Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in Hamburg März/April 2013

Die Galerien in der Hansestadt bieten Einblicke in verwunschene Landschaften und Rückblicke auf bedeutende deutsche Künstler. Wir haben einige Empfehlungen für Sie ausgewählt.

Kunst in Hamburg
Kunst in Hamburg

Noch bis 12. März kann man in der Levy Galerie Werke von Dieter Roth sehen. Er gilt als einer der großen Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Er war Grafiker, entwarf Möbel, malte, zeichnete, fertigte Plastiken, raumgreifende Installationen und arbeitete mit allen möglichen Materialien, u.a. Küchenabfällen und Zuckerguss.

Die Galerie am Michel widmet ihre aktuelle Ausstellung dem 2009 in Hamburg verstorbenen Peter Grochmann. Seine Werke bilden oftmals ein spezielles Milieu ab. Der Zirkus war für ihn ein interessanter Mikrokosmos. Die ihn faszinierende Welt der Gaukler, Clowns und Artisten schlug sich in seinem künstlerischen Werk ebenso nieder wie Szenen vom Hafen und Kiez.

Eine Gesellschaftsanalyse der anderen Art bietet die Galerie Borchardt mit Werken von Helle Jetzig. Er verbindet digitale Techniken mit Malerei. Das Spiel mit Umbrüchen, Widersprüchen und Gegensätzen, die Verwendung alter und neuer Techniken, Materialien und Medien kontrastiert sowohl die epochale Veränderung unserer Zeit als auch die Weiterentwicklung und Auseinandersetzung des Künstlers an und mit ihr.

Mystisch geht es in der Galerie Robert Morat zu. Michael Langes Waldbilder ziehen einen in ihren Bann. Der Wald als Ort der Stille, als Rückzugsort, wo sich sogar die Farben im Zwielicht verstecken. Die Fotografien sind in der Dämmerung oder bei strömendem Regen entstanden und strahlen eine beinahe unheimliche Ruhe aus.

Auch bei Periehl & Heine kann man mit Michael Schnabels »Nachtstücken« außergewöhnliche Landschaftsaufnahmen bewundern. Die Restlichtstudien wirken durch das Fehlen von Licht und Farbe surreal und fremd - auch wenn sie auf den ersten Blick noch so malerisch daherkommen. In Wirklichkeit neigen sie durch die Darstellung eines immer gerade noch sichtbaren Verschwindens zur Abstraktion und Konkretion.