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Kunst in München März/April 2017

Der Frühling kehrt ein und bringt den Münchner Galerien wunderbare neue Ausstellungen. Filigrane Zeichnungen warten auf Betrachter mit dem Blick für's Detail, eine moderne Wunderkammer offenbart die Herrlichkeiten der Natur und weitere Highlights wecken in uns Frühlingsgefühle.

Kunst in München
Kunst in München

Uta Reinhards Malerei ist voller Geheimnisse. Gesichtslose Figuren finden sich da, Tierwesen oder seltsam unnahbare Heldinnen. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Bildprotagonisten und Hintergrund, alles scheint im Fluss. Ab dem 3. März sind ihre Werke in der Galerie von Nicole Gnesa zu sehen.

Noch bis zum 30. März zeigt die Galerie Vogdt Tiere von Veikko Hirvimäki. Der Finne erschafft aus grobem Holz wilde Tiere, egal ob Elche, Hasen, Füchse oder Vögel. Putzig scheinen sie oft, aber auch ein wenig furchterregend. Hirvimäki ordnet sie in Wandinstallationen außerdem zu Geschichten und lässt so Beziehungen zwischen ihnen entstehen.

Geometrie hat im Mathematikunterricht kaum Anhänger. Dabei haben geometrische Arbeiten künstlerisch einiges zu bieten. Das beweist auch die Ausstellung »Geometrics« in der Galerie Andreas Binder, die zahlreiche moderne und zeitgenössische Positionen von Gerhard Richter bis Frank Stella noch bis zum 8. April präsentiert.

In der Galerie des Bezirks Oberbayern kann man noch bis zum 21. April Arbeiten von Adidal Abou-Chamat und Jutta Burkhardt bewundern. Die deutsch-syrische Künstlerin thematisiert in ihren Arbeiten immer wieder westliche Klischees, Rollenbilder und Vorurteile und führt diese vor. Jutta Burkhardt dagegen fragt nach den unterschiedlichen Ebenen von Wirklichkeit und auch unterschiedlichen Konstruktionen des eigenen Ich.

Orie Inoue zeigt in der Micheko Galerie ihre ganz eigene Wunderkammer. Als Inspiration dient ihr die Natur. Hier sammelt sie einzelne Elemente und interpretiert sie neu. Wurzeln und Äste werden zu wundersamen Wesen, Blätter zu Schmetterlingen und anderen Wesen. So entsteht ein Spiel mit unserer Wahrnehmung, bei dem wir nicht immer wissen, ob wir nun wirklich ein Insekt vor uns haben oder ein künstlich geschaffenes Abbild. Vom 9. bis zum 18. März kann man die wunderbaren Kunstwerke bewundern.

Malgosia Jankowska erschafft idyllische Naturlandschaften: Von der Sonne beschienene Wiesen und lichtdurchflutete Wälder, in denen sich zuweilen menschliche Figuren und Tiere finden. Und manchmal verlieren diese kleinen Figuren sich doch in der Einsamkeit dieser Landschaften. So verbindet Jankowska Idylle und Düsternis.