Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in Köln Oktober/ November 2016

Nun ist es offiziell: der Herbst ist da. Während sich die ersten Freunde aus der Tierwelt ihr Winterquartier zurechtmachen oder die kalte Jahreszeit an wärmeren Orten verbringen, nennen wir Ihnen einige besonders interessante Rückzugsorte für Köln. Dort gibt es nämlich in Oktober und November einiges zu entdecken. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unseren Tipps für Kunst in Köln – tanken Sie genug Kraft für die bevorstehenden Monate: Stichwort »Der Elfte im Elften«.

Kunst in Köln
Kunst in Köln

Pünktlich zur Kölner Museumsnacht am 29. Oktober 2016 erhält »KölnSkulptur #8« eine Frischzellenkur. Die Ausstellung läuft bereits seit Juni 2015 und wird im nächsten Juni ihren Abschluss finden. Die Werke von Tom Burr, Lois Weinberger, Slavs and Tatars, Amalia Ulman, Edith Dekyndt, Santiago Sierra und Matt Mullican, die an sich schon spektakulär sind, werden durch das Facelift zur Museumsnacht zum absoluten Pflichttermin.

Ein weiteres Muss in Oktober und November ist natürlich die Gruppenausstellung »Wir nennen es Ludwig«. Dabei stehen 25 Künstler aus der ganzen Welt im Fokus, welche innerhalb dieser Veranstaltung ihre Verbindung zum Museum darstellen sollen. Auf die Interessierten warten dabei unter anderem Werke von Diango Hernández, den Guerrilla Girls, Maria Eichhorn, Hans Haacke und Ai Weiwei. Gerne kann auch die Kölner Museumsnacht dazu genutzt werden, dieses Highlight in ganz neuem Licht zu sehen.

Ein frisches und innovatives Neuerleben von bekannter Kunst ist noch bis zum 23. Oktober im Odysseum zu sehen. Unter dem Titel »Der andere Blick – Michelangelos Fresken« können Sie diese Meisterwerke aus einer völlig anderen Perspektive entdecken. Nahezu in Originalgröße wurden die Fresken auf Stoff reproduziert und liegen den Besuchern jetzt zu Füßen. Podeste ermöglichen den Perspektivenwechsel und die 1.200 qm Ausstellungsfläche warten darauf entdeckt zu werden.

Freunde der Fotografie kommen vom 8. November bis zum 5. Dezember in der in focus galerie auf ihre Kosten. Thematisch geht es in der Ausstellung »Selbstportrait als Konzept – Emmanuelle Bousquet, Ville Kansanen, Arno Rafael Minkkinen« um die Selbstinszenierung in Kunst und Fotografie und den Herausforderungen der heutigen Zeit – insbesondere im Bezug auf den vermeintlichen Siegeszug des sogenannten »Selfie«. Die drei vertretenen Künstler bieten dabei jeweils ein eigenes Konzept und unterschiedliche Stile.

Eine weitere lohnenswerte Ausstellung endet am 27. November. Das Käthe Kollwitz Museum zeigt bis dahin noch »Anneliese Kretschmer – Entdeckungen. Photographien 1922 bis 1975«. Gezeigt werden mehr als 80 Werke, wobei die meisten davon zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden. Nutzen Sie also unbedingt die kühlen und dunklen Novembertage dazu, um die Arbeiten dieser bedeutenden Fotografin zu erleben, bevor die Chance vorbei ist.

Abschließend haben wir noch einen Tipp aus dem Wallraf-Richartz-Museum für Sie. Die bereits laufende Ausstellung »Von Dürer bis van Gogh – Sammlung Bührle trifft Wallraf« will entdeckt werden. Zu sehen gibt es herausragende Werke von der Gotik bis hin zum Kubismus aus der Sammlung von Emil Bührle. Dazu kommen einige Spezialitäten der Wallraf Sammlung. So entsteht eine Ansammlung von 64 Meisterwerken von Namen wie Cézanne, Degas, Manet, Renoir Dürer, Cuyp, Canaletto, Delacroix, Courbet, Sisley, Pissarro, Gauguin, van Gogh, Picasso und Braque. Ein unglaubliches Erlebnis.