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Positive Bilanz für das Van de Velde-Jahr 2013

Mit mehr als 150.000 Besuchern hat das Van de Velde-Jahr in Thüringen und Sachsen die Erwartungen der Organisatoren übertroffen. Insgesamt 12 Ausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen präsentierten unterschiedliche Aspekte des belgischen Architekten und Designers.

Im Zentrum des Van de Velde-Jahres stand die Weimarer Ausstellung »Leidenschaft, Funktion und Schönheit«, die mit 41.500 Besuchern auch die absolute Spitze des Ausstellungsreigens markiert. Mit mehr als 700 Exponaten präsentierte sie van de Velde als einflussreichen Gestalter der Moderne. Erfurt bot mit zwei Ausstellungen einen Blick über den Tellerrand und landete in der Besucherstatistik mit insgesamt rund 23.000 Besuchern auf Platz 2. Besonders die Ausstellung zu Peter Behrens in der Kunsthalle wurde als adäquates Pendant zur Van de Velde-Ausstellung in Weimar geschätzt.

Die Schauen in Jena und Gera nahmen insbesondere Aspekte des Schaffens von Henry van de Velde für dortige Auftraggeber sowie Arbeiten seiner Schüler in den Blick. Mit rund 17.000 Besuchern landete Jena knapp hinter den Ausstellungen in Chemnitz, wo etwa 18.000 Gäste die Van de Velde-Bauten und die dortigen Schauen besuchten. Apolda gebührte der Auftakt. Die Ausstellung mit Werken von Max Ackermann zeigte 150 Arbeiten des Künstlers, der in jungen Jahren Henry van de Veldes Modellierkurse besuchte. Mit dem Neo-Impressionisten Curt Herrmann rückte im Anschluss eine für van de Velde und die deutsche Moderne wichtige Figur in den Fokus des Kunsthauses.

Dieter Bauhaus, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelthüringen, die viele Projekte unterstützt hat, freut sich, »dass die Ausstellungen eine erfreuliche Besucherresonanz erfahren haben.« Die Thüringer Tourismus GmbH stimmte der messbare touristische Erfolg des Van de Velde-Jahres zuversichtlich für das Bauhausjahr 2019 und demonstriert, dass das Thema Kultur ein wichtiges touristisches Standbein in Thüringen darstellt.