noch so einiges mehr.

Montag, 4. Dezember

20:03 Uhr in Bayern2: Das Hörspiel »K für Kunst« lässt den Hörer einen Tag im Leben der Freundinnen und Kunst und Kunstfälschung erleben. Der ist nämlich ganz schön voll: Während die eine kraft ihres Amtes das authentisch Schöne verwalten muss, muss die andere die Gier des Kunstmarktes nach Werken befriedigen.

22:00 Uhr in MDR Kultur: Johann Joachim Winckelmann suchte Schönheit an verschiedenen Orten: in der Freiheit, in einer freien Wissenschaft, und verhalf obendrein der Kunstgeschichte und Archäologie zu ihrer Geburt. Das Hörspiel »Schöne Welt, wo bist du?« begibt sich auf seine Spuren.

23:25 Uhr auf Arte: »Propaganda in Agfacolor« erinnert an 100 Jahre UFA. Die hat nämlich viel mitgemacht, im Guten wie im Schlechten. Propagandafilme finden sich ebenso in der Geschichte wir großes deutsches Kino.

Dienstag, 5. Dezember

20:10 Uhr in Deutschlandfunk: Kurt Schwitters, der große Dadaist, kann als äußerst politischer Künstler behandelt werden. Genau das macht das Hörspiel »Man kann auch mit Müllabfällen schreien – Kurt Schwitters politisch«.

Mittwoch, 6. Dezember

2330 Uhr auf ARDalpha: Wolfram Kastner bezieht mit seinen Arbeiten stets Stellung zu aktuellen Themen, so auch mit »Sicherheit und Frieden«. Die Sendung »Kunstraum« schaut ihm bei der Arbeit an dem Werk über die Schultern.

Donnerstag, 7. Dezember

00:00 Uhr auf ZDF Info: Die Dokumentationsreihe »Aufgedeckt – Rätsel der Geschichte« widmet sich stets einem geheimnisvollen Objekt. Heute ist »Die Kupferrolle vom Toten Meer« Thema, die 1952 entdeckt wurde und mutmaßlich Hinweise auf einen verborgenen Schatz gibt.

23:30 Uhr auf NDR: Die Geschichte um »Die Frau in Gold«, ein Porträt der Adele Bloch-Bauer von Gustav Klimt kann beispielhaft für das Problemfeld Raubkunst stehen. Von den Nationalsozialisten enteignet, floh die Familie in die USA – und Jahrzehnte später kämpft die Tochter der Familie, Maria Altmann, darum das Kunstwerk zurück zu erhalten.

Freitag, 8. Dezember

09:30 Uhr in SWR2: »SWR2 Wissen« widmet sich heute dem großen Universalgenie Leonardo da Vinci. Unter dem Motto »Zeichnend die Welt verstehen« untersucht die Sendung seinen Zugang zur Natur, denn neben Kunstfertigkeit zeichnet seine Zeichnungen auch eine hohe Exaktheit aus.

19:15 Uhr in Deutschlandfunk: Einer gebauten Utopie widmet sich die Sendung »Mikrokosmos – Die Kulturreportage«. In den 1980er Jahren entwarf der Architekt Ricardo Bofill die Les Espaces d'Abraxas, die in ihrer Optik an einen antiken Palast angelehnt sind.

Samstag, 9. Dezember

09:45 Uhr auf WDR5: Heute vor 300 Jahren blickte der Vater von Kunstgeschichte und Archäologie das Licht der Welt – Johann Joachim Winckelmann. Die »Zeitzeichen« werfen ein Schlaglicht auf den Gelehrten, der einen Zeitvertreib der besseren Gesellschaft zur Wissenschaft machte.

14:05 Uhr in BR Klassik: Das Musik-Feature »Gelbe Klänge – Gemälde in Dur« widmet sich der musikalischen Dimension von Bildender Kunst. So haben etwa schon Kandinsky oder Mussorgsky über eine Verbindung der beiden Kunstformen nachgedacht.

20:15 Uhr auf tagesschau24: »Bilder einer Ausstellung« zeigt die Dokumentation. Sie begleitet die größte Ausstellung zur Kunst der europäischen Aufklärung, die je in China gezeigt wurde. 2011 war sie der Höhepunkt eines chinesisch-deutschen Kulturaustausches. Im Anschluss widmet sich der Sendung dagegen zeitgenössischer chinesischer Kunst mit »Ai Weiwei – Drifting«

23:05 Uhr in Deutschlandfunk: Wer sich die Nacht um die Ohren schlagen möchte, der kann das gern mit der Hilfe Winckelmanns tun. Die »Lange Nacht« widmet sich dem Gelehrten und seinem Leben.

Sonntag, 10. Dezember

11:00 Uhr auf Arte: »Hundert Meisterwerke und Ihre Geheimnisse« blickt heute detailliert auf Rembrandts »Nachtwache«. Das erhielt zum Beispiel seinen Namen erst 150 Jahre nach seiner Entstehung, hebt sich aber auch sonst von zeitgenössischen Auftragsarbeiten ab.

17:15 Uhr auf Arte: Amedeo Modigliani war einer der vielen, die Anfang des letzten Jahrhunderts die Pariser Kunstszene bevölkerten. Die Dokumentation »Der zärtliche Blick – Die Akte Modigliani« folgt der These John Bergers, dass insbesondere die weiblichen Akte vor allem vom Verliebtsein handeln.