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Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 8. bis 14. Februar 2016

In dieser Woche rücken aktuelle Probleme wie der Umgang mit kreativer Arbeit, aber auch mit geraubtem Kulturgut in den Vordergrund, die Methoden Paul Klees sind Thema im Rundfunk und kulinarische Kunst gibt es ebenso zu sehen wie antike und mittelalterliche Werke.

Montag, 8. Februar

15:00 Uhr in Deutschlandradio Kultur: Paul Klee und sein Verhältnis zur Kindern ist heute das Thema in der Kindersendung »Kakadu«. Die rückt Kulturthemen, aber auch aktuelles kindgerecht in den Vordergrund.

Dienstag, 9. Februar

06:40 Uhr auf Arte: »Vox Pop« widmet sich dem Krieg im Nahen Osten und seinen Folgen für die Kulturdenkmäler der Region. Seit Kriegsbeginn wurden zahlreiche historische Stätten zerstört und geplündert. Wie illegaler Antiquitätenhandel funktioniert und welche Maßnahmen man dagegen ergreifen kann, das fragt die Sendung.

12:00 Uhr auf SRFinfo: Ob Dada nun eigentlich ein Jux oder wirklich die Revolution der Kunst war, das diskutieren Raoul Schrott und Wolfram Eilenberger. Sie beleuchten dabei die Rolle des Narren, die Lautmalereien der Dadakünstler und natürlich die gesamte Bewegung – in »Dadaismus: Vom Sinn des Unsinns«.

Mittwoch, 10. Februar

08:30 Uhr auf Arte: Die Tempelstadt Naga ist Zeugin der fast vergessenen Hochkultur der Meroiten. Obwohl komplett eigenständig, lassen sich hier Einflüsse griechischer und ägyptischer Kultur erkennen. In »Xenius« können Sie die Kultur und einige beeindruckende Artefakte kennen lernen.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Unter »Restlicht« versteht Werner Mally das aus der vergangenheit in die Gegenwart leuchtende Licht. In seiner gleichnamigen Skulptur fragt er nach dem Umgang mit dem Holocaust in Deutschland und symbolisiert zugleich die Lebensumstände der Verfolgten. »Kunstraum« stellt das Werk vor.

Donnerstag, 11. Februar

01:50 Uhr auf tagesschau24: In Hildesheim war der berühmte Bischof Bernward tätig und hat eine Vielzahl an sakralen Kunstwerken zusammengetragen. Zugleich ist der hiesige Dom ein beeindruckendes Beispiel romanischer Kirchenbaukunst. »Schätze der Welt« schaut sie sich an.

12:05 Uhr in hr2 Kultur: Wolfgang Kersten ist den Methoden Paul Klees auf den Grund gegangen und hat bewiesen, dass der Meister seinem eigenen Werk stets kritisch gegenüberstand. Bekannt ist Kersten dafür, dass er Klees Methoden in seinen Ausstellungen stets besucherfreundlich illustrierte. In »Doppelkopf« erzählt er von seiner Arbeit.

Freitag, 12. Februar

20:15 Uhr auf WDR: Das Dortmunder U ist sicherlich eines der Wahrzeichen der Stadt und steht zugleich für das Ruhrgebiet. Zu Recht, denn immerhin handelt es sich dabei um das erste Hochhaus der Stadt. »Geheimnis Dortmunder U« beleuchtet die Geschichte des Baus und seine aktuelle Rolle als Kulturort.

Samstag, 13. Februar

05:00 Uhr auf Arte: »Augenschmaus« stellt jeweils ein kulinarisches Kunstwerk und sein Motiv in den Mittelpunkt. Heute beweist die Sendung, das Crêpes älter sind als gedacht, denn bereits Pieter Aertsen setzte »Die Pfannkuchenbäckerei« 1560 in Szene.

09:45 Uhr in WDR5: Sigmar Polke ist einer der Mitbegründer des Kapitalistischen Realismus – und hat sich und seine Kunst selbst nie so ganz ernst genommen. Wohl auch deswegen ist er einer der vielseitigsten Zeitgenossen und inzwischen auch auf dem Kunstmarkt eine Institution. »ZeitZeichen« begeht seinen Geburtstag.

21:45 Uhr auf ARDalpha: Die Reihe »Stil-Epochen« unternimmt in kurzen Untersuchungen eine Reise durch die Kunstgeschichte. Heute sind das Frühe Christentum und das Byzantinische Reich an der Reihe, die mit ihren Mosaiken und ihrer von biblischen Themen geprägten Kunst einen Einblick in die frühchristliche und orthodoxe Kultur geben.

Sonntag, 14. Februar

06:30 Uhr auf NDRinfo: Im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe lagern auch zahlreiche Fotografien. Die sind aber bedroht, denn an ihnen nagt der Zahn der Zeit. Von der Arbeit der Restauratoren, dem Wunsch und den Anforderungen an ein größeres Depot und der Bedeutung dieser Fotografien erzählt die Reportage »Wenn der Zahn der Zeit am Foto nagt«.

11:25 auf Arte: Max Liebermann erregte zu seiner Zeit mit seinen Bildern arbeitender Frauen Aufsehen. Auch die »Konservenmacherinnen« waren ein solches und illustrierten zugleich neue Essgewohnheiten. »Augenschmaus« stellt das Werk, aber auch die Konservierung von Lebensmitteln, vor.

17:35 Uhr auf Arte: »Viva Dada« ruft die Dokumentation uns zu und beleuchtet die ersten Jahre der Avantgarde-Bewegung, die sich und die Kunst nicht wirklich ernst nahm. Dabei wirft sie auch einen Blick auf das Projekt »Dadaglobe«, das zwar begonnen, aber nicht realisiert wurde und jetzt erst erscheinen konnte.

23:20 Uhr auf SRF1: »Rip! A Remix Manifesto« nimmt sich das Prinzip von Copy & Paste vor. Dank digitalem Alltag und einfachst zu bedienender Technik ist das Prinzip Collage nämlich inzwischen zu einer allseits anerkannten Kulturtechnik geworden. Regisseur Brett Gayler plädiert dabei für einen freien Umgang mit Kulturgut.