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Kunst in München November/Dezember 2015

Der Kunstherbst in München lässt nichts zu wünschen übrig, im Gegenteil: Hier kann man sich kaum entscheiden, welche Ausstellungen man besuchen möchte. Hilfe bei der Entscheidungsfindung bieten wir mit unseren Highlights.

Kunst in München
Kunst in München

»Lässt es sich unter Schaumkronen gut leben?« Das fragen sich die Künstlerinnen der Ausstellung »[flau̮mʃau̮m]« im Kunstpavillon des Botanischen Gartens. In der Ausstellung beschäftigen sie sich mit der Wandlungsfähigkeit von Materie auseinander und nähern sich dem »Flaumschaum«, einem Haufen von durch Härchen verbundenen Blasen in Malerei und Skulptur auseinander. Bis zum 29. November ist das skurrile Thema zu bewundern.

Noch bis zum 19. Dezember sind in der Galerie Renate Bender die Arbeiten Malers Jerry Zeniuk und des 2005 verstorbenen Joan Hernández Pijuan zu sehen. Die Ausstellung macht sich auf die Suche nach ähnlichen Entwicklungen im Werk beider Künstler von der Farbüberlagerung bis hin zur fast schon gegenständlichen Malerei.

Sebastião Salgados Fotografien dokumentieren das Weltgeschehen und bringen es in ästhetischen Bildern nahe, von den Brennpunkten bis zu beeindruckender Natur. Der engagierte Fotograf startete 2004 sein Projekt GENESIS, aus dem die Galerie Stephen Hoffman nun Bilder präsentiert. In berührenden Schwarzweiß-Fotografien zeigt Salgado Tiere und Landschaften. Bis zum 24. Dezember sind seine Bilder zu sehen.

Irgendwie mystisch muten die Zeichnungen von Kyung-Lim Lee an und dennoch sind sie von einer fast schon strengen Geometrie geprägt. Die tritt aber nun einmal hinter den emotionalen Bildkompositionen zurück. Zu sehen sind sie ab dem 3. November bei Häusler Contemporary. Der Ausstellungstitel »Echo of Geometry« ist hier Programm!

Die Geometrie spielt auch in den Werken von Shannon Finley eine herausragende Rolle. Der Künstler hat sich aber einer ganz klar von den Computerspielen der 80er Jahre inspirierten Ästhetik verschrieben und schafft es dabei, Grüße an die Op Art oder den Futurismus zu senden. Ab dem 6. November können seine Bilder in der Walter Storms Galerie bewundert werden.

Deutlich konkreter geht es da in der Micheko Galerie zu. Die präsentiert mit der Gruppenausstellung »Ohako« angewandte Kunst und Design aus Japan. Die deutsche Entsprechung des Begriffs Ohako, »Spezialität« kann dabei nur eine Krücke sein, denn im japanischen bezeichnet sie zugleich die Perfektion, die vonnöten ist ein solches Designkunstwerk zu schaffen. Solche künstlerischen Kleinode sind bis zum 23. Dezember hier zu sehen.