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Kunst in Hamburg Februar/März 2016

Der Frühling hält nun allmählich Einzug in die Hamburger Galerien und Ausstellungen von Fotografie bis Druckgrafik laden ein, einen Bummel durch die Hansestadt zu unternehmen

Kunst in Hamburg
Kunst in Hamburg

Noch bis zum 25. Februar kann man Fluxus-Zauber in der Galerie W erleben. »Die Kunst des Schwebens« verbindet Elemente aus der Plakatkunst, Fotografie, Videos und Programmhefte zu einem schwebenden Etwas. »Die Kunst des Schwebens« wird jeden Freitag um neun Uhr abends gezeigt.

Eiko Borcherdings Metier ist eigentlich die Zeichenkunst. Seine detailreichen Werke zeigen märchenhafte und symbolische Motive, geheimnisvolle Geschehnisse und zeichnen sich durch ihre hohe Kunstfertigkeit aus. Nun aber hat er ein neues Betätigungsfeld entdeckt: den Druck. Dabei ist er nicht minder kunstfertig, voller filigraner Ornamente, abstrakter Formen und geometrischer Elemente. Sie sind noch bis zum 27. Februar in der Galerie Jens Goethel zu sehen.

Giacomo Brunelli vergleicht selbst seine Arbeit mit der Ästhetik des Film Noir. Kein Wunder, denn er verwendet eine 35mm Kamera aus den 1960er Jahren, die nicht nur Grundlage seiner Kunst ist, sondern auch ein persönliches Andenken: Sie war ein Geschenk seines Vaters. Bei einem Aufenthalt in Hamburg 2015 fotografierte er Passanten und Tiere – nachdem er ihnen eine Zeit lang gefolgt war. Bis zum 12. März können diese stillen Fotografien in der Robert Morat Galerie bewundert werden.

Ist es Fotografie? Oder Malerei? So genau lassen sich die Bilder Helle Jetzigs nicht festlegen. Auf ihnen mischen sich Alltägliches und leuchtende Farben und Formen und vereinen sich zu einer faszinierenden Bildkunst. Dafür arbeitet der Künstler mit Überblendungen, Collagen und transparenter Malerei. Derart »Kapriziöse Erfindungen« sind ab dem 12. Februar in der Galerie Borchardt zu sehen.

»Inforealismus« nennt MIR seine Kunst. In seiner aktuellen Ausstellung nimmt er den Besucher unter dem Motto »Bon Voyage« auf eine Reise ins Unbewusste mit. Er will die alltägliche Maskerade durchbrechen, das Verstörende unserer Umwelt entlarven und den Blick für neues freimachen. Bis zum 2. April sind seine Werke im OZM Art Space zu erleben.

Die Künstlerin FRANEK hat sich in ihren neuesten Werken die Kindheit zum Thema erkoren. »paradise under control« heißt die Serie und gibt das Motto vor: die Kindheit als das Paradies, ohne Angst und Misstrauen – bedroht von Drohnen und Überwachung, die schon längst Einzug gehalten haben. Ab dem 13. Februar sind die Werke der hoch geachteten Künstlerin bei Holthoff Mokross zu sehen.