Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in München Januar/Februar 2017

Gleich mit dem Start ins neue Jahr warten die Kunsträume in der bayerischen Kapitale mit wunderbaren Positionen zahlreicher Künstler auf. Das Spektrum reicht von Installation über filigrane Pinselzeichnungen bis hin zu Film.

Kunst in München
Kunst in München

Annett Zinsmeister stellt die Frage nach Sicherheit und Schutz. In den Räumen BNKR Space, einem ehemaligen Bunker, zeigt sie Installationen und raumbezogene Arbeiten, die Schutzräume in Vergangenheit und Gegenwart thematisieren. Immer präsent ist dabei die Frage nach den Möglichkeiten, sich heute zu schützen – egal, ob im eigenen Heim oder in der Stadt.

Joana Hadjithomas und Khalil Joreige stammen beide aus Beirut. Ihre Kunst ist geprägt durch ihre politische Haltung, zu der die beiden Künstler schon früh fanden. Kein Wunder also, dass Geschichte und Erinnerung in ihren Werken eine überragende Rolle spielen. Aus zufällig gefundenen Dokumenten, aus den eigenen Sammlungen und Erfahrungen schöpfen sie dabei. So entstehen beeindruckende Werke zwischen Kunst und Film. Noch bis zum 12. Februar kann man die im Haus der Kunst erkunden.

Ab dem 13. Januar zeigt die Galerie Karin Sachs Werke von Henrik Schrat. Die hier gezeigten Pinselzeichnungen sind in textile Bildrollen eingefasst und lassen die Kolonialgeschichte eines fiktiven Planeten entstehen. Sie bestechen durch ihre filigranen Details, aber auch durch großzügige Flächen. Der Betrachter kann aus den dargestellten Situationen eine ganz eigene Geschichte dieses erdachten Planeten entstehen lassen.

Sprache schafft Identität, sie ist Ausdruck von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen verschiedenen Menschengruppen. Und auch die Kunst eines Landes oder einer Region hat ihre eigene Bild- und Formensprache. Die Ausstellung »Koreanisch« untersucht ab dem 20. Januar in der Galerie für angewandte Kunst die künstlerische Sprache Koreas und präsentiert Werke von Künstlern unterschiedlicher Generationen.

Julian Rosefeldt stellt in der Villa Stuck die Frage nach der Tradition von Künstlermanifesten und nach der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Dafür befragte er unter anderem die Schriften von Kasimir Malewitsch, André Breton und Jim Jarmusch. Entstanden ist daraus eine 13-kanalige Filminstallation, die dem Besucher ihre politische Aussagekraft illustriert. Ab dem 16. Februar kann man sie bewundern.