Meldungen zum Kunstgeschehen

Max Weiler (1910-2001) - Die Natur der Malerei. Essl Museum, Klosterneuburg, Wien. 19.3. - 29.08.2010

Mit 50 Max-Weiler-Bildern besitzt die Sammlung Essl europaweit die größte Sammlung des Malers, der 2010 100 Jahre alt geworden wäre. Ein guter Grund für das Essl Museum, die Max Weiler Schau „Die Natur der Malerei“ zu zeigen. Zu sehen sind rund 70 Bilder und Zeichnungen aus seiner abstrakten, für den weiteren Weg entscheidenden Periode zwischen 1962 bis 1967. Die Werke stammen aus der Sammlung Essl sowie von zahlreichen privaten und öffentlichen Leihgebern.

In der Schau werden der Malerei chinesische Literatensteine gegenüber gestellt. Damit wird auf Weilers tiefe Verbundenheit mit der Kultur und Kunst Chinas verwiesen und frappante kultur-, zeit- und medienübergreifende Verwandtschaften aufgezeigt, denen ein gemeinsames kosmologisches Weltverständnis zu Grunde liegt.

70 Jahre hat er gemalt, gezeichnet und geschrieben. Immer sicher, dass seine Kunst einen wichtigen Beitrag zum Weltverständnis leisten könne, und immer suchend. Schrilles und Lautes lag Max Weiler immer fern. Er war ein stiller Wanderer, einer der sich die Welt im Malen, Zeichnen, Denken und Beobachten langsam und beständig angeeignet hat. Die Ausstellung MAX WEILER (1910 - 2001) – DIE NATUR DER MALEREI im Essl Museum richtet den Scheinwerfer auf die Jahre 1962 bis 1967. Kurator Edelbert Köb entdeckte, "dass Max Weiler in dieser Zeit entscheidende Schritte in Richtung Gegenstandslosigkeit gesetzt hat, nachdem er zuvor von einer Malerei nach der Natur, zu einer Malerei parallel zur Natur bis hin zu abstrakten Bildgestaltungen gelangt war, in denen Natur nur noch in Form ihrer elementaren Materialien und Kräfte als vages Erinnerungsbild enthalten ist."

Max Weiler war Zeit seines Lebens an chinesischer Kultur interessiert. In der Ausstellung wird diese Leidenschaft des Künstlers in der Konfrontation seiner Kunst mit chinesischen Literatensteinen sichtbar.

"Mein Werk ist ein geistiges. Dies verbindet mich mit Strömungen, die in gebirgigen Ländern von China bis Tirol vorkommen. Eine zarte, dünne Haut, Furcht vor den Mächten. Die großen Schatten der Berge, der enge Himmel, die undurchsichtigen Wälder, die undurchsichtige Gegend."
(Max Weiler, 1972)

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Öffnungszeiten:
Di – So 10.00 – 18.00
Mi 10.00 – 21.00 - Freier Eintritt ab 18:00
Montag geschlossen

Eintritt:
Regulär 5€
Ermäßigt 3€