Tagungen

Kunst und Krise. Deutsch-Spanische Kulturkonferenz vom 27. bis 29. Mai 2010 in Berlin

Kunst und Krise. Wie erleben Kunstschaffende die Wirtschaftskrise? Was bedeutet die Krise für die Situation der Bildenden Künste in Deutschland und Spanien? Welche Strategien werden von öffentlichen und privaten Akteuren entwickelt? Welche Chancen generiert die Krise? Diese Fragen stehen im Zentrum der diesjährigen IV. Deutsch-Spanischen Kulturkonferenz, die das Instituto Cervantes Berlin und das Goethe-Institut Madrid in Berlin organisieren. Anmeldeschluss: 7. Mai 2010

Deutsche und spanische Persönlichkeiten aus der Kunstwelt kommen drei Tage lang in der Hauptstadt zusammen, um die Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzsituation auf die Bildende Kunst zu diskutieren sowie mögliche praktische Lösungsansätze zu finden. Die Konferenz wird am 27. Mai um 18.00 Uhr in der Akademie der Künste am Pariser Platz durch den spanischen Schriftsteller Felix de Azúa und den Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck, feierlich eröffnet. Der deutsche Konzeptkünstler Christian Jankowski und der Spanier Santiago Sierra werden in einem von ihnen frei gewählten Format das Thema Kunst und Krise kommentieren.

An den Konferenztagen am 28. und 29. Mai im Instituto Cervantes kommen hochkarätige Akteure des Kunstsektors zu Wort: Künstler, Galeristen, Medienvertreter, Museumsdirektoren, Kuratoren, Kritiker und Philosophen beleuchten in diskursiven Beiträgen das Thema unter den Blickwinkeln Produktion, Vermittlung und Rezeption von Bildender Kunst.

Die verschiedenen Akteure im Bereich der Bildenden Künste sind traditionell sehr eng und unmittelbar mit der jeweiligen wirtschaftlichen Situation in ihren Gesellschaften verbunden. Die Kulturbegegnung möchte daher Strategien für einen kreativen Umgang mit der Krise erarbeiten und darüber hinaus einen nachhaltigen Dialog zwischen deutschen und spanischen Akteuren über die Konferenz hinaus schaffen.

Programm

27.05. Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin

17.00 Uhr
Einlass und Registrierung der Teilnehmer/innen

18.00 Uhr
Offizielle Begrüβung.Rundtischgespräch mit Carmen Caffarel (Direktorin des Instituto Cervantes) und Hans-Georg Knopp (Generalsekretär des Goethe-Instituts) sowie Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste) und Félix de Azúa (Schriftsteller)

19.30 Uhr
Aktionen zu Kunst + Krise durch die Künstler Christian Jankowski (Deutschland) und Santiago Sierra (Spanien)


28.05. Instituto Cervantes Berlin

9.30 Uhr
Podiumsdiskussion 1 zum Thema PRODUKTION: Künstlerperspektiven
Wie erleben Kunstschaffende die Wirtschaftskrise? Fördert die Krise neue künstlerische Ansätze? Welche kreativen Prozesse entstehen in Krisenzeiten? Kann künstlerische Produktion auch eine Antwort auf Zeiten der Krise sein? Welche neuen Kooperationsformen entwickeln sich im Bereich der Produktion? Welche Rolle spielen Künstlerkollektive?

Tere Badía (Leiterin Hangar, Barcelona)
Josep María Martín (Künstler, Barcelona)
Tino Sehgal (Künstler, Berlin)
Bertram Schultze (Geschäftsführer Baumwollspinnerei, Leipzig) Moderation: Llucià Homs (Galerie Llucià Homs, Barcelona)

11.30 Uhr
Podiumsdiskussion 2 zum Thema PRODUKTION: „Ermöglicher“-Perspektiven
Inwiefern beeinflusst die Krise die Bedingungen der Kunstproduktion? Welche Funktion übernehmen öffentliche und private Förderinstitutionen?

Stephan Frucht (Geschäftsführer Kulturkreis BDI-BDA, Berlin)
José Guirao (Leiter La Casa Encendida, Madrid)
Rubén Martínez (HAMACA, Video art & media distribution from Spain, Barcelona)
Regina Wyrwoll (Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Düsseldorf)
Moderation: Thomas Eller (Künstler und Autor, Berlin)

15.00 Uhr
Podiumsdiskussion 1 zum Thema REZEPTION: Kunst und Krise in den Medien
Hat sich durch die Krise etwas an der Rezeption von Kunst verändert? Welche Rolle spielen hierbei die Medien und die Kunstkritik? Erlaubt die Krise Neudefinitionen von Begriffen wie zum Beispiel „Qualität“?

Isabelle Graw (Kunstkritikerin, Herausgeberin der Zeitschrift \"Texte zur Kunst\", Berlin)
Rose-Maria Gropp (Journalistin, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Ángela Molina (Kunstkritikerin und Journalistin, Barcelona)
Alicia Murría (Direktorin der Zeitschrift ARTECONTEXTO, Madrid)
Hanno Rauterberg (Kunsthistoriker und Journalist, Hamburg )
Moderation: Mateo Feijóo (Leiter LABoral Teatro, Gijón)

17.00 Uhr
Podiumsdiskussion 2 zum Thema REZEPTION: Öffentliche Wahrnehmung
Wie entstehen öffentliche Wahrnehmungen bei unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft über Kunst und Krise? Wie äußern sich diese? Mögliche Auswirkungen auf Kuratoren und für Akteure des Kunstmarkt?

Lourdes Fernández (Leiterin ARCO, Madrid)
Markus Heinzelmann (Direktor Museum Morsbroich, Leverkusen)
José Lebrero Stäls (Kunstkritiker, Kurator und Direktor des Picasso-Museum, Málaga)
Peter Vetsch (Co-Direktor art forum berlin, Berlin)
Moderation: Laura Revuelta (Redaktionsleitung ABC Cultural, Madrid)

29.05. Instituto Cervantes Berlin

9.30 Uhr
Podiumsdiskussion 1 zum Thema VERMITTLUNG: Am Wendepunkt?
Welche Rolle übernehmen Kunstvermittler in Zeiten der Krise? Sind neue Strategien zu erkennen? Entsteht durch die Krise ein neues Verhältnis von Qualität und Preis?

Elba Benítez (Galeristin, Galerie elba benítez, Madrid)
María García Yelo (Leiterin Abteilung für zeitgenössische Kunst Christie’s Ibérica, Madrid)
Rosa Loy (Künstlerin, Leipzig)
Birgit Ostermeier (Galeristin, Galerie Birgit Ostermeier, Berlin)
Moderation: Uta Maria Reindl (Kunstkritikerin)

11.30 Uhr
Podiumsdiskussion 2 zum Thema VERMITTLUNG: Ausblick
Was bedeutet die Krise für die Situation der Bildenden Künste in Spanien und für Deutschland? Welche Strategien werden von öffentlichen und privaten Akteuren entwickelt? Welche Entscheidungssituationen generiert die Krise?

Harald Falckenberg (Sammler, Unternehmer, Vorsitzender des Hamburger Kunstvereins)
Gregor Jansen (Direktor Kunsthalle Düsseldorf)
María Inés Rodríguez (Chefkuratorin von MUSAC, León)
Rafael Tous (Sammler, Barcelona)
Moderation: Estrella de Diego (Kunsthistorikerin, Universidad Complutense, Madrid)

Weitere Informationen

Auftaktveranstaltung und Konferenz finden öffentlich statt. Weitere Informationen auch unter www.cervantes.de/kunstundkrise.

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