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Kunst in München November/Dezember 2017

Von wegen grauer Herbst! Die Münchner Galerien machen die November- und Dezembertage bunt und interessant. Wie, das verraten wir Ihnen mit unserem Überblick.

Kunst in München
Kunst in München

»Me:We« ist das Motto der aktuellen Fotodoks, dem Münchener Festival für aktuelle Dokumentarfotografie. Dieses Jahr widmet es sich dem Vehrältnis zwischen Individuellem und Kollektivem, zwischen »ich« und »wir«. Dabei fragt es auch, welche Rolle die Fotografie in der heutigen Zeit mit all ihren gesellschaftlichen Umbrüchen spielt. Bis zum 26. November kann man unterschiedliche fotografische Positionen zum Thema noch in der Lothringer 13 Halle erkunden.

Der Künstler Sebastian Herzau lädt die Besucher der Galerie Filser & Gräf auf ein Spiel mit der Wahrnehmung ein. Seine Bildwelten spielen mit Verfremdung, mit dem Verborgenem und mit Nähe und Verunsicherung. Bis zum 24. November kann man sich noch auf dieses Spiel einlassen.

Die Kunstinitiative »Memory Gaps – Erinnerungslücken« hat es sich zur Aufgabe gemacht virtuelle Ausstellungsorte zu erschaffen, die an Opfer des nationalsozialistischen Regimes erinnern: Plätze und Straßen, die deren Namen tragen. Konstanze Sailer hat das Ganze initiiert und zeigt in der Galerie Christoph Dürr nun Tuschearbeiten aus dem Kunstprojekt, das auch Straßenumbenennungen anregte, noch bis zum 16. Dezember.

Mit »The Phenomenon of Perception« stellt die Galerie Renate Bender die Künstler Carlos Cruz-Diez und Ludwig Wilding einander gegenüber. Beide Künstler wurden durch den Konstruktivismus der 1960er Jahre geprägt und erforschen in ihren Arbeiten optische Phänomene. Die Ausstellung zeigt Werke von den 1960er bis 2000er Jahren noch bis zum 22. Dezember.

Einen Dialog mit der altägyptischen Kunst eröffnet Isolde Frepoli mit ihren Skulpturen. Diese stehen inmitten der Dauerausstellung im Ägyptschen Museum. Wie die historischen Kunstwerke reduziert sie ihre Skulpturen auf das Wesentliche. Noch bis zum 7. Januar kann man sich dieses Zusammenspiel zeitgenössischer und ägyptischer Kunst genauer ansehen.

Tja, was haben sie sich da nur angetan? Mit »Die Geister, die ich rief« haben sich die Künstler Annette Reichardt und Stewens Ragone zusammengetan. Die Idee: gemeinsam ein Bild malen. Darauf tummeln sich alle möglichen und unmöglichen Wesen, Menschen, Tiere und Ikonen. Ab dem 22. November kann man die Ergebnisse dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit in der Otto Galerie bewundern.