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Planungen zum Jubiläum »Bauhaus 2019« vorgestellt

Unter dem Motto »Die Welt neu denken« findet 2019 das Jubiläumsjahr zum Bauhaus statt. Am Montag gewährten Vertreter der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin erste Einblicke in die Programmplanung.

Hauptereignis des Festjahres soll eine Ausstellung werden, die an den Bauhaus-Standorten Weimar, Dessau und Berlin die unterschiedlichen Aspekte der Institutionsgeschichte präsentiert. Weiterhin sind Feste, Bildungs- und Forschungsprojekte geplant, die die große Bedeutung der Reformschule für die Architektur- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts würdigen. Ein »fliegendes Klassenzimmer« soll beispielsweise Jugendliche für das Thema sensibilisieren. Die Bauhausforschung soll durch Stipendien und Fellowships weiter ausgebaut werden. Geplant ist auch eine mobile Installation mit dem Titel »Bauhaus on the Move«, die an ausgesuchten Kulturstätten im Ausland die Auseinandersetzung anstoßen soll.

Wie der Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar Wolfgang Holler mitteilte, gehe es darum, »den Netzwerkcharakter« des Bauhauses durch unterschiedliche Veranstaltungsorte zu veranschaulichen. Denn das Bauhaus bewege sich nicht nur im »Dreieck Weimar – Dessau – Berlin«, so Holler weiter. Auch Thüringens Kultusminister Christoph Matschie unterstrich die Bedeutung des Bauhauses als »Botschafter, der in die ganze Welt hinaus wirkt«. Ihm geht es im Jubiläumsjahr darum, »die Einrichtungen des Bauhauses international zu positionieren«. Ab 2017 sollen dazu die Bemühungen im In- und Ausland verstärkt werden. Erste Gespräche mit dem Institute of Design in Chicago, Nachfolger des vom Bauhauslehrer Moholy-Nagy gegründeten New Bauhaus, seien schon geführt worden, so Holler.

Bereits ab Ende September 2013 führt die »Triennale der Moderne« in das Thema ein. Drei Ausstellungen in Weimar, Dessau und Berlin widmen sich den hier entstandenen Bauten moderner Architekten, darunter Henry van de Velde, Walter Gropius, Mies van der Rohe, Hannes Meyer, Erich Mendelsohn und Bruno Taut.