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Neu in der Magisterdatenbank als aktueller Download - Liska Surkemper: Kunst der Erkenntnis. Zeichen-und medientheoretische Interferenzen, VDG Weimar, 2010

Können Kunstwerke einen Beitrag zu Wissenschaftsdiskursen leisten? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der vorliegenden Magisterarbeit.

Die Wissenschaft bedient sich heutzutage verschiedenster Medien, um Forschungsprozesse voranzutreiben – insbesondere der (mündlichen und schriftlichen) Sprache, mathematischer Formensprache und des Bildes. Jedoch wird Kunst als Erkenntnismedium weitgehend vernachlässigt. In der Magisterarbeit wird daher der Frage nachgegangen, ob und wie Kunst epistemologisch wirksam werden und welches Surplus die Wissenschaft daraus ziehen kann.
Nach einer Darstellung des Verhältnisses von Kunst und Wissenschaft (Teil 1) teilt sich die Arbeit in zwei Sinnabschnitte, die sich schon in den zwei Leserichtungen des Titels widerspiegeln:
Teil 2 setzt sich mit der »Kunst der Erkenntnis« auseinander, das heißt mit der Fähigkeit des Menschen, überhaupt Erkenntnis erlangen zu können. Als theoretische Basis dienen die Zeichentheorie des Philosophen und Logikers Charles S. Peirce sowie die Transkriptivitätstheorie des Medienwissenschaftlers Ludwig Jäger und seine Annahmen über spezifische Verfahren der Sinngenese.
Die Thesen, wie sich Erkenntnisprozesse generieren und fortschreiben, werden im dritten Teil der Arbeit anhand eines Kunstwerks praktisch überprüft und weiter modifiziert. Dabei geht es um die Frage, wie gerade das Medium Kunst neue Denkansätze fördern bzw. vorhandene modifizieren, das heißt zu einer »Kunst der Erkenntnis« werden kann.
Im Mittelpunkt dieser Analyse steht das Kunstwerk RECESSION des rumänischen Künstlers Dan Perjovschi (*1961), welches von Mai 2008 bis April 2009 im Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen gezeigt wurde. Ein ausführliches Interview mit dem Künstler komplettiert die Untersuchung.

 

Download des Titels hier