Meldungen aus der Forschung

Neues Herausgebergremium für das Allgemeine Künstlerlexikon

Das Allgemeine Künstlerlexikon (AKL) hat seit Donnerstag neue Herausgeber: Prof. Dr. Andreas Beyer, Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris, Prof. Dr. Wolf Tegethoff, Direktor am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München und Prof. Dr. Bénédicte Savoy von der Technischen Universität Berlin übernehmen die weiterführende Herausgabe des für das Fach unverzichtbaren Nachschlagewerks.

Das Lexikonprojekt wurde 1969 im Verlag E. A. Seemann in Leipzig begonnen, seit 1991 erscheint das AKL im K. G. Saur Verlag, der seit 2006 zur Gruppe Walter de Gruyter gehört. Es enthält Einträge zu bildenden Künstlern von der Antike bis zur Gegenwart. Zuletzt machte De Gruyter im Januar 2011 Schlagzeilen mit der Schließung der AKL-Redaktion in Leipzig. Hintergrund war die Verlagerung der drei großen Editionen (Akl, Deutsches Literatur-Lexikon, Kürschners Deutscher Literatur-Kalender), die bislang in der Messestadt betreut wurden.

Laut einer Meldung von Buchreport sollte künftig das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München am Editionsplan des AKL mitwirken und auch die Herausgeberschaft übernehmen, was sich mit dem neuen Herausgeber Tegethoff als teilweise zutreffend erweist. Die Herausgeber stehen für die Neuorganisation des Lexikons. Neben der Weiterführung der Printausgabe in bewährter Qualität wird der konsequente und schnellere Ausbau der Onlineversion mit klarem Fokus auf die aktuellen künstlerischen Positionen und Tendenzen vorangebracht, so der Verlag in einer Pressemitteilung.

Prof. Dr. Andreas Beyer betont im Rahmen des ersten Herausgebertreffens in Berlin, dass ein wesentlicher Teil des neuen redaktionellen Konzepts darin bestünde, dieses für einen dynamischen internationalen Expertenkreis zu öffnen und zur aktiven Mitarbeit einzuladen.