Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in München September/Oktober 2015

In München kommen im Herbst viele internationale Künstler in die Galerien. Bilder über Kolumbiens Katholizismus oder Holzschnitte von Bäumen im Dschungel. Die bayerische Landeshauptstadt bietet also wieder einmal ein umfangreiches Kunstprogramm.

Kunst in München
Kunst in München

Mit zarten Pastellen malt Christian Jaramillo seine Heimat Kolumbien nach. Doch trotz der seichten und blumigen Farbgebung konzentriert er sich thematisch auf religiöse Doktrin und unterdrückende Machtsysteme in seinem Land. Die Ausstellung ist vom 11. September in der Braun-Falco-Galerie zu sehen.

Er hat Marilyn Monroe, Marlene Dietrich und Sophia Loren in Szene gesetzt. Seine Fotos sind weltbekannt, und jetzt für kurze Zeit in München. Die Rede ist von Milton Greene. Mitbegründer der Marilyn Monroe Productions. Die Galerie Stephen Hoffman zeigt eine Auswahl dieser berühmten und sehenswerten Aufnahmen, vom 11. September bis 3. Oktober.

In »Liebesbriefe – Love Letters« geht es um die junge japanische Künstlerin Chika Osaka. Sie gilt in ihrer Heimat eine der besten Lithographie- und Aquarellkünstlerinnen der Gegenwart. Mit Humor und viel Sinn fürs Detail gleicht ihre Kunst einer Liebeserklärung an die ganz normalen, liebenswerten Menschen, die sich der Banalität und oftmals Langeweile ihres Alltags entgegen stemmen. Sie ist bis Ende Oktober in der Micheko Galerie zu sehen.

In der Galerie Karl Pfefferle holt der Künstler Bernd Zimmer den Dschungel ins Bild. Papierarbeiten und Holzschnitte zeugen von einer bewussten Wahrnehmung des Baumes in der Ausstellung »Baum. Licht«. Vom Urwald bis zu unseren europäischen Wäldern, – es wird viel Grün zu sehen sein.

Ab dem 12. September ist in der Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz, sowohl skulpturales als auch malerisches zu sehen. Thaddäus Salcher, der Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte, stellt seine zeitlos ästhetischen Werke aus. Ausgangspunkt seines bildhauerischen, aber auch seines malerischen Werks ist der Mensch und sein inneres Empfinden. Dafür nutzt er vor allem formal reduzierte Konturen und nüchterne Strukturen, die aber mit ihrer Präsenz sehr überzeugen.

Fotoarbeiten sowie Stickereien aus verschiedenen Zeiten mit unterschiedlichen Inhalten kann der Besucher in der Ausstellung »ReVue« passieren lassen. Beate Passow stellt die Stickarbeiten der letzten Jahre sowie die Ergebnisse der Fotoprojekte in verschiedenen Ländern wie China, Tibet, Pakistan und Iran aus.