Meldungen zum Reisen

Kunst in Köln Februar/März 2017

Während draußen noch der Winter dräut, kann man in den Kölner Galerien schon wieder wunderbare Entdeckungen machen: fotografische ebenso wie malerische, abstrakte wie gegenständliche, aber auch Filmkunst. Wir verraten Ihnen, welche das sind.

Kunst in Köln
Kunst in Köln

Leidy Churchman stellt sich eine der bedeutendsten Fragen der Gegenwart: Wie nehmen wir Bilder wahr, wenn sie ständig präsent sind? Um dieser Frage nachzugehen, malt Churchman Werke anderer Künstler nach, greift aber auch auf Logos oder Werbeanzeigen zurück, sodass beim Betrachter das Gefühl aufkommt, seine Bilder irgendwoher zu kennen. Ab dem 11. Februar kann man sie sich im Kölnischen Kunstverein ansehen.

Ebenfalls ab dem 11. Februar Fotografien von Anthony Hernandez zu sehen. Sie umfasst sein Schaffen von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart. Dabei fällt auf, dass er immer wieder gesellschaftliche Unterschiede thematisiert, oftmals auch indirekt. Auch in seinen Landschaftsfotografien ist das Soziale dabei stets präsent.

Loretta Fahrenholz‘ Film »Two A.M.« beruht auf dem Exilroman »Nach Mitternacht« von Irmgard Keuns. Darin erlebt der Besucher der Ausstellung zwei Tage im Leben der 19-jährigen Sanna während des Aufstiegs der Nazis. Geprägt ist der Film von den Dramen, in die jede der Personen verstrickt ist. Zu jeder vollen Stunde ist noch bis zum 25. Februar in der Galerie Buchholz zu sehen.

Noch bis zum 4. März kann man in der Galerie Boisseree die grafischen Arbeiten des Amerikaners Robert Motherwell entdecken. Der war ein Überzeugungstäter in Sachen abstrakte Kunst und schuf faszinierende Arbeiten.

Überlagerungen verschiedener Ebenen zeigt die Galerie Anja Knoess noch bis zum 11. März mit Andrea Damp und Daniel Sigloch. Gemeinsam ist den beiden Künstlern, dass sie sowohl Motive als auch Bildebenen benutzen, mit diesen arbeiten, sie überlagern und verschmelzen lassen. So entstehen vielschichtige Bilder, die faszinieren.

Auf den ersten Blick scheinen die Werke Thomas Brummetts nicht immer als Fotografien erkennbar zu sein, so malerisch scheinen sie zuweilen. Auch seine experimentelle Herangehensweise an die Fotografie trägt zur Wirkung seiner Bilder bei, die eine magische Anziehungskraft auszuüben scheinen. Die Galerie Karsten Greve zeigt sie noch bis zum 1. April.